Liste der Orgeln in Salzburg

In der Liste der Orgeln in Salzburg werden sukzessive alle Orgeln im Land Salzburg erfasst.

Liste der Orgeln

Bezirk Gemeinde Ort/Katastral-
gemeinde
Kirche/
Gebäude
Bild Standort Orgelbauer Jahr Man. Reg. Bemerkungen
Hallein (Tennengau) Golling Torren Wallfahrtskirche St. Nikolaus
(6. Dezember)
Torren Rotenburger Orgel.JPG Westempore Vermutlich Leopold Rotenburger 1627 oder davor I 5 Das Instrument stand ursprünglich in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariæ Himmelfahrt am Dürrnberg. 1860 wurde es auf Betreiben von Felix und Franz Gruber durch ein anderes ersetzt und nach Torren verkauft. Das Positiv stellt die älteste Kirchen-Orgel Salzburgs dar.
Hallein (Tennengau) Hallein Stadt Hallein Bürgerspitalskirche
Hallein Bürgerspietalskirche 004.jpg Seitenempore Karl Mauracher 1839 I/P Franz Gruber schrieb, dass die Orgel durch Wohltäter, zu denen auch Erzbischof Schwarzenberg gehört hatte, errichtet wurde, damit die Schüler während der Schulmesse den Kirchengesang üben könnten[1].
Hallein (Tennengau) Hallein Stadt Hallein Musikhaus Hallein
Hallein 003.JPG Saal J. L. van den Heuvel 2009 II/P 11 [1]
Hallein (Tennengau) Hallein Stadt Hallein Stadtpfarrkirche zu den hll. Antonius dem Eremiten, (17. Jänner) und Hieronymus
Hallein Stadtpfarrkirche 003.JPG Westempore Gruber-Orgel Das Instrument ist im Moment stillgelegt, geplant ist ein Orgel-Neubau im alten Gehäuse, das zu diesem kongruent sein soll und auf dem überdies die süddeutsche Orgelmusik des 19. Jahrhunderts dargestellt werden kann.
Hallein (Tennengau) Hallein Dürrnberg Wallfahrtskirche Mariæ Himmelfahrt (15. August) am Dürrnberg
Dürrnberg 007.jpg Westempore Johann Nepomuk Carl Mauracher 1860 II/P 15 Auf Betreiben der Söhne Franz Xaver Grubers, Felix und Franz Gruber, wurde das Instrument aus gebrauchten Teilen hergestellt[2]. 1969 wurde die Orgel in unpassender Weise von Hermann Oettl verändert und wirkt derzeit stark sanierungsbedürftig.
Hallein (Tennengau) Scheffau am Tennengebirge Scheffau Filialkirche St. Ulrich
Orgel Scheffau 005.JPG Westempore Kögler 2010 II/P 15 Am 19. August 1879 wurde der Ankauf eines Positivs aus der Pfarrkirche Hallein bewilligt, da die bestehende Orgel recht schadhaft, fast unbrauchbar wird und auf jeden Fall deren Renovierung für das Vermögen der armen Kirche kostspielig würde[3]. Das Instrument aus dem Jahre 2010 ist somit die 3. nachgewiesene Orgel in der Scheffauer Kirche.
Salzburg (Stadt) Salzburg Altstadt Dom
Hauptorgel
Salzburger Dom Hauptorgel 03.JPG Westempore Metzler Orgelbau 1988 III/P 58 Das Gehäuse war 1702/03 nach einem Entwurfs-Modell, das von Lorenz Windpichler stammte, angefertigt worden, das Instrument selber baute Christoph Egedacher. Sein Sohn erweiterte dasselbe 1706 um zwei seitliche Pfeifenfelder und einem Manual. Disposition
Salzburg (Stadt) Salzburg Altstadt Franziskanerkirche
Marienorgel
Salzburg Franziskanerkirche Marienorgel.jpg Chorumgang Nord Metzler Orgelbau 1989 III/P 48 Disposition
Salzburg (Stadt) Salzburg Altstadt Franziskanerkirche
Heilig-Geist-Orgel
Metzler Orgelbau 2003 III/P 50 Disposition
Salzburg (Stadt) Salzburg Altstadt Franziskanerkirche
Antonius-Orgel
Roland Hitsch 2004 I/P 8 Disposition
Salzburg (Stadt) Salzburg Liefering Pfarrkirche Johann Pieringer II/P 15 Disposition
Salzburg (Stadt) Salzburg Neustadt, Linzergasse Sebastianskirche
Karl-Mauracher-Orgel St. Sebastian Salzburg 004.JPG Karl Mauracher 1828 I/P 12
Salzburg (Stadt) Salzburg Nonntal Erhardkirche (8. Jänner)
Wikipedia Nonntal 012.JPG Helmut Allgäuer 1984 I/P 14 Disposition
Salzburg (Stadt) Salzburg Riedenburg St. Paul Nelson-Orgel St. Paul Salzburg 002.JPG Karl Nelson Orgelbyggeri AB II/P 24 Disposition
Salzburg-Umgebung (Flachgau) Hallwang Hallwang Pfarrkirche Verschiedenes 056.JPG Westempore Johann Pieringer 2005[4] II/P 19 Disposition
Salzburg-Umgebung (Flachgau) Großgmain Großgmain Pfarr- und Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau auf der Gmain |Orgel in Großgmain.JPG Westempore Ludwig Mooser 1845 II/P 17 Die Orgel ist praktisch komplett erhalten, das Register Posaunbass 8' war von Mooser zwar vorgesehen, aber nicht geliefert worden. Im Jahr 2000 wurde das Instrument von Johann Pieringer restauriert und spät vollendet, indem er einen Posaunbass 8' nach historischem Vorbild nachbaute.
Salzburg-Umgebung (Flachgau) Oberndorf Stadtpfarrkirche zum hl. Nikolaus
Verschiedenes 051.JPG Hauptempore Rieger Orgelbau 1982 II/P 25 Der Linzer Dombaumeister Schlager hatte das Gehäuse für die 1912 errichtete Albert-Mauracher-Orgel entworfen. 1982 wurden die drei mittigen und gelblich verglasten Westfenster mit drei neuen Pfeifenfeldern zugebaut.
Salzburg-Umgebung (Flachgau) Oberndorf Maria Bühel Wallfahrtskirche Mariæ Heimsuchung Orgel Maria Bühel 007.jpg Hauptempore Ludwig Mooser 1857 I/P 8 Das alte Positiv mit vier Registern war 1857 ersetzt worden, nachdem die Gaßlbräuerin Katharina Metzger 600 Gulden für die Anschaffung der neuen Mooser-Orgel gespendet hatte. Das 1916 von Johann Josef Mertel (Hans Mertel) veränderte Instrument wurde 1994/94 von Fritz Mertel, einem Enkel von Hans Mertel, restauriert und auf den Zustand der Erbauung gebracht.[5]
St. Johann (Pongau) Filzmoos Filzmoos Pfarrkirche zu den hll. Petrus und Paulus
Filzmoos 1. 6, 2010 004.jpg Westempore Ludwig Mauracher 1858 I/P 8 Bis 1858 war ein Positiv mit vier Registern vorhanden, in diesem Jahr schrieb der Pfarrer, dass sich einheimische u. auswärtige Wohltäter herbeigelassen [hätten], zur Herstellung einer ganz neuen Orgel 600 fl. C. M. beytragen zu wollen[6]. (1991 Sanierung durch Fritz Mertel).
Zell am See (Pinzgau) St. Martin bei Lofer Kirchental Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau Geburt
Kirchental Matthäus Mauracher 003 korrigiert.JPG Hauptempore Matthäus Mauracher I. 1858 I/P 12 Bei der Restaurierung der Orgel im Jahre 2002 durch Johann Pieringer wurde die Disposition von 1858 wieder hergestellt, der Balg und das Wellenbrett von Albert Mauracher aus dem Jahre 1892 aber belassen.
Tamsweg (Lungau) Unternberg Schloss Moosham Burgkapelle
Schloß Moosham 028.jpg ca. 1720 I 4 Das Instrument war ursprünglich sicher in einem Raum mittig aufgestellt, um es von allen Seiten und mit den 4 bemalten Flügeltüren betrachten zu können. Ca. 1890 wurde es von Johann Nepomuk Wilczek angekauft und ist jetzt optisch ungünstig in einer Ecke positioniert.

Einzelnachweise

  1. Franz Gruber: Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner (Duyle’sche Buchhandlung am Mozartplatz) 1870, S. 59.
  2. Das Gehäuse stammte von der 1832 für Saalfelden errichteten Orgel, die Pfeifen aus der Hl.-Geist-Orgel des Salzburger Domes; Roman Matthias Schmeißner: Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg, Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 25ff.
  3. AES: Golling, Kasten 6, Fach 104, Faszikel 2 (Kopie aus Oeconomica 6/102).
  4. Neubau der Orgel in der Pfarrkirche Hallwang Sbg. Webpräsenz der Firma Orgelbau Pieringer, abgerufen am 20. Juni 2012.
  5. Roman Matthias Schmeißner: Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg. Dissertation Universität Mozarteum Salzburg 2012, S. 238–240.
  6. AES: Kasten 6, Fach 1, Faszikel 13 (Filzmoos, 16. Juli 1858).

Weblinks

 Commons: Pipe organs in Salzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien