Leopold Dubois (Tänzer)

Leopold Dubois (* 10. Mai 1876 in Wien; † 15. Dezember 1948 ebenda) war ein österreichischer Balletttänzer und Choreograf.

Leben

Leopold Dubois d. J. war Sohn des Tänzers und Tanzmeisters Leopold Dubois d. Ä. († 13. Februar 1926), der noch an der Wiener Hofoper gewirkt hatte.

Leopold wurde schon als Kind in der Ballettschule der Wiener Hofoper ausgebildet, trat am 1. Februar 1893 sein Engagement an, debütierte 1902 als Solist und wurde Partner der von 1892-1905 als Primaballerina engagierten Irene Sironi (1872–1961). In den Jahren bis 1920 gab es kaum eine Ballettpremiere, bei der er nicht einen führenden Part tanzte. Auch auf zahlreichen Auslandsgastspielen repräsentierte er die Tanzkunst der Wiener Oper, von der er sich im Juli 1931 (Vertragsende: 1. September) verabschiedete [1].

Dubois erlangte auch durch seine Lehrtätigkeit Bedeutung. Seine Tanzschule hat ganze Generationen junger Wiener im Gesellschaftstanz unterrichtet und bei repräsentativen Bällen das Arrangement geleitet. Leo Dubois wirkte ferner als Lehrer an der Ballettschule der Oper und als Professor an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst.

Dubois wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt. Er ist Vater der Burgschauspielerin Lona (Leonie) Dubois (1923–1978) [2] und Großvater der Schauspieler Christopher Heinz sowie Florian Dubois.

Literatur

  • Neues Wiener Journal, 14. Februar 1926, S. 4.
  • Wiener Zeitung, 19. Dezember 1948, S. 5. (Ausführlicher Nachruf)
  • Wiener Rathauskorrespondenz, 13. Dezember 1958, Bl. 2501.
  • Wilhem Beetz: Das Wiener Opernhaus, 1955, S. 115ff.

Einzelnachweise

  1. Leo Dubois. Zu seinem Abschied von der Oper. In: Neues Wiener Tagblatt (Wochen-Ausgabe), Nr. 181 des LXV. Jahrgangs, laufende Nr. 23478, 3. Juli 1931, S. 9. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nwt.
  2. Burgschauspielerin Lona Dubois gestorben. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 07. September 1978, S. 14.