Landtagswahlkreis Innviertel

Wahlkreis 2: Innviertel
Landtagswahlkreise Oberösterreich.svg
Staat Österreich
Bundesland Oberösterreich
Wahlkreisnummer 2
Sitz der Wahlbehörde Ried im Innkreis
Wahlberechtigte 154.681 (2009)
Wahlbeteiligung 79,1 %
Wahldatum 28. September 2009

Der Wahlkreis Innviertel (Wahlkreis 2) ist ein Wahlkreis in Oberösterreich, der die politischen Bezirke Braunau am Inn, Ried im Innkreis und Schärding umfasst. Bei der Landtagswahl 2009 waren im Wahlkreis Linz und Umgebung 154.681 Personen wahlberechtigt, wobei bei der Wahl die Österreichische Volkspartei (ÖVP) mit 49,2 % als stärkste Partei hervorging. Derzeit hat die ÖVP vier Grundmandate im Wahlkreis Innviertel inne, zwei Mandate entfallen auf die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ), ein Mandat hält die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Wahlkreis Innviertel wurde mit dem Gesetz Nr. 29 vom 18. März 1925 im Zuge der Änderung der Landtagswahlordnung vom 18. März 1919 geschaffen. Per Gesetz wurde der Wahlkreis aus den Gerichtsbezirken Braunau am Inn, Engelhartszell, Mattighofen, Mauerkirchen, Obernberg am Inn, Raab, Ried im Innkreis, Schärding und Wildshut gebildet, wobei Ried als Sitz der Wahlbehörde festgelegt wurde.[1] Hatte die Landtagswahlordnung von 1919 noch acht Wahlkreise vorgesehen, so war die Anzahl der Wahlkreise mit der Gesetzesänderung von 1925 auf vier reduziert worden. Der Wahlkreis Innviertel entstand dabei aus dem ehemaligen Wahlkreis Ried (Wahlkreis 4) und Teilen des ehemaligen Wahlkreises Schärding (Wahlkreis 5).[2] 1949 wurde das Gebiet des Wahlkreises schließlich mit Wahlkreis 13 der Nationalratswahlordnung gleichgesetzt, der jedoch dieselben Gerichtsbezirke umfasste.[3] Mit der O. ö. Landtagswahlordnungsnovelle 1967 wurde das Gebiet des Wahlkreises schließlich mit den politischen Bezirken Braunau am Inn, Ried im Innkreis und Schärding gleichgesetzt.[4]

Wahlergebnisse

Landtagswahlen in Landtagswahlkreis Innviertel 1985 bis 2009
Wahltermin GM* ÖVP SPÖ FPÖ GRÜNE Sonstige
6. Oktober 1985 Stimmenanteile (%) 58,01 30,22 8,20 1,43 2,15
9 Grundmandate 5 2 0 0 0
6. Oktober 1991 Stimmenanteile (%) 48,53 24,99 22,31 2,76 1,41
9 Grundmandate 4 2 2 0 0
5. Oktober 1997 Stimmenanteile (%) 45,05 21,65 25,77 4,47 3,07
9 Grundmandate 4 2 2 0 0
28. September 2003 Stimmenanteile (%) 49,18 31,22 12,31 6,60 0,69
9 Grundmandate 4 2 1 0 0
27. September 2009 Stimmenanteile (%) 50,60 19,60 18,87 6,96 3,98
9 Grundmandate 4 2 1 0 0

*GM = Anzahl der möglichen Grundmandate

Einzelnachweise

  1. Gesetz Nr. 29 vom 18. März 1925 betreffend die Abänderung der Landtagswahlordnung vom 18. März 1919 auf ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online
  2. Anhang zum Gesetz Nr. 24/1919 betreffend die Landtagswahlordnung auf ALEX
  3. Gesetz Nr. 31 vom 1. August 1949 über die Wahl des Landtages (Landtagswahlordnung) ALEX
  4. O. ö. Landtagswahlordnungsnovelle 1967 Gesetz Nr. 20 vom 9. März 1967 auf ALEX

Literatur

  • Verbindungsstelle der Bundesländer beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung: Wahlstatistik. Die Wahlen in den Bundesländern seit 1945. Nationalrat und Landtage. 8. Auflage, Wien 1994

Weblinks