Leopold IV. von Habsburg

Leopold IV. der Dicke (* 1371; † 3. Juni 1411 in Wien), aus dem Hause Habsburg, war ab 1386 Herzog von Österreich, 1396 Graf von Tirol, ab 1406 herzöglicher Regent von Österreich.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er war der zweitgeborene Sohn von Leopold III., Herzog von Österreich, Steiermark und Kärnten.

1386 bis 1396 war er Herzog von Österreich. Zwischen 1396 und 1406, während der Regentschaft seines älteren Bruders Wilhelm des Ehrgeizigen nach dem Vertrag von Hollenburg mit ihrem Vetter Albrecht IV., war er herzöglicher Regent von Oberösterreich (Tirol und Vorlande). Nach Wilhelms Tod war er von 1406 bis 1411 herzöglicher Regent in Wien für seinen minderjährigen Neffen Albrecht V., den nachmaligen römisch-deutschen König. Sein Nachfolger in Tirol war Friedrich, der mit der leeren Tasche, vorher Regent in der Vorlande.

Er war verheiratet mit Katharina von Burgund (* 1378; † 1425), einer Tochter Philipps des Kühnen. Die Ehe blieb kinderlos.

Verteilung der Erblande 1411

Nach seinem Tod wurde Wien wieder frei für den Erben der Albertinischen Linie, Albrecht, der seinen Platz als Herzog von Österreich einnahm, Leopolds beide verbliebene jüngere Brüder (Leopoldinische Linie) teilten sich Inner- und Oberösterreich: Ernst der Eiserne blieb in Graz, Friedrich in Innsbruck.

Siehe auch

Literatur

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Albrecht III. Graf von Tirol
1396–1406
Friedrich IV.