Laura Rudas

Laura Rudas (2008)

Laura Rudas [ˈrudɒʃ] (* 10. März 1981 in Wien) ist eine österreichische Politikerin (SPÖ) und Abgeordnete zum Österreichischen Nationalrat.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Laura Rudas besuchte nach der Volksschule in Wien ein wirtschaftskundliches Realgymnasium, an dem sie 1999 maturierte. Anschließend studierte sie Politikwissenschaft[1] an der Universität Wien und spondierte im Jahr 2008[2] mit der Diplomarbeit „Soziale Selektion im österreichischen Schulsystem“[3].

Politische Laufbahn

Laura Rudas mit Werner Faymann (2008)

Nach ihrer Matura 1999 begann sich Rudas in der Wiener SPÖ-Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus zu engagieren und die SPÖ-Bezirksjugendgruppe aufzubauen. Von 2002 bis 2005 war sie Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Rudolfsheim-Fünfhaus. Darüber hinaus übt sie mehrere Funktionen auf Bezirksebene aus, so unter anderem im Bezirksfrauenkomitee und als Mitglied des Kinderfreundevorstandes im Bezirk.

Im Jahr 2003 war sie Bezirksrätin in Rudolfsheim-Fünfhaus. Von 2004 bis 2007 war Rudas Wiener Landtagsabgeordnete und Gemeinderätin. Mit 16. Jänner 2007 wechselte sie als Abgeordnete in den Nationalrat auf das Mandat von Doris Bures, die als Frauenministerin in die Regierung wechselte.[4] Von September 2007 bis November 2008 war sie Kinder- und Jugendsprecherin der SPÖ.

Am 24. November 2008 übernahm sie gemeinsam mit Günther Kräuter die Bundesgeschäftsführung der SPÖ.

Kritik

Laut dem Informationsdirektor Elmar Oberhauser soll Laura Rudas ihm nahegelegt haben, als zukünftigen TV-Chefredakteur des ORF den SPÖ-nahen Fritz Dittlbacher zu bestellen[5]. Laura Rudas selbst bestreitet eine derartige Einflussnahme. Weiters wurde ihr von Seiten diverser Tageszeitungen auch vorgeworfen bei der Vergabe von Parteiposten bzw. Partei nahen Posten, mit Vorliebe auf loyale Jugendfreunde zurückzugreifen. So machte Sie sich unter anderem für Niko Pelinka, Nedeljko Bilalic, Marcin Kotlowski und Raphael Sternfeld stark[6].

Familie

Laura Rudas ist die Tochter des österreichischen Psychiaters und Begründers der Wiener Psychiatriereform Stephan Rudas und Nichte des ehemaligen SPÖ-Bundesgeschäftsführers Andreas Rudas[4] und hat einen Bruder.

Weblinks

 Commons: Laura Rudas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Siehe Website von Laura Rudas. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  2. Siehe Biografie zu Laura Rudas auf der Website des österreichischen Parlaments. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  3. Laura Rudas: Soziale Selektion im österreichischen Schulsystem. 2008, abgerufen am 1. Oktober 2012.
  4. a b Siehe Datum 04/09. Abgerufen am 20. Juni 2010.
  5. ORF Journalisten protestieren entsetzt gegen Diktat von Parteisekreatriaten auf derStandard.at (abgerufen am 14. November 2010)
  6. [1]