Leipnik-Lundenburger

Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1867
Sitz Wien, OsterreichÖsterreich Österreich
Umsatz 900 Mio. Euro
Branche Mühlen
Website www.lli.at

Die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (kurz LLI) ist eine Holdinggesellschaft mit Sitz in Wien. Haupteigentümer der LLI sind die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.mbH mit 46,48 % sowie die Raiffeisen Zentralbank Österreich.

Bekannt ist das Unternehmen durch die Mehlmarken Fini's Feinstes und Farina mit denen sie in Österreich Marktführer sind.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahre 1867 wurde das Unternehmen als Produktionsgesellschaft für Zucker aus Zückerrüben in Leipnik auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik (damals Mähren) von Alfred Skene (I.) und August von Skene sowie Alexander von Schoeller, der auch die erste Leitung übernahm, gegründet. Nach raschem Wachstum wurde es unter Alexanders Nachfolger Sir Paul Eduard von Schoeller zu einem der führenden Zuckerhersteller in Österreich und notierte bereits 1893 erstmals an der Börse. Auf Initiative von Paul Eduards Nachfolger und Direktionsmitglied des Unternehmens Robert Schoeller und dessen Schwager sowie Präsident Richard von Skene kamen im Jahre 1921 die zur Lundenburger Zuckerraffinerien AG zusammengefassten Zuckerfabriken in Lundenburg, Wschetul und Kwassitz hinzu. Fünf Jahre später fand die Fusion mit der Dürnkruter Zuckerfabrik AG statt. Dafür verkaufte 1939 die Leipnik-Lundenburger ihre erst 1936 erworbene Beteiligung an der Zuckerfabrik Tulln. Noch bis 1943 hatte das Wiener Großhandels- und Bankhaus Schoeller & Co., die spätere Schoellerbank, die Aktienmehrheit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Zuckerbereich systematisch zurückgefahren um gleichzeitig den Mühlenbereich auszubauen. Dieser begann vor allem ab 1978 durch den Zukauf der „Ersten Wiener Walzmühle Vonwiller, Schoeller KG“ in Schwechat, deren langjähriger Gesellschafter Philipp von Schoeller anschließend von 1981 bis 1988 Präsident der Leipnik-Lundenburger wurde.

Eigentümer

Seit 1995 wurde das Unternehmen in eine Beteiligungsgesellschaft umgewandelt und firmierte nun unter dem Namen Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG. Als Haupteigentümer kamen jetzt die Raiffeisen-Holding Niederösterreisch-Wien und die Raiffeisen Zentralbank Österreich hinzu. Im Jahr 2001 und 2002 wurden aus taktischen Gründen die Aktien von der Börse genommen. Weiterer Eigentümer sind die UNIQA Versicherungen. Der ehemalige österreichische Finanzminister Josef Pröll wurde im Juli 2011 zum Vorstandssprecher des Unternehmens bestimmt.

Geschäftsbereiche

Heute werden folgende Mühlen durch die 2007 gegründete LLI Euromills GmbH verwaltet:

Mühlen

Österreich
  • Kauf der Vonwiller-Gruppe (1978), Getreidemühle in Schwechat, Ausbau 2011 um rund 12 Mio. Euro[2]
  • Kauf der Firma Farina (2000), Raaba
  • Minderheitsbeteiligung an den Fritsch Mühlen, Salzburg
    • Gesamtmarktanteil ca. 26 %
Ungarn
  • Kauf der Hungaromill (1995-2000)
  • Kauf der Pannonbabona-Gruppe (2001)
  • Zusammenfassung beider Unternehmen zu Pannonmill
    • Gesamtmarktanteil ca. 23 %
Rumänien
  • Kauf der Titan (98 %) (2007-2008)
    • Gesamtmarktanteil ca. 8 %
Bulgarien
  • Kauf der SofiaMel AD (95 %) (2007-2008)
    • Gesamtmarktanteil: ca. 17 %
Tschechien
  • Kauf der Unimills-Gruppe durch Vonmiller (2005)
    • Gesamtmarktanteil ca. 25 %
Deutschland
  • Kauf von 51 % der VK Mühlen AG (2003-2004)
    • Gesamtmarktanteil ca. 21 %

Beteiligungen

Einzelnachweise

  1. Hohe Getreidepreise belasteten Mühlenriese LLI auf Lebensmittelcluster vom 18. Mai 2011 abgerufen am 19. Mai 2011
  2. vonwiller.at: Vonwiller Österreichische Qualitätsmühlen: Großinvestition abgeschlossen, Presseaussendung vom 4. Oktober 2011

Weblinks