Limberg (Gemeinde Maissau)

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Limberg (Gemeindeteilf0)
Verwaltungssprengel
Limberg (Gemeinde Maissau) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Maissau  (KG Limberg)
Ortschaft Limberg
Koordinaten 48° 36′ N, 15° 52′ O48.596415.8647296Koordinaten: 48° 36′ N, 15° 52′ Of1
Höhe 296 m ü. A.
Einwohner d. stat. Erh. 355 (k.A. Hilfef3f0)
Fläche 3,76 km²dep1
Postleitzahl A-3721f1
Vorwahl +43/02958f1
Ortsvorsteher Johann Bratf1
Offizielle Website
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Limberg ist eine Ortschaft mit knapp 360 Einwohner (Stand 2011) in der Gemeinde Maissau im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Limberg liegt im Weinviertel zwischen dem Manhartsberg und dem Schmidatal . Durch das Dorf fließt der Schleinzbach. Bekannt ist Limberg durch den Bahnhof Limberg-Maissau und den Steinbruch der Firma Hengl.

Nachbarortschaften:

Straning
Burgschleinitz Nachbargemeinden Niederschleinz
Maissau Ravelsbach Unterdürnbach


Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

[1]

Sehenswürdigkeiten

Schloss Limberg

Dass das heutige Schloss erst zu Beginn des 17. Jhs. an Stelle eines Meierhofes, über den aber genaue Nachrichten fehlen, erbaut wurde, ist unwahrscheinlich, da es sich um einen unregelmäßigen Vierkantbau mit einem Turm und einem kleinen Arkadenhof handelt. Die bei der Renovierung 1982/83 zum Vorschein gekommene Jahreszahl 1570 weist auf das 16. Jh. hin. Es dürfte sich aber auch damals um eine Erweiterung des alten Meierhofes (oder Edelsitzes) und nicht um einen Gesamtneubau handeln, denn der westliche Teil weist Arkaden auf, der nördliche Teil aber nicht. Dieser Teil könnte der Gestaltung nach wesentlich älter sein. Nach anderen Quellen ist das Schloss im Kern spätgotisch und wurde um 1750 ausgebaut. Bei den Renovierungsarbeiten 1982/83 wurden im Mauerwerk zwei Löwenfiguren (romanischer Stil) gefunden, die man wahrscheinlich einst bei Ausbauarbeiten oder Instandsetzungen nach Kriegsverwüstungen einfach als Bausteine verwendet hatte. Sie befinden sich jetzt im Stift Altenburg und wurden sorgfältig restauriert. Ob sie von der alten Burg oder von dem einstigen Meierhof (Edelsitz) stammen, konnte nicht festgestellt werden. Löwenfiguren flankieren meist den Haupteingang eines Gebäudes oder Edelsitzes und symbolisieren die Wehrhaftigkeit des Besitzes.

Unweit des heutigen Schlosses, das an Stelle eines Meierhofes gebaut wurde, stand die alte "Veste Limburg zu Limberg". Sie war schon im 16. Jahrhundert verfallen und hatte wahrscheinlich das gleiche Schicksal wie die Burg in Sachsendorf und der Edelsitz in Naschendorf (beides auch Besitzungen der Zinken) erlitten. Die Burg war teilweise oder ganz von Wasser umgeben. In der Mappe von 1823 ist noch ein großer Teich eingezeichnet. Anfang dieses Jahrhunderts waren noch Teichreste vorhanden und es wuchs auf diesem Gebiet viel Schilfrohr. Bis zur Bachregulierung war der Grundwasserspiegel sehr hoch. Der Teich dürfte mit Resten der verfallenen Burg aufgeschüttet worden sein. Auf der Parzelle 68 wurde bei einer Brunnengrabung eine sehr starke Fundamentmauer gefunden. Sie leistete den Grabungsarbeiten so großen Widerstand, dass sich der Besitzer entschloss, den Brunnen an einer anderen Stelle graben zu lassen.[2]

St. Jakobs Kirche

Die Wehrkirche liegt im Ortsbereich auf einem an drei Seiten steil abfallenden Hügel, dessen Plateu mitsamt den sie umgebenden Friedhof einnimmt. Der Friedhof wird von mächtigen Steinmauern umgeben. Diese dienten als eine Art Verteidigungsmauer. Die Kirche ist dem Heiligen Jakobus dem Älteren geweiht. Über das Erbauungsjahr und das Weihedatum der Kirche fehlen jegliche Urkunden und Aufzeichnungen. Der Kirchenturm, der nach seiner Wucht und Mächtigkeit zu schließen einst als Wehrturm erbaut wurde, wurde erstmals bereits im 11. Jahrhundert datiert.[3]

Lettenbrücke

Die Lettenbrücke wurde im Zuge des Baus der Franz-Josefs-Bahn von Wien nach Pilsen errichtet. Der Stahlriese ist auffallend vor allem durch seine grüne Farbe. Die Lettenbrücke ist eine von sechs Brücken die benötigt wurden um den Zugverkehr durch Limberg zu ermöglichen. Von Wien kommend der Reihe nach befinden sich die "Bahnstraßenbrücke", die "Pfaffengrabenbrücke", die "Jandabrücke", die "Steinwegbrücke", die "Halterberg-Seitwegbrücke" und schließlich die "Lettenbrücke".[4]

Alte Kuh & Libellenteich

Genau an der Schnittstelle der Gemeinden Burgschleinitz-Kühnring, Maissau und Straning-Grafenberg entstand direkt vor dem Abgrund des Schotterwerkes ein ungewöhnliches Naturschutzprojekt. Auf dem mystischen Gelände an der Grenze von Wald- und Weinviertel wurde rund um den Jahrhunderte alten Wackelstein der "Alten Kuh" ein magischer Steinring nach dem Vorbild von Stonehenge errichtet. Das im Vorjahr mit Naturschutzpreis des Forum Rohstoffe & WWF ausgezeichnete Projekt der Firma Hengl wurde im September im Rahmen eines großen Eröffnungsfestes erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. 400 Menschen aus allen drei Gemeinden waren gekommen, um die "neue" Alte Kuh - in ihrer jetzigen Begleitung zu sehen.[5]

Die Heidenstatt

Die Heidenstatt ist ein großes Plateau, welches nach drei Seiten steil abfällt. Es befindet sich westlich von Limberg. Diese ehemalige Siedlungsstätte ist als Fundort bekannt. Diese Fundstellen erstrecken sich weit über die eigentliche Parzelle mit dem Flurnamen "Haidenstädt". Der Heimatforscher Johann Krahuletz gibt 1912 an, dass sich Spuren von Dämmen aus Granitsteinen gefügten Mauern verfolgen lassen. Auf der Heidenstatt wurden Funde der Steinzeit, Mondseekultur, Aunjetitzer Kultur, Hügelgräberkultur, Lausitzerkultur, Hallstätterkultur, La-Tène-Kultur und der slawisch-awarischen Zeit gefunden wurden und in den verschiedensten Mussen zu besichtigen sind (Naturhistorisches Museum Wien, Krahuletz-Museum Eggenburg, Höbarthmuseum Horn, Landesmuseum Wien). Den Funden zu beurteilen war die Heidenstatt eine der größten Siedlungen in der Region. Die Siedlung dürfte Ende des Mittelalters durch Brand zerstört worden sein. Gefunden wurden unter anderem Keramik, Topfscherben, Pfeilspitzen, Gussschalen, Ringe, Waffen, Werkzeuge, Mahl- und Schleifsteine sowie andere Metallgegenstände. In den achtziger Jahren wurden mehrwöchige Forschungsarbeiten durchgeführt. Man konnte herausfinden, dass die Heidenstatt bereits seit dem 4. Jahrhundert nach Chr. besiedelt war. Heute ist die Heidenstatt meist ungenütztes Grasland, von Wald und Gebüsch umgeben. Man kann auch heute noch kleine Bruchstücke von Gefäßen und ähnlichem finden.[6]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Historisches Ortslexikon Niederösterreich Teil 2. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Abgerufen am 16. März 2012
  2. Informationen über das Schloss Limberg. Homepage der Gemeinde Maissau. Abgerufen am 4. Juni 2012.
  3. Heimatbuch Limberg. Abgerufen am 4.Juni 2012
  4. Heimatbuch Limberg. Abgerufen am 4.Juni 2012
  5. Informationen über die alte Kuh in Limberg. Abgerufen am 4. Juni 2012.
  6. Heimatbuch Limberg Abgerufen am 4.Juni 2012