Liebstattsonntag

Liebstattsonntag bezeichnet in Oberösterreich, insbesondere im Salzkammergut den vierten Sonntag der Quadragesima (Laetare).

1641 bestätigte der damals für Gmunden zuständige Passauer Bischof Leopold Wilhelm von Österreich die "Corpus Christi Bruderschaft" und gestattete ihr, am 4. Fastensonntag die Armen der Stadt zum gemeinsamen Mahl einzuladen und so ihre Liebe abzustatten.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der Brauch gewandelt. An die Stelle von Armenspeisungen traten Lebkuchenherzen, die als Dank für erhaltene Liebe verschenkt werden.

Ledige Burschen taten ihren Angebeteten mit einem Liebstattherz ihren Willen zur Verlobung kund.

Der Liebstattsonntag ist ein typisch oberösterreichischer Brauch. Neben den Gemeinden rund um den Traunsee werden auch in Bad Goisern, Hallstatt, Vorchdorf, Krenglbach, Bad Schallerbach, Laakirchen, Asten, Grein, Gallneukirchen, Alberndorf, Katsdorf und Schwertberg Lebkuchenherzen gebacken, verziert und verschenkt/verkauft.

Gegen jede Art von Schmerz hilft ein echtes Liebstattherz.