Leopold Friedrich Ludwig von Wietersheim

Leopold Friedrich Ludwig von Wietersheim (* 20. März 1701 in Wörbzig (Anhalt-Köthen); † 1. Mai 1761 auf Gut Wörbitz) war ein königlich preußischer Generalmajor und zuletzt Kommandierender des Altpreußischen Infanterieregiments S 56 (1756)).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Wietersheims Eltern waren Friedrich Kasimir von Wietersheim (* 7. September 1668; † 7. Februar 1737) und dessen Frau Reichsfreiin Dorothea Maria von Morstein (* 1676; † 17. November 1747). Zunächst wurde Leopold Friedrich Ludwig von Wietersheim zu Hause unterrichtet und ging dann 1715 auf das Pädagogium Halle. Ab 14. Oktober 1718 besuchte er die Friedrichs Universität. Seiner Körpergröße wegen überredete ihn Leopold von Anhalt-Dessau in sein Regiment zu kommen und so wurde er 1719 Fahnenjunker im Regiment Nr. 3 (Thadden). Im Jahr darauf wurde er Fähnrich. Im August 1723 versetzte man ihn in das Leibregiment Friedrich Wilhelms I.. Wietersheim war Hauptmann, als Friedrich II. 1740 König wurde. Im Juni des Jahres ernannte der König ihn zum Oberstleutnant und versetzte ihn in das Altpreußische Infanterieregiment Nr.39. 1741 wurde er nach Denim geschickt um das dortige Schwarzburgische Regiment zu übernehmen und im Mai 1742 wurde er dessen Kommandeur.

Im Mai 1743 ernannte ihn der König zum Oberst. In dieser Funktion führte er das Regiment aus dem Quartier in Soldin nach Böhmen. Ende des Jahres 1745 belagerte es Cosel. Am 18. Mai 1750 wurde er Generalmajor, blieb aber zunächst Kommandant des Regiments.

Am 30. September 1752 wurde er Leiter des Regiments Nr. 47 (Derschau). Im August 1756 mit Beginn des Siebenjährigen Krieges marschierte er nach Sachsen. Nach der Kapitulation der sächsischen Truppen in Pirna erhielt er das Regiment von Rochow, das aus gefangenen Sachsen bestand, zur Ausbildung. Es wurde nun das preußische Preußische Infanterieregiment S 50. Ende des Jahres 1757 wurde das Regiment aufgelöst und die Mannschaften verteilt. Als Samuel Adolph von Kalckreuth in Pension ging, bekam er dessen Regiment S 56, das ebenfalls aus Sachsen bestand. In der Schlacht bei Breslau kommandierte er das Regiment (Brandeis) und das Bataillon (Kalkreuth) am rechten Flügel der Formation. Anschließend führte er den Angriff auf Pillnitz und blieb dann das Jahr 1758 über in Sachsen. Im Dezember 1758 ging in er mit seinen Truppen nach Zwickau ins Winterquartier. Hier erkranke er schwer, so dass er dienstuntauglich wurde. Er erhielt 1759 seine Entlassung und zog sich auf sein Gut Wörbitz zurück. Dort starb er 1761.

Familie

Er war seit dem 5. Juni 1742 mit Henriette Sophie (von?) Saalfeld verheiratet, sie war die Tochter des Kriegs- und Domänenrats Saalfeld in Halle. Das Paar hatte mehrere Töchter, darunter:

  • Henriette
  • Henriette Sophia (1749–1751)
  • Friederike Magdalena Tugendreich (* 1747; † 3. Dezember 1827) ∞ 20. März 1767 in Wattmannshagen mit Balthasar Ludwig Christian von Wendessen (* 9. November 1724 in Lichtenberg, Meckl.-Strel.; † 5. Dezember 1797 Warschau)
  • Maria Anna Christiane (* 20. Januar 1743)
  • Ferdinanda Elisabeth Henriette Beata (* 13. Juli 1744)

Da seine Töchter nicht erbberechtigt waren, beerbte ihn sein Bruder Dietrich Christian (* 7. Februar 1703; † 24. August 1776).

Literatur

  •  Anton Balthasar König: Leopold Friedrich Ludwig von Wietersheim. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militärpersonen. Band IV, Arnold Wever, Berlin 1791, S. 226–228 (Leopold Friedrich Ludwig von Wietersheim in der Google Buchsuche).
  • Theodor Stenzel: Zur Genealogie der Familie von Wietersheim, in: Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde 8 (1880), S. 135–163

Weblinks