Liste der Statthalter, Präsidenten und Landeshauptleute in Oberösterreich

Landeswappen von Oberösterreich

Die Liste der Statthalter, Präsidenten und Landeshauptleute gibt einen Überblick über die obersten Politiker und Beamten des Landes Oberösterreich (anfangs Österreich ob der Enns ).

Landesherren waren in dieser Zeit die amtierende Erzherzöge von Österreich, nach 1804 in Personalunion Kaiser von Österreich, nach 1867 von Österreich-Ungarn, sowie dessen Gattin, die Erzherzogin und Kaiserin von Österreich/Österreich-Ungarn. Oberster Lehnsherr war bis 1806 der Deutsche König, seit späteststens dem 16. Jahrhundert aber immer ein Habsburger in Personalunion. Seit 1918 ist das formale Staatsoberhaupt der amtierende Österreichische Bundespräsident, das Landesoberhaupt der amtierende Landeshauptmann.

Inhaltsverzeichnis

Landeshauptmänner im Land Österreich ob der Enns (1250er bis 1783)

Landrichter und Landeshauptmänner im Gericht ob der Enns (1254/1261 bis 1490)

König Ottokar II. Premysl, der Böhme, gestaltet 1252 bis 1261 das Land ob der Enns. Anfangs Provinz mit Richter (iudex provincialis), und dann Landgericht, entwickelt es sich zunehmend zum eigenständigen Territorium. Nach Ottokars Tod 1278 konsolidieren die Habsburger über zwei Jahrhunderte ihr Territorium im Ostalpenraum und an der böhmischen Südgrenze.

Ab 1282 amtiert ein Landmarschall in Österreich, dem der Landeshauptmann ob der Enns unterstellt ist. Es wird ein oberster Stellvertreter in den obderennsischen Gebieten eingesetzt, anfangs teils als Landrichter, teils als Hauptmann (capitaneus), mehr im Sinne eines militärischen Oberkommandanten, tituliert.[3] Für 1275 ist das erste mal ein eigener Landeshauptmann nachgewiesen,[4] und wird im 15. Jahrhundert ständig (wobei der Posten aber phasenweise in Personalunion vom Marschall von Österreich bzw. Hauptmann unter der Enns besetzt ist). Ab 1454 stellt das Land seinen eigenen Landtag auf, womit der oberste Beamte endgültig zum Landeshauptmann wird.
Der Landrichter/hauptmann wird vom Landesfürsten ernannt und vereidigt, agiert in dessen Befehl und Namen, und ist sowohl oberster Beamter der Verwaltung wie auch oberster Richter.[5] Er wird mit einem Installationskommisär den Landständen vorgestellt, die versprechen, ihm „gebührlichen Gehorsam“ zu leisten. Bei Vakanz der Hauptmannschaft wird ein Verwalter bestellt,[6] ab dem 16. Jahrhundert meist der Anwalt (Stellvertreter, im 16. Jh. auch kurzfristig als Verweser genannt).[7] Beigestellt waren der Landschreiber (Kanzleileiter),[8] der Vizedom (das Finanzorgan) und die Landräte, das Kollegium, die auch die Gerichtsbank (Beisitzer) stellten.[9]
Sitz war anfangs die Ennsburg, ab 1330 Burg Linz (verbunden mit Schlossherrschaft)
Mit Ende des 13. Jahrhunderts gewinnt das Amt auch erblichen Charakter, von 1288 bis 1478 besetzten die Walseer, treue Gefolgsmänner der Habsburger, das Amt über 200 Jahre.[10][11]

(folgende Liste ist lückenhaft)
  • Wok[o] von Rosenberg[2]
    nachher Landeshauptmann unter der Enns 1260-62
  • Konrad von Sum[m]erau
    Amtszeit: ab 1264 Landrichter der Provinz Oberösterreich (iudex Austriae superioris)[2]
    Burghauptmann zu Enns – gilt als erster Oberösterreichischer Landeshauptmann
  • Heinrich II., Markgraf von Hachberg (* vor 1231; † um 1297/98)
    Amtszeit (in Ausübung): wohl nach 1278 Hauptmann von Oberösterreich[2]
  • Ulrich II. von Kapellen († nach 1295)
    Amtszeit: 1279/81/83 – 1288 anfangs Hauptmann, unter Albrecht (nach 1282) Oberster Landrichter ob der Enns[2]
  • Eberhard IV.(II.) von Walsee († 1325)
    Amtszeit: ab 1288/91 Landrichter ob der Enns, ab 1288/1300? Landeshauptmann ob der Enns[3][2][11]
  • Eberhard V./III. von Walsee († 1371)
    Erste Amtszeit: ab 1322 Landrichter ob der Enns, Ende 1353 – Ende 1361 Hauptmann ob der Enns[12][11]
  • Jans [Hans] von Traun (zw. 1328 und 1378)
    Amtszeit: 1361 – 1369 Hauptmann ob der Enns[12][13]
  • Eberhard V./III. von Walsee († 1371) und Graf Ulrich von Schaunberg
    (Zweite) Amtszeit: 1369 – 1371 Hauptmann ob der Enns (Zweite Amtszeit des Eberhard)[12][11]
  • Wernhard von Maissau
    Amtszeit: 1373/74[12]
  • Heinrich VI. von Walsee († 1398)
    Amtszeit: 1375 – 1379 Landeshauptmann ob der Enns[11]
  • Reinprecht II. von Walsee († 1422)
    Amtszeit: 1380 – 1422[14] Hauptmann ob der Enns[15][11]
  • Reinprecht IV./III. von Walsee († 1450)
    Amtszeit?: 1440? – 18. März 1450? Hauptmann von Enns (auch Oberstmarschall in Österreich ab 1440)[11]
  • Johann von Schaunberg
    Amtszeit: bis 1452[16]
  • Wolfgang IV. von Walsee
    Amtszeit: ab 1452[16][11]
  • Wolfgang V. von Walsee († 1466/67)
    Amtszeit: ab 1465 Oberster Hauptmann in Österreich niederhalb und ob der Enns (auch Oberster Marschall von Österreich ab 1465)[11]
  • Reinprecht V./IV. von Walsee († 1483, letzter der Walseer)
    Amtszeit: bis 1478 Landeshauptmann ob der Enns[10][11]
  • Bernhard von Schärffenberg
    Amtszeit: 1478 – 1485[17]
  • Ulrich von Starhemberg
    Amtszeit: ab 1485[17]

Landeshauptmänner im Land (Fürstentum) Österreich ob der Enns (1490 bis 1620)

Schon 1458–63 regierte Erzherzog Albrecht VI. das Erzherzogtum Österreich ob der Enns eigenständig von seinem Bruder Friedrich III. in Wien, letzterer residierte 1484–1493 zu Linz (Wien von Corvinus erobert), und spricht das erste mal von einem Fürstentum Österreich ob der Enns. Dadurch gewinnt der Landesteil nominell den Status eines Herzogtums innerhalb des habsburgischen Niederösterreich, weil Friedrich für das ganze Österreich der Titel Erzherzog 1453 reichskräftig bestätigt hatte.
Spätestens nach 1490 erlangte der Landesteil Österreich ob der Enns eine gewisse Selbständigkeit im Heiligen Römischen Reich. Seit dieser Zeit hielten die Stände des Landes regelmäßig eigene Landtage in Linz ab, das 1490 zur Landeshauptstadt erhoben wurde (der erste oberösterreichische Landtag war schon 1452 in Wels abgehalten worden, 1457 einer auf Schloss Linz,[18] der erste gemeinsame ob- und unterderennsische Landtag war schon 1407/08 in Enns abgehalten worden[19]).

(folgende Liste ist lückenhaft)
  • Georg von Losenstein
    Amtszeit: ab 1494[20]
  • Wolfgang Jörger
    Amtszeit: 1513 – 1521[6][21]
  • Cyriak von Polheim
    Amtszeit: um 1524/25 (Anwalt/Verweser Sigmund Jagenreutter)[22]
  • Helfrich von Meggau (* 1510; † 1539)
    Amtszeit: 1533 – 1539[21]
  • Balthasar von Prösing
    Amtszeit: 1544 – 1559[23]
  • Georg von Männing
    Amtszeit: 1559 – 1570[23]
  • Dietmar von Losenstein († 1577)
    Amtszeit: um 1573 – 1577[6]
  • Ferdinand Helfrich von Meggau (* 1539; † 1585 in Linz)
    Amtszeit: um 1584[24]
  • Sigmund Freiherr von Lamberg-Orteneck-Ottenstein (* 1536, † 1616)[25]
    Amtszeit: 1590 – 1592[26]
    nachmalig Landmarschall Österreichs
  • Hans Jakob Löbl Freiherr von Greinburg
    Amtszeit: 1592 – 1602
    erster katholischer Landeshauptmann der Gegenreformation, Zweiter Oberösterreichischer Bauernaufstand 1595–97;[27] Anwälte: Veit Spindler, Hans Ruprecht Hegenmüller[28]
  • Johann [Hans] Ruprecht Hegenmüller von Tubenweiler/Dubenweiler (* 1572 in Wien; † 1633 in Wien)[29]
    Amtszeit: 1602 – 1603 als Anwalt in Ausübung (Anwalt seit 1601)[30]
    nachmalig geheimer Rat und Regierungskanzler der drei Kaiser Rudolf II., Mathias und Ferdinand II.
  • Hans Haim Freiherr von Reichenstein
    Amtszeit: 1603 – 1605 Verwalter der Landeshauptmannschaft[31][30]
  • Jakob von Mollart (* 1565)
    Amtszeit: 1606 – 1610[32]
  • Johann Babtist Spindler von Hofegg († vor 1647)
    Amtszeit: 1616 – 1619 Verwalter der Landeshauptmannschaft[31]

Statthalter während der kurbayer. Pfandherrschaft (1620 bis 1628)

Für acht Jahre ist Oberösterreich von Ferdinand II. an Bayern verpfändet, um die Kriegskosten im Dreißigjährigen Krieg, die für die kaiserliche Gegenreformation anfallen, zu decken: Das von Herzog und Kurfürst Maximilian I. von den protestantischen Ständen zurückeroberte Österreich ob der Enns wird diesem als Pfand gegeben. Ab Mai 1625 rebellieren jene gegen die katholische Herrschaft (Oberösterreichischer Bauernkrieg). Es amtierte ein österreichischer Offizier als kurbayrischer Statthalter.

  • 8. Oktober 1619: Vertrag von München über Kompensation der Kriegsausgaben
  • 20. August 1620: Übergabe des Landes an Bayern
  • Adam Graf von Herberstorff (* 1585 auf Schloss Kalsdorf bei Ilz; † 1629 auf Schloss Ort am Traunsee)
    Amtszeit: 20. August 1620 – 5. Mai 1628

Landeshauptmänner im Land (Erzherzogtum) Österreich ob der Enns (1628 bis 1748)

Per 1628 wird das Land wieder aus dem Pfand ausgelöst, und dem Erzherzogtum Österreich, seinerzeit Österreich ob und unter der Enns genannt, wiederangegliedert. Zuerst werden kaiserliche Kommissäre als Gubernatoren ernannt,[33] dann der vorherige bayerische Statthalter als Landeshauptmann eingesetzt.

  • 30. August 1628: Feierliche Amtsübernahme
Kommissäre (Gubernatoren)
Hans Heinrich von Sa[a]lburg Freiherr zu Falkenstein († 1633 in Wien)[34][33]
kaiserl. Kämmerer und Rat, dann Niederösterreichischer Regimentsrat[35]
Anton Franz Wolfradt (* 1582 in Köln; † 1639 in Wien)
Geheimer Rat, Präsident der Hofkammer, Abt von Kremsmünster
Johann Baptist Spindler von Hofegg (s.o.)
Hofkammerrat[35][36]
Amtszeit: 5. Mai 1628 – 30. August 1628
Landeshauptmann
(folgende Liste ist lückenhaft)
  1. Adam Graf von Herberstorff (s.o.)
    Amtszeit: 30. August 1628 – 11. September 1629
  2. Dreikollegium aus ältestem Landrat, Anwalt und Vizedom[6]
    1629
  3. Hans Ludwig Graf von Kuefstein
    Amtszeit: ab 1629[37]
  • Johann Paul Spindler von Hofegg
    Amtszeit: um 1632[38]
  • David Ungnad Graf von Weissenwolff
    Amtszeit: um 1656[39]
  • Helmhart Christoph Graf von Weissenwolff
    Amtszeit: um 1675[39]
  • Franz Joseph Fürst von Lamberg (* 1637; † 1712)
    Amtszeit: 1686 – 1712
  • Christoph Wilhelm Graf von Thürheim (* 1661; † 1738)
    Amtszeit: 1713 – 1738
  • Ferdinand Bonaventura Graf von Weissenwolff (* 1693; † 1781)
    Amtszeit: 1739 – September 1741

Landesleitung des kurbayr. Erzherzogtums Österreich ob der Enns (1741/42)

1741/42 Österreichischer Erbfolgekrieg:[40] Karl Albert, Kurfürst in Bayern ernennt sich zum Kaiser Karl VII., eignet sich den Titel des Erzherzogs von Österreich an und erhebt Anspruch auf Ober- und das südliche Niederösterreich. In einem Feldzug wird Linz (und auch Prag) genommen. Als Statthalter in Linz fungiert ein französischer General, als Vize-Statthalter[41] einer der kurfürstlichen Kämmerer, als Präsident[42] und als Landsynikus[43] (Protokollführer)[44] der Landstände bayernfreundliche Linzer Politiker.

  • 11. September 1741: Invasion bayerischer und französischer Truppen;
  • 15. September 1741: Einzug Kurfürst Karl Albrecht von Bayern in Linz;
  • 2. Oktober 1741: Huldigung der oberösterreichischen Stände für als neuen Landesherrn; Graf Weissenwolff flüchtet nach Wien
  • 13. Januar 1742: Rückeroberung von Linz
(Militär-)Statthalter
Henri François de Ségur[45] (* 1689; † 1751 in Metz)
Vizestatthalter
Karl Graf von Taufkirchen[46]
Präsident
Christoph Wilhelm Graf von Thürheim (s.o.)
(bleibt seitens der Stände formal bis Dezember 1742 im Amt)
Landschaftssyndikus
Dyonysius Adam Frideli
Amtszeit: 2. Oktober – 13. Januar 1742

Präsidenten und Landeshauptmänner (1742 bis 1783)

Bei der Übernahme wird zuerst ein Administrator und Präsident benannt[47] und dann der vorherige Landeshauptmann wiedereingesetzt.[48] Ab 1748 setzt Maria Theresia grundlegende Reformen zur Zurückdrängung der Stände, indem sie eine Rektifikations-Deputation einsetzt, und dann die Landesregierung als Repräsentation und Kammer installiert (Trennung von Verwaltung und Justiz, in diese Zeit fällt auch die und die Schaffung von Kreisämtern), mit einem Präsident als Leiter, der Landeshauptmann war nurmehr Leiter des Justizkollegiums.[49] 1754 kehrt man zum System der Landeshauptmannschaft zurück.

  • 16. April 1742: Einberufung eines Landtags
  • 18. Dezember 1742: Wahl eines Präsidenten durch die Stände
  • 25. Juni 1743: Erbhuldigung zu Prag (obderennsische Stände sind vorgeladen)
  • 22. April 1745: Frieden von Füssen, Maximilian III. Joseph von Bayern erkennt den Anspruch der Habsburger an
Administrator und [provisorischer] Präsident
  • Johann Georg Leo Freiherr von Hoheneck[50]
    Amtszeit: 24. Januar 1742 – 18. Dezember 1742
Landeshauptmann
  • Ferdinand Bonaventura Graf von Weissenwolff (* 1693; † 1781, s.o.)
    zweite Amtszeit: 18. Dezember 1742 – 26. September 1748
    Obrist Erb-Land Hofmeister
Präsident der Hofdeputation
  1. Franz Reinhold Graf von Andlern und Witten
    Amtszeit: 26. September 1748 – 18. Mai 1749 als Präsident der Hofdeputation in militari mixta contributionali et camerali
Präsident der Repräsentation und Kammer
  1. Franz Reinhold Graf von Andlern und Witten
    fortgesetzte Amtszeit: 18. Mai 1749 – 30. März 1754
Landeshauptmann
  1. Franz Reinhold Graf von Andlern und Witten
    fortgesetzte Amtszeit: 30. März 1754 – 1765
  2. Christian Wilhelm II. Graf von Thürheim
    Amtszeit: 1765 – 1. November 1783

Landespräsidenten und Statthalter des Kronlands Österreich ob der Enns (1783 bis 1918)

Nachdem 1779/80 das Innviertel im Frieden von Teschen erworben worden war, wurde 1783/84 das Land Österreich ob der Enns von Kaiser Joseph II. zum selbständigen Kronland erhoben (wenn auch die staatsrechtliche Stellung im Bezug zum Erzherzogtum Österreich bis 1861 unklar blieb). Die Landeshauptmannschaft und das ständische Verordneten-Kollegium wurden aufgehoben, ihre Geschäfte übernahm eine Regierung mit Präsident.[51]

Präsidenten der Landesregierung (1783 bis 1848)

In den Wirren der Napoleonischen Kriegen erklärte Franz II. 1804 das Kaiserthum Österreich (und war dann Franz I. von Österreich), und 1806 das Heilige Römische Reich und Deutsche Königtum für erledigt. Das Land Oberösterreich betraf das nur insoferne, dass formal die Unterstellung unter den Deutschen König hinfällig war, und der Österreichische Kaiser vollumfängliches Landesoberhaupt, womit auch die österreichische Erzherzogschaft (die ja nur auf Ober- und Niederösterreich mit Wien, sowie im weiteren Sinne die anderen Erblande, bezogen war) ihre staatsrechtliche Bedeutung zunehmend einbüsste.

  1. Christian Wilhelm II. Graf von Thürheim
    Amtszeit: 1. November 1783 – 1786
  2. Heinrich Franz Graf von Rottenhahn (* 1737; † 1809)
    Amtszeit: 1787 – 1791
  3. August Graf von Auersperg († 1827)
    Amtszeit: 1791 – 1805
  4. Johann Freiherr von Hackelberg zu Landau
    Amtszeit: 1806 – 1810
  5. Christian Graf von Aicholt (* 1754; † 1838)
    Amtszeit: 1810 – 1815
    1810–1812 provisorischer Leiter der Landesverwaltung nach dem 4. Napoleonischen Krieg (unterstand dem Statthalter von Niederösterreich unter und ob der Enns); Ende 1812 Präsident (wieder unabhängig)
  6. Bernhard Gottlieb Freiherr von Hingenau (* 1760; † 1833)
    Amtszeit: 1815 – 1827
  7. Alois Graf von Ugarte (* 1784; † 1845)[52]
    Amtszeit: 1827 – 1834
  8. Rudolph Fürst Kinsky von Wchnitz und Tettau (* 1802 in Prag; † 1836 in Linz)
    Amtszeit: 1834 – 27. Januar 1836
  9. Anton Philipp Graf von Skrbensky von Hrzistie (* 1789; † 1876)
    Amtszeit: 13. Juli 1836 – 1848

Statthalter (1849 bis 1861)

Verwaltungsreform 1849 nach der Revolution: Aufhebung der Grundherrschaften, Ende der ständischen Verfassung, Neugestaltung der politischen Verwaltung und der Gerichte (46 gemischte Bezirksämter ohne Trennung von Verwaltung und Justiz, in dieser Zeit auch Entstehung der Ortsgemeinden).[53]

  1. Alois Fischer (* 1796; † 1883)
    Amtszeit: 1. Januar 1849 – 4. Mai 1851
  2. Eduard Freiherr von Bach (* 1814; † 1884)
    Amtszeit: ab 4. Mai 1851
    da der Wechsel der Staatsform der Gesamtmonarchie für die Verwaltung des Kronlands ohne Bedeutung ist, bleibt er im Amt

Landeschefs und Landeshauptmänner (1861 bis 1918)

1861 wurde das Kronland Österreich ob der Enns im Rahmen der neuen Verfassung endgültig im Status eines eigenen Erzherzogtum bestätigt. Der erste vom Volk gewählte Landtag wurde Ende März 1861 gewählt, am 6. April konstituiert.
1867 wurde das Kaisertum Österreich nach dem Ausgleich in die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn umgewandelt – landesgeschichtlich spielte das nur insoferne eine Rolle, dass Oberösterreich nun zum Landesteil Cisleithanien, den im Reichsrat vertretenen Ländern, ab 1915 österreichischen Ländern gehörte.

  • 20. Oktober 1860: Oktoberdiplom (Verfassung für das Kaisertum in der Staatsform einer konstitutionellen Monarchie)
  • 26. Februar 1861: Februarpatent (Verfassung für die cisleithanischen Länder)
  • 21. Dezember 1867: Dezemberverfassung (Verfassung für die cisleithanischen Länder in Österreich-Ungarn)

Dabei wurde ein Landeschef als oberster Statthalter des Kaisers als Landesherr, und ein ihm unterstellter Landeshauptmann als oberster Vertreter des Landesparlaments eingerichtet.

Statthalter (Landeschef)
  1. Eduard Freiherr von Bach (s.o.)
    fortgesetzte Amtszeit: bis 22. Mai 1862
    aus der Zeit des Kaisertums im Amt
  2. Franz Freiherr von Spiegelfeld (* 1802; † 1885)
    Amtszeit: 28. April 1863 – 8. Januar 1867
  3. Eduard Graf Taaffe (* 1833; † 1895)
    Amtszeit: 8. Januar 1867 – 6. März 1867
  4. Ignaz Freiherr von Schurda (* 1822; † 1879)
    Amtszeit: 7. März 1867 – 24. Juli 1868
  5. Karl Sigmund Graf von Hohenwart zu Gerlachstein (* 1824; † 1899)
    Amtszeit: 24. Juli 1868 – 6. Februar 1871
  6. Sigmund Freiherr Conrad von Eybesfeld (* 1821; † 1898)
    Amtszeit: 19. Mai 1871 – 9. Oktober 1872
  7. Otto Freiherr von Wiedenfeld (* 1818; † 1877)
    Amtszeit: 9. Oktober 1872 – 5. August 1877
  8. Bohuslav Ritter von Widmann (* 1836; † 1888)
    Amtszeit: 9. Dezember 1877 – 12. August 1879
  9. Felix Freiherr Pino von Friedenthal (* 1826; † 1906)
    Amtszeit: 13. August 1879 – 14. Januar 1881
  10. Lothar Metternich-Winneburg (* 1837; † 1901)
    Amtszeit (in Ausübung): 14. Januar 1881 – 5. September 1881
  11. Philip Freiherr Weber von Ebenhof (* 1818; † 1900)
    Amtszeit: 5. September 1881 – 8. Juli 1889
  12. Franz Carl Graf Merveldt (* 1844; † 1916)
    Amtszeit: 9. Juli 1889 – 24. Juni 1890
  13. Viktor Freiherr von Puthon (* 1842; † 1919)
    Amtszeit: 24. Juni 1890 – 13. Februar 1902
  14. Arthur Graf Bylandt-Rheidt (* 1854; † 1915)
    Amtszeit: 13. Dezember 1902 – 1. Januar 1905
  15. Erasmus Freiherr von Handel (* 1860; † 1928)
    Erste Amtszeit: 20. Januar 1905 – 27. August 1916
  16. vakant
    27. August 1916 – 31. Januar 1917
  17. Rudolf Graf Meran (* 1872 in Graz ; † 1959 in Salzburg)
    Amtszeit: 31. Januar 1917 – 30. Oktober 1917
  18. Erasmus Freiherr von Handel
    Zweite Amtszeit: 20. Oktober 1917 – 2. November 1918
Landeshauptmann
  1. Dominik Lebschy (* 1799; † 1884)
    Amtszeit: 31. März 1861 – 15. Mai 1868
  2. Karl Wiser (* 1800 in Wien; † 1889 in Linz)
    Amtszeit (in Ausübung): 15. Mai 1868 – 24. Juni 1868
  3. Moritz Eigner (* 1822; † 1900)
    Erste Amtszeit: 24. Juni 1868 – 13. September 1871
  4. Julius Graf von Falkenhayn (* 1829 in Wien; † 1899 ebenda)
    Amtszeit: 13. September 1871 – 17. Dezember 1871
  5. Moritz Eigner
    Zweite Amtszeit: 18. Dezember 1871 – 9. September 1884
  6. Karl Grienberger (* 1824; † 1908)
    Amtszeit (in Ausübung): 9. September 1884 – 14. September 1884
  7. Leonard Achleuthner, Abt von Kremsmünster (* 1826; † 1905)
    Amtszeit: 14. September 1884 – 26. Januar 1897
  8. Michael Freiherr von Kast (* 1859; † 1932)
    Amtszeit: 26. Januar 1897 – 6. Mai 1898
  9. Alfred Ebenhoch (* 1855; † 1912)
    Amtszeit: 6. Mai 1898 – 30. Dezember 1907
  10. Ernst Jäger, CS (* 1866; † 1927) (* 1847; † 1929)
    Amtszeit (in Ausübung): 30. Dezember 1907 – 4. Mai 1908
  11. Johann Nepomuk Hauser, CS (* 1866; † 1927)
    Amtszeit: 4. Mai 1908 – 12. November 1918
    Fortsetzung des Amts in der Republik

Landeshauptleute im Bundesland Oberösterreich (1918/19 bis heute)

1918 wurde vorerst die Republik Deutschösterreich installiert, dann die Republik Österreich.

Die Amtsteilung der Landesführung der Monarchiezeit wurde im neu föderal organisierten Österreich wieder abgeschafft: Den Begriff Landeshauptmann in seiner heutigen Bedeutung gibt es erst seit der Gründung der Ersten Republik. Die österreichische Bundesverfassung räumt dabei dem Landeshauptmann eine besondere Stellung ein, als Chef der Landesregierung und formales Oberhaupt des Landes innerhalb der föderalen Verfassungsgestaltung. Demnach ist er der wichtigste Vertreter der Staatsgewalt auf Landesebene.

Landeshauptmänner von Oberösterreich (I. Republik/Ständestaat, 1919 bis 1938)

Für die Zeit bis zum Anschluss an Nazideutschland spricht man von 1. Republik Österreich.
Das Land wird nun endgültig Oberösterreich genannt, und ein Bundesland der neuen Republik.
Die Republik wird 1934 in den Dollfuß-Schuschniggschen Bundesstaat Österreich (den Ständestaat) umgewandelt. Die Landesordungen bleiben davon aber weitgehend unberührt, doch wurden 1936 alle Parteien in der Vaterländischen Front vereint, sodaß keine demokratische Kräfteteilung mehr herrschte.

  1. Johann Nepomuk Hauser, CS
    (Fortgesetzte) Amtszeit: 18. November 1918 – 8. Februar 1927
    aus der Monarchie ins Amt übernommen
  2. Josef Schlegel, CS
    Amtszeit: 23. Februar 1927 – 17. Februar 1934
  3. Heinrich Gleißner, VF
    Amtszeit: 1. März 1934 – 12. März 1938

Gauleiter des Reichsgaues Oberdonau (Deutsches Reich, 1938 bis 1945)

1938 bis 1945 war der Staat Österreich einschliesslich Landesverwaltung ausserkraft gesetzt, und wurde als Reichsteil Ostmark, ab 1942 Donau- und Alpenreichsgaue geführt. Während der Zugehörigkeit des Landes zum Deutschen Reich war der Gauleiter der höchste Repräsendant im Reichsgau Oberdonau (das war Oberösterreich, später mit den ehemals deutschsprachigen Gebieten im angeschlossenen Böhmen, wie sie 1919 also möglicher Teil Deutschösterreichs angestrebt worden waren).

  • 12. März 1938: Einmarsch der deutschen Truppen (Anschluss)
  1. August Eigruber, NSDAP
    Amtszeit: 14. März 1938 – 5. Mai 1945

Landeshauptleute von Oberösterreich (II. Republik, seit 1945) und Hochkomissare (1945–1955)

Seit der Wiederherstellung der Republik 1945 spricht man von 2. Republik Österreich.
Auch die Länder wurden wiederhergestellt, und unterstanden jeweils einem Hochkommissar der Alliierten Kontrollkommission für Österreich, Oberösterreich südlich der Donau gehörte zur Amerikanischen Besatzungszone, das Mühlviertel aber zur Sowjetischen Zone, dessen Hochkommissare noch eine Zivilverwaltung Mühlviertel einrichteten. Anfangs noch als provisorische Regierung seitens des Widerstandes installiert, setzte Bundeskanzler Renner freie Wahlen durch, und ab Herbst war die Landesvertretung demokratisch legitimiert. 1955 zogen die Besatzungsmächte ab.
1995 trat Österreich der Europäischen Union, was keine direkten Konsequenzen für die Landesverfassung hat.

Landeshauptmann
  1. Adolf Eigl, parteilos
    Amtszeit: 16. Mai 1945 – 25. Oktober 1945
  2. Heinrich Gleißner, ÖVP
    Zweite Amtszeit: 26. Oktober 1945 – 2. Mai 1971
  3. Erwin Wenzl, ÖVP
    Amtszeit: 3. Mai 1971 – 19. Oktober 1977
  4. Josef Ratzenböck, ÖVP
    Amtszeit: 19. Oktober 1977 – 2. März 1995
  5. Josef Pühringer, ÖVP
    Amtszeit: seit 2. März 1995
US High Commissioner
  1. Mark W. Clark 1945–1947
  2. Geoffrey Keyes 1947–1950
  3. Walter J. Donnelly 1950–1952
  4. Llewellyn E. Thompson 1950–1955
Sowjetischer Hochkommissar
  1. Iwan S. Konew 1945–1946
  2. Wladimir W. Kurassow 1946–1949
  3. Wladimir P. Swiridow 1949–1953
  4. Iwan I. Iljitschow 1953–1955

Siehe auch

Literatur

Mittelalter:

  • Max Weltlin: Beiträge zur Geschichte der Hauptmannschaft ob der Enns im 13. und 14. Jahrhundert. phil. Diss., maschinschr., Wien 1970, 99 S.
  •  Alois Zauner: Ergebnisse von fünfzig Jahren Forschung zur mittelalterlichen Geschichte Oberösterreichs. In: Gesellschaft für Landeskunde - Oberösterreichischer Musealverein (Hrsg.): Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins. 128a, 1983, S. 45–83 (pdf, landesmuseum.at).

Frühe Neuzeit:

  •  Gerhard Putschögl: Landeshauptmann und Landesanwalt in Österreich ob der Enns im 16. und 17. Jahrhundert. Erweiterte Fassung eines am 6. In: Mitteilungen des oberösterreichischen Landesarchivs. Bd. 9, 1968, S. 265-290 (Eintrag in Verbund Oberösterreichischer Museen: forum oö geschichte – Virtuelles Museum Oberösterreich. downloads pdf).

Einzelnachweise

Austrian Lands before 1918: Österreich ob der Enns (Austria above the Enns). Ben Cahoon: worldstatesmen.org, 2000
Ereignisse 1740 bis 1918. Zeittafel, Land Öberösterreich: land-oberoesterreich.gv.at > Unser Land > Landesgeschichte.
  1. König Rudolf I. von Habsburg verpachtet das Gebiet 1276 als zukünftige Mitgift seiner Tochter, an den Wittelbacher Herzog Heinrich (I.) von Niederbayern, dessen Sohn sie versprochen ist. Heinrich ist zu der Zeit auch als Statthalter (Vikar) in ganz Österreich eingesetzt ist, läuft aber 1278 zu Ottokar über. Nach der Schlacht von Dürnkrut verzeiht Rudolf Heinrich zwar, will die obderennsischen Lande aber nicht an Bayern fallen lassen, und zieht es wieder ein.
  2. a b c d e f g Lit.  Zauner: 1983, S. 56 (pdf S. 12).
  3. a b Lit.  Putschögl: 1968, S. 265 (1. pdf S. 4).
  4. Zibermeier: Noricum. S. 444. >Zitiert in  Putschögl: 1968, S. 266 (1. pdf S. 5).
  5. Lit.  Putschögl: 1968, S. 268 ff.
  6. a b c d Lit.  Putschögl: 1968, S. 267.
  7. Lit.  Putschögl: 1968, II., S. 275.
  8. Lit.  Putschögl: 1968, S. 274 (1. pdf S. 13).
  9. Lit.  Putschögl: 1968, S. 271 ff.
  10. a b Lit.  Putschögl: 1968, S. 283 (2. pdf S. 9).
  11. a b c d e f g h i j siehe Familienartikel Walseer
  12. a b c d Lit.  Zauner: 1983, S. 59 (pdf S. 15).
  13. vergl. Familienartikel Abensperg und Traun: Bedeutende Familienmitglieder
  14. Franz von Krones: Walsee, Eberhard v. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 5–16. (Familienartikel)
  15. Haider: Geschichte Oberösterreichs. S. 112.
  16. a b Lit.  Zauner: 1983, S. 62 (pdf S. 18).
  17. a b Lit.  Zauner: 1983, S. 63 (pdf S. 19).
  18. Hermann Wiesflecker: Österreich im Zeitalter Maximilians I. Die Vereinigung der Länder zum frühmodernen Staat. Der Aufstieg zur Weltmacht. Verlag für Geschichte und Politik, Wien 1999, ISBN 3-7028-0363-7, S. 70.
  19. Haider: Geschichte Oberösterreichs. S. 113.
  20. Lit.  Putschögl: 1968, S. 284 (2. pdf S. 10).
  21. a b Lit.  Putschögl: 1968, Fußnote 127), S. 287 (2. pdf S. 13).
  22. Lit.  Putschögl: 1968, Fußnote 74), S. 276/277 (1. pdf S. 14/15).
  23. a b Lit.  Putschögl: 1968, S. 286 (2. pdf S. 12). Sowie Fußnote 121), ebenda.
  24. Lit.  Putschögl: 1968, Fußnote 89), S. 279/280 (2. pdf S. 5/6).
  25. Anton Rolleder: Genealogie der Familie Lamberg. Steyr 1912, [maschinschr.] Manuskript im Oö. Landesarchiv. Zitiert in Lamberg. In Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  26. Lit.  Putschögl: 1968, S. 285 (2. pdf S. 11).
  27. vergl. Luther und Oberösterreich, OÖNachrichten, 30|08|2008
  28. Lit.  Putschögl: 1968, Fußnote 87), S. 279 (2. pdf S. 5).
  29.  Rudolf Schierer: Die Barone Hegenmüller von Dubenweiler zu Albrechtsberg (bei Melk — Loosdorf). Ihr Aufstieg und Untergang. Ein Beitrag zur Geschichte der Heimat. Eigenverlag, St. Pölten o.A., Johann Ruprecht Hegenmüller, S. 3–7 (pdf, hades.mzk.cz).
  30. a b Lit.  Putschögl: 1968, S. 276 ff, 289 (1. pdf S. 15f; 2. pdf S. 4f).
  31. a b genannt in: Thomas Winkelbauer: Fürst und Fürstendiener: Gundaker von Liechtenstein, ein österreichischer Aristokrat des konfessionellen Zeitalters. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 1999, ISBN 9-78348664837-9 (= Band 34 von Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung: Ergänzungsband), S. 42 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche)
  32. Lit.  Putschögl: 1968, Fußnote 121), S. 286 (2. pdf S. 12).
  33. a b genannt in Johann Nepomuk Schwerdling: Geschichte des uralten und seit Jahrhunderten um Landes. gedruckt bey Jos. Feichtinger's sel. Witwe, 1830, 329. Frau Anna Dorothea, S. 267 (Google eBook, vollständige Ansicht in der Google Buchsuche)
  34. genannt in: Jakob Christoph Beck, August Johann Burtorff, Jakob Christoph Iselin: Neu-vermehrtes Historisch- und Geographisches Allgemeines Lexicon. Verlag Brandmüller, 1744, Band 1, Eintrag Salburg II.(A), S. 83 (Google eBook, vollständige Ansicht in der Google Buchsuche).
  35. a b Hofstaatsverzeichnisse: Hofstaat Kaiser Ferdinand II 1627. In: Patronage- und Lientelsysteme am Wiener Hof. (Startseite). Universität Wien – Institut für Geschichte.
  36. ab 6. Juli (Dekret vom 1. Juli) mit Constantin Grundemann von Falkenberg auch kaiserlicher Kommissär für die Übernahme des Salzkammerguts. Erwähnt in: Franz Hufnagl: Die Maut zu Gmunden: Entwicklungsgeschichte des Salzkammergutes. Böhlau, Wien 2008, ISBN 9-78320577762-5.
  37. Lit.  Putschögl: 1968, S. 287 (2. pdf S. 13).
  38. Lit.  Putschögl: 1968, Fußnote 95), S. 282 (2. pdf S. 8).
  39. a b Lit.  Putschögl: 1968, Fußnote 25), S. 276 (1. pdf S. 7).
  40. Maria Theresia. Land Öberösterreich: land-oberoesterreich.gv.at > Unser Land > Landesgeschichte.
    Gustav Otruba: Die Erbhuldigungen der oberösterreichischen Stände 1732 - 1741 - 1743. Eine Studie zur Geschichte des Treueverhaltens von Klerus, Adel und Bürgertum gegenüber Karl VI., Karl Albert und Maria Theresia. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs Bd. 16, 1990, III. Der Tod Karls VI, die Pragmatische Sanktion, die Erbansprüche der Wittelsbacher und die Erbhuldigung (1741). S. 161–191; IV. Die Rückeroberung des Landes Ob der Enns durch Khevenhüllers königliche Truppen und die Bestrafung der Treulosen. S. 191–204; V. Aus den Akten der Untersuchungskommission: Gnadengesuche und Rechtfertigungschreiben. S. 204–191 [gesamter Betrag S. 135-301]. (Eintrag in Verbund Oberösterreichischer Museen: forum oö geschichte – Virtuelles Museum Oberösterreich. downloads pdf)
    zeitgenössische Quellen:
    • Churbairisches Manifest. München, 1741. Quart, 1 Bd. B. P.
    • Oesterr. Erbfolgekrieg, Gründliche Ausführung Vnd Klarer Beweiss derer dem durchlauchtigsten Chur-Hause Bayern zustehenden Erbfolgs- und sonstige Recht-Ansprüche auf … Oesterreich, Böhmen u. s. w., Fol., München 1741.
    • Erbfolgekrieg 1742 bis 1743, Diarium vnd respective Umbständlich - Nach möglicher Kürze Verfasste - Wahrgegründe denkhwirdige Beschreibung des Bayrisch- Vnd französischen Vngerecht-feindichen Einfalls in allhiessiges Erzherzogthumb Oesterreich ob der Ennss. Im Jahr 1741. Dan Was Sich in den darauf folgenden zweyen Jahren 1742 und 1743 Vor- In- Vnd nach der, Von der Königlich Hungarisch Vnd Oesterreichischen Armee Belagert Vnd Wider Eroberten Stadt Lintz begeben Vnd zuegetragen. Mscr. des Museums Nr. 181, Sammelband.
    • G. A. Hoheneck: dass Bekriegte dermalen aber, Nach villen ausgestandenen Kriegs Trangsallen, Wiederumen Beruechigte Erzherzogthum Oesterreich ob der Enns. (1740 bis 1745.) Mscr. des Museums Nr. 88/c und Nr. 142. (Eintrag in forum oö geschichte)
  41. erwähnt in Hoheneck: dass Bekriegte …, Aufstellung Den von ersten bis dreiundzwanzigsten Januario aber in ersagter bloquiert und endlich belagerten Stadt mit eingestörter Adel ist folgender gewesen, letzter Eintrag; OÖLA: Schlüsselberg Bd. 18, S. 206 ff (229 f, 268); zitiert in Otruba 1990, S. 199 (4. pdf, S. 4).
  42. Hoheneck. OÖLA: Schlüsselberg Bd. 18, S. 207, 208; in: Otruba 1990, S. 199 (4. pdf, S. 4).
  43. Otruba 1990, S. 200 (4. pdf, S. 5)
  44. vergl. Land=Syndikus. In: Johann Georg Krünitz: Oeconomischen Encyclopädie. 1773–1858, 63, S. 502 (online kruenitz1.uni-trier.de). Landsyndikus. hoher landständischer Beamter. Deutsches Rechtswörterbuch (online Uni Heidelberg)
  45. vergl. en:Henri François, comte de Ségur, Wikipedia
  46. Angegeben in: Gottlieb Schumann Jährliches genealogisches Hand-Buch, Verlag Gleditsch, 1747, S. 175 (Google eBook, vollständige Ansicht in der Google Buchsuche)
  47. Otruba 1990, S. 200 (4. pdf, S. 5)
  48. Wahl durch den Herrenstand, OÖLA: Schlüsselberg Bd. 18, S. 235. Zitiert in Otruba 1990, S. 214 (4. pdf, S. 19)
  49. Handbillet aus Schönbrunn d.d. 1749 am 1. Mai
  50. Sohn des Genealogen und Historikers Johann Georg Adam von Hoheneck
  51. Joseph II.. Land Öberösterreich: land-oberoesterreich.gv.at > Unser Land > Landesgeschichte.
  52. Wurzbach: Ugarte, Alois Graf. In: Biographisches Lexikon. Band 48. Wien 1883, S. 230–232.; Ugarte, Alois Graf von und zu im ADB/NDB-Register
  53.  Franz Satzinger: »Vöcklabruck« Stadtgeschichte - Von den Anfängen bis 1850. Die landesfürstliche Stadt Vöcklabruck im Attergau im Spannungsfeld zwischen Bayern und Österreich von den Anfängen bis 1850. Kilian Verlagsges.m.b.H., Vöcklabruck November 2006, ISBN 3-901745-16-5, Kapitel 12 Die Revolution von 1848 und ihre Auswirkungen auf das Ende der Stadtmagistrate und Patrimonialherrschaften, Abschnitt Die Verwaltungsreform im Zeichen des Neoabsolutismus (Auszug, pdf, voecklabruck.at, abgerufen am 8. September 2011).
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