Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Gams

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Gams enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Bad Gams im steirischen Bezirk Deutschlandsberg, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Katholische Pfarrkirche Hl. Bartholomäus
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Katholische Pfarrkirche Hl. Bartholomäus
ObjektID: 3678
Status: § 2a
Bad Gams
Standort
KG: Gams
GstNr.: .1
Die Kirche ist urkundlich 1382 erwähnt, der bestehende Bau wurde nach einem Brand 1660 in den Jahren 1727–1735 errichtet. Restaurierungen erfolgen 1965 und 1969/70. Der spitze Turmhelm wurde 1972 restauriert auf Grundlage einer Konstruktion aus 1868. Eine Glocke stammt aus 1551, der Zeit der Neuerrichtung der Kirche nach Zerstörungen durch die Türken. Die heutige Inneneinrichtung stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Die Kirche liegt auf einem Grundstück der EZ 43 KG 61207 Gams.
Pfarrhof
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Pfarrhof
ObjektID: 3681
Status: § 2a
Bad Gams 1
Standort
KG: Gams
GstNr.: .2
Der Pfarrhof stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Er liegt auf einem Grundstück der EZ 278 KG 61207 Gams.
Joslannerl-Kapelle (Rosmann-Kapelle)
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Joslannerl-Kapelle (Rosmann-Kapelle)
ObjektID: 3695
Status: Bescheid
gegenüber Bergegg 23
Standort
KG: Bergegg
GstNr.: 329/12
Die Kapelle wurde auf der Grundlage eines Gelübdes zur hl. Maria von Luschari nach einer Krankheitsepidemie erbaut (Stiftungsinschrift beim Altar) und ist an den Außenwänden mit Kreuzwegbildern geschmückt.
Sie liegt an der Grandlwirtstraße nördlich der Straße oberhalb des Ortes Bad Gams auf einem Grundstück der EZ 23 KG 61207 Gams.
ehemaliges Herrenhaus, Wohnhaus
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ehemaliges Herrenhaus, Wohnhaus
ObjektID: 3679
Status: Bescheid
Furth 11
Standort
KG: Furth
GstNr.: .19
Das Gebäude ist ein Wohnhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil, in dem damals eine Vielzahl von bäuerlichen Wohnhäusern der Weststeiermark und in der Umgebung von Graz errichtet wurden. Die Bauweise wurde durch die damalige k. k. Landwirtschaftsgesellschaft gefördert. Diese Gesellschaft ist eine Vorläuferin der Landwirtschaftskammer, sie wurde 1819 auf Anregung von Erzherzog Johann gegründet. Die von ihr unterstützten Neubauten von Bauernhäusern werden danach auch „Erzherzog-Johann-Häuser“ genannt.[2]
Das Gebäude liegt östlich der Straße von Bad Gams nach Frauental im Süden von Bad Gams, Ortsteil Furth, auf einem Grundstück der EZ 10 KG 61206 Furth.
Baderhaus, Ansitz mit Bildstock
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Baderhaus, Ansitz mit Bildstock
ObjektID: 3685
Status: Bescheid
Furth 14
Standort
KG: Furth
GstNr.: .2/2; 70
Das Gebäude ist ein Wohnhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil der „Erzherzog-Johann-Häuser“.[2] Charakteristisch ist der portikusartig durch Säulen gestaltete überbaute Torbereich.
Das Gebäude wird auch als Brabeck-Haus bezeichnet. Es wird für das Buddhistische Zentrum Bad Gams benützt.[3] Das Haus liegt in der Nähe Dorfhotels Fernblick auf Grundstücken der EZ 14 KG 61206 Furth.
Grabhügel bei vlg. Höchkiegerl
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Grabhügel bei vlg. Höchkiegerl
ObjektID: ArD-6-010
Status: Bescheid
Hof vlg. Hochkiegerl Niedergams
Standort
KG: Niedergams
GstNr.: 612; 613/2
An der Fundstelle befinden sich ein großer und ein kleiner Grabhügel. Der große Hügel hat einen Durchmesser von rund 30 Metern, er ist vier Meter hoch. Dieser Hügel („Höchkiegerltumulus“) wird als Dromosgrab beschrieben, er enthielt einen kleinen gemauerten Bestattungsraum von 2 mal 2 Metern, zu dem ein ungefähr 2,5 Meter vorgelagerter Zugang (Dromos) führte. Die in ihm vorgenommene Bestattung wird auf das Ende des 3. oder den Beginn des 4. Jahrhunderts n. Chr. datiert (römische Kaiserzeit). Vor diesem Hügel wird durch Vergleich mit ähnlichen Grabanlagen eine etwa zwei Meter hohe Stele angenommen, deren Basis aufgefunden wurde. Dieser Stelenfuß wurde im Park beim Gemeindeamt Frauental aufgestellt. Im Hügel befand sich eine weitere Bestattung aus der Zeit um das 4. oder 5. Jahrhundert. Reste einer Bronzefibel werden als Hinweis auf die Bestattung einer Frau gedeutet. Die Grabanlage ist stark beschädigt und vollständig geplündert. Sie wurde (nachdem bereits die zusätzliche Beisetzung in der Antike Schäden verursachte) um 1930 nach heutigen Begriffen unsachgemäß geöffnet, wobei eine Reihe von Tongefäßen gefunden worden sein soll, deren Verbleib unbekannt ist. Weitere Schäden entstanden 1987 durch den Bau eines Weges, sodass bei einer Grabung 2000 nur Reste der Grabkammermauern und des Dromosbodens, Tonscherben und Holzkohlenreste aufgefunden wurden, die keine genaue Datierung oder detailliertere Erklärung der Gräber erlaubten. Diese Grabung umfasste nur das Fundstellenareal auf dem Grundstück 149/1.[4][5] Der Grabhügel ist als Bodenerhebung sichtbar, er liegt in einem mit Wald und Gebüsch bedecktem Gebiet, in der Natur sind keine Details erkennbar.
Die Fundstelle liegt etwa 100 Meter nordwestlich der Straßengabelung (Richtung Frauental, Deutschlandsberg bzw. Gams) im Süden eines mit Geländefahrzeugen befahrbaren, teilweise verwachsenen Waldweges auf Grundstücken der EZ 89 KG 61229 Niedergams. Die südliche Fortsetzung der Fundstelle liegt auf dem angrenzenden Grundstück in der KG Laßnitz der Gemeinde Frauental.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[6] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

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Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seite 133 (noch unter dem früheren Namen „Gams ob Frauental“).

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. a b Viktor Herbert Pöttler: Die bäuerlichen Siedlungsformen sowie Bauernhaus und -Hof in der Steiermark. In: Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seite XXI (Einleitungsteil).
  3. Buddhistisches Zentrum Bad Gams.
  4. Jörg Fürnholzer: Feststellungsgrabung im römerzeitlichen Grabhügel beim Gehöft vulgo Höchkiegerl, Frauental an der Laßnitz, Steiermark. Fundberichte aus Österreich. Band 43, Jahrgang 2004. Wien 2005. Seiten 441-458.
  5. Christoph Gutjahr: Ur- und Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie. Seite 38 (mit mehreren Plänen zur Lage und Fundzeichnungen). In: Helmut-Theobald Müller (Hrsg.), Gernot Peter Obersteiner (wissenschaftliche Gesamtleitung): Geschichte und Topographie des Bezirkes Deutschlandsberg. (Bezirkstopographie). Graz-Deutschlandsberg 2005. ISBN 3-901938-15-X. Steiermärkisches Landesarchiv und Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg 2005. In der Reihe: Große geschichtliche Landeskunde der Steiermark. Begründet von Fritz Posch†. Erster Teilband, Allgemeiner Teil.
  6. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
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