Landesliga Kärnten

Die Kärntner Liga ist die vierthöchste Spielklasse im Fußball-Ligensystem in Österreich für die Vereine auf dem Gebiet des Bundeslandes Kärnten und der Region Osttirol, die im Kärntner Fußballverband (KFV) organisiert sind. Zusammen mit den Landesverbänden aus Oberösterreich und der Steiermark bildet der KFV eine Staffel der dreigleisigen Regionalliga, in welche die jeweiligen Meister der Landesligen aufsteigen. Unterhalb der Kärntner Landesliga existiert die zweigleisige Unterliga.

Inhaltsverzeichnis

Spielmodus

Die Kärntner Liga ist ein nach dem Ligasystem ausgetragener Wettbewerb, an dem grundsätzlich 16 Vereine teilnehmen. Gespielt wird in 30 Meisterschaftsrunden, geteilt in jeweils eine Hin- und Rückrunde. Die Begegnungen sowie das Heimrecht werden zu Beginn der Saison ausgelost. Die nach dem 3-Punkte-System bestplatzierte Mannschaft erlangt neben dem Titel Kärntner Landesmeister auch das Recht zum Aufstieg in die Regionalliga Mitte, sofern er neben der sportlichen Qualifikation auch die Grundvoraussetzungen (bspw. Platzgröße) für eine Ligateilnahme nachweisen kann. Die Anzahl Absteiger aus der Kärntner Liga ist variabel und richtet sich nach der Anzahl Mannschaften, die aus der Regionalliga Mitte in die Kärntner Liga absteigen. Diese wiederum ist abhängig von der Anzahl der Absteiger aus der Ersten Liga in die Regionalliga Mitte sowie der Verbandszugehörigkeit der betreffenden Vereine. Zusammen mit den beiden Aufsteigern aus der fünfthöchsten Spielklasse, den beiden Meistern der Unterligen Ost und West, soll dabei immer die Staffelstärke von 16 Mannschaften erhalten bleiben. Es muss jedoch mindestens ein Verein aus der Kärntner Liga absteigen.

Mögliche Konstellationen

Anzahl Absteiger
(nur KFV-Vereine)
0 1 2 3 4 5
Staffelgröße vor Auf-/Abstieg 16 16 16 16 16 16
zuzüglich der Absteiger aus der Regionalliga Mitte 16 17 18 19 20 21
zuzüglich der Aufsteiger aus der Unterliga 18 19 20 21 22 23
abzüglich des Aufsteigers in die Regionalliga Mitte 17 18 19 20 21 22
abzüglich regelmäßigem Absteiger in die Unterliga 16 17 18 19 20 21
Staffelgröße nach regelmäßigem Auf- und Abstieg 16 17 18 19 20 21
zu erreichende Staffelgröße 16 16 16 16 16 16
Anzahl zusätzlicher Absteiger in die Unterliga 0 1 2 3 4 5
Hinweis: Es wurde nur die sportliche Qualifikation berücksichtigt, für Verzicht auf den Aufstieg oder sonstige Sonderfälle erlässt der KFV eigene Regelungen.

Geschichte

Mit der Umwandlung der Ersten Klasse in die Liga A in der Saison 1949/50, welche erstmals seit Kriegsende wieder als Profi-Liga konzipiert war, kam es auch zu einer Änderung der Klasseneinteilung im Amateurfußball. Die zweite Leistungsstufe bildeten die Amateurbewerbe der Landesverbände sowie die professionelle Liga B. Die Meister der Kärntner Landesliga spielten in einer Qualifikationsrunde gegen alle anderen Landesmeister, außer dem Wiener Stadtmeister, der direkt für die Liga A qualifiziert war, um den Aufstieg.

Mit der Saison 1959/60 wurden die Regionalligen Ost und Mitte eingeführt. Die Meister der Regionalligen waren zum Aufstieg in die höchste Spielklasse berechtigt. Da die Regionalliga Mitte gemeinsam von den Verbänden Kärntens, Oberösterreichs und der Steiermark organisiert wurde, war die Kärntner Landesliga drittklassig geworden. Daran änderte sich auch bei der Einführung der bundesweiten 2. Bundesliga nichts, denn im Gegenzug entfiel die Regionalliga Mitte. Die Vereine der weiterhin drittklassigen Landesligen Kärnten, Oberösterreich und Steiermark spielten den Aufsteiger in die 2. Bundesliga in einer Relegationsrunde aus.

Erst in der Saison 1994/95 wurde die Regionalliga Mitte wieder eingeführt und den Regionalligen Ost und West gleichgestellt. Damit wurde die Kärntner Landesliga erstmals viertklassig.

Ligagewinner ab 1995/96

1952/53: SV St. Veit
1953/54: FC Seebach
1954/55: SK Magdalen
1955/56: -
1956/57: ESV Admira Villach
1957/58: Postsport Klagenfurt
1958/59: SV Rapid Lienz
1959/60: SK Austria Klagenfurt
1960/61: WSG Ferndorf
1961/62: Villacher SV
1962/63: WSG Ferndorf
1963/64: KAC
1964/65: Villacher SV
1965/66: WSG Ferndorf
1966/67: SK Magdalen
1967/68: Wolfsberger AC
1968/69: SV Rapid Lienz
1969/70: Villacher SV
1970/71: Heraklith Ferndorf
1971/72: SK Magdalen
1972/73: SV St. Veit
1973/74: SCA St. Veit
1974/75: SV St. Veit
1975/76: SCA St. Veit
1976/77: SK Magdalen
1977/78: Wolfsberger AC
1978/79: SV Rapid Lienz
1979/80: SV Spittal
1980/81: SV Spittal
1981/82: SV Spittal
1982/83: SV Rapid Lienz

1983/84: SV Feldkirchen
1984/85: Villacher SV
1985/86: SV Feldkirchen
1986/87: SV Rapid Lienz
1987/88: Wolfsberger AC
1988/89: SV Feldkirchen
1989/90: Wolfsberger AC
1990/91: SVG Bleiburg
1991/92: SAK Klagenfurt
1992/93: SAK Klagenfurt
1993/94: Wolfsberger AC
1994/95: SV Feldkirchen
1995/96: Austria Klagenfurt
1995/96: Austria Klagenfurt
1996/97: SV Rapid Lienz
1997/98: FC St. Veit
1998/99: BSV Bad Bleiberg
1999/00: SV Lendorf
2000/01: FC Kärnten 1b1
2001/02: SAK Klagenfurt
2002/03: SK St. Andrä
2003/04: SV Feldkirchen
2004/05: SAK Klagenfurt
2005/06: FC Kärnten 1b2
2006/07: SVG Bleiburg
2007/08: FC St. Veit
2008/09: SC St. Stefan/L.
2009/10: SV Feldkirchen
2010/11: Villacher SV
2011/12: SV Feldkirchen

1 In Spielgemeinschaft mit dem ASK Klagenfurt.
2 In Spielgemeinschaft mit dem FC Welzenegg

Weblinks