Landhotel Falkner

Das Landhotel Falkner am Hang über der Donau
Blick von der Terrasse auf die Donau

Das Landhotel Falkner, mit 12 Zimmern kleinstes 4-Sterne-Hotel Österreichs, liegt in Hofkirchen im Mühlkreis in Oberösterreich. Es liegt auf einem Felsgrat hoch über der Donau zwischen Passau und Linz in nächster Nähe der Schlögener Schlinge im Natura 2000 Schutzgebiet Donauleiten[1]. 2009 erhielt das Hotel eine Anerkennung der Wirtschaftskammer für 100 Jahre Tradition und Innovation[2]. Das Haus ist bereits in der fünften Generation im Besitz der Familie Falkner und wird als Familienbetrieb geführt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Haus war früher Jägerwohnung und „Försterhäusl“ von Schloss Marsbach, welches 1074 erstmal erwähnt wurde.

In einer Verkaufsurkunde vom Jahre 1269 wird ein „Vorderer Turm“ erwähnt. Einige Futtermauerreste sind davon heute noch im Garten des Hauses Nummer 2 erhalten. Im Urbar von 1668 heißt es von diesem Gebäude: „Wohnung des Hofamtmannes, vor Zeiten zu einem Vogeltenhaus erbaut“

1893 bewirtschafteten Franz und Rosa Falkner die Schlosstaverne in Pacht.

1924 verpachtete der Ritter von Krenn das Haus an Franz und Rosa Falkner, die es dann als Gasthaus führten. Das Bier wurde aus Wesenufer aus der dortigen Brauerei Niklas geholt und wurde noch in den Eiskellern des Schlosses gelagert.

Im Jahr 1936 kauften Franz und Rosa Falkner das Haus. Ebenfalls erworben wurde mit dem umliegenden Gelände auch das Schankrecht der Schlosstaverne. Ursprünglich gehörte das Schankrecht der Herrschaft Marsbach zur Schlosstaverne, die sich im Untergeschoß des Hauptbaues an der Eingangsecke befand. Die Kaufsumme von 5.000 Schilling für das Schankrecht und 12.000 Schilling für das Jägerhäusl nebst Grund waren für die damalige Zeit ein ganz beachtlicher Betrag.

Bereits kurz nach dem Kauf des Hauses begann man mit dem Ausbau von zwei Fremdenzimmern für die Sommerfrische. Franz Falkner war Jäger und Pächter der Schlossjagd, Rosa Falkner führte das Gasthaus durch schwierige wirtschaftliche Zeiten.

Ende des Zweiten Weltkriegs übernahmen Maximilian und Anna Falkner das Gasthaus. Bis 1955 war das Mühlviertel russisch besetzt. Trotz dieser Widrigkeiten wurde weiter am Ausbau des Hauses gearbeitet.

1982 übernahmen die jetzigen Besitzer Maximilian und Simone Falkner das Haus und bauten es zum 4 Sterne-Hotel aus. Das Hotel ist Mitglied der Kooperation „Schlosshotels und Herrenhäuser“.[3]

Rosa Falkner 1936 vor dem Jägerhäusl. Das Dach ist schon neu eingedeckt, nach einem schweren Sturm.
Schloss Marsbach und Landhotel Falkner im Jahre 1960

Energie

Schon seit Anfang der 1980er-Jahre ist Umweltschutz und Energieeinsparung ein wichtiges Thema für das Landhotel Falkner.

Die wichtigsten Maßnahmen der letzten Jahrzehnte waren:

  • Solaranlage für das Hallenbadwasser (seit 1982)
  • Vollwärmeschutz (seit 1983)
  • Wärmerückgewinnung bei den Kühlanlangen (seit 1987)
  • Induktionsherd, der 66 % Energieersparniss gegenüber einer normalen Hotelküche bringt (seit 2003)
  • Moderne Pelletsheizung (seit 2007)
Regionalität und Nahversorgung

Biologische Lebensmittel aus der Umgebung sind der wichtigste Bestandteil in Küche und Keller.

Bekannte Gäste

Außerdem stellen die Künstler Gabriele und Alois Hain[5] regelmäßig ihre Werke im Landhotel aus.

Literatur

  • Mühlviertel Zwischen Donau und Böhmerwald, Der Bezirk Rohrbach (Herausgeber und Verleger: Regionalverein Donau-Böhmerwald, Auflage Juli 2001)
  • Heimatbuch Hofkirchen im Mühlkreis (Herausgeber und Verleger: Marktgemeinde Hofkirchen i. M., Gesamtherstellung: OÖ.Landesverlag Ges.m.b.H. Linz, Auflage 1985)
  • Älterwerden will gelernt sein, Hartmut Radebold und Hildegard Radebold (Klett-Cotta Verlag, September 2009, 288 Seiten, ISBN 978-3-608-94526-3)

Einzelnachweise

  1. http://www.donauleiten.com
  2. http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=472142&DstID=1374
  3. Schlosshotels & Herrenhäuser: Landhotel Falkner
  4. http://www.resi.at/resi-nr/gemeinden/hofkirchen/hofkirchen31523.htm
  5. http://www.hainag.com

Weblinks

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