Liste der denkmalgeschützten Objekte in Greifenburg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Greifenburg enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Greifenburg.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
BW Datei hochladen Kath. Filialkirche Hl. Dreifaltigkeit
ObjektID: 61345
Status: § 2a
Amlach 24
Standort
KG: Bruggen
GstNr.: .24
Die Filialkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit ist ein zweiachsiger Saal mit 4/8-Schluss, der aus der Zeit um das Jahr 1700 stammt. Das Gebäude hat eine nördlich angebaute Sakristei und wird von einem Dachreiter mit Spitzhelm bekrönt. Die Glocke stammt aus dem 15. Jahrhundert. Im Westen befindet sich ein großes Vordach, welches auf Holzstützen ruht. Vom flach gedeckten mit vier hohen Rundbogenfenstern versehenen Schiff gelangt man über den rundbogigen Triumphbogen in den Chor mit gotisierenden Gratgewölbe.

Der Hochaltar wurde um 1670 gefertigt und ist mit reichem Knorpelwerkdekor versehen. Er zeigt eine Schnitzgruppe, welche die Heilige Dreifaltigkeit darstellt, und im Oberbild den Heiligen Michael. Beide Seitenaltäre stammen vom Ende des 17. Jahrhunderts; im linken befindet sich eine Figur, die Heilige Maria als Himmelskönigin darstellend, im rechten der Heilige Augustinus. Auf der Empore ist ein großes Votivbild sichtbar, das mit der Jahreszahl 1739 und „Johan Bürkhebner, Und seine 3 Weiber und 18 Kinder“ bezeichnet ist. Es zeigt in der Tradition des 16. Jahrhunderts stehend, knieende Figuren mit dem Hintergrund von Greifenburg. Ein zweites Votivbild befindet sich rechts neben dem Eingang mit der Darstellung enes Fuhrwerksunfalles.[2]

BW Datei hochladen Ehem. Hieronymitanerkloster, Pfarrhof
ObjektID: 108208
Status: § 2a
Waisach 1, 15
Standort
KG: Bruggen
GstNr.: .56/1; .56/2
Das Hieronymitanerkloster wurde 1746 gegründet, jedoch bereits im Jahr 1786 wieder aufgehoben. Im Gebäude befindet sich die dem Göttlichen Christkind geweihte Kapelle, an deren Flachdecke sich ein Gemälde des Heiligen Abendmahles befindet. Die zwei Altäre stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.[3]
Kath. Pfarrkirche hl. Nikolaus mit ehem. Friedhof Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Nikolaus mit ehem. Friedhof
ObjektID: 63671
Status: § 2a
Waisach 57
Standort
KG: Bruggen
GstNr.: .57
Schloss Greifenburg
Datei hochladen
Schloss Greifenburg
ObjektID: 34358
Status: Bescheid
Gnoppnitzstraße 1
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: .148
Anlage aus viergeschoßigem Schlossbau im Norden, im Kern späthochmittelalterliche Burg der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und sogenannter Unterer Burg, einer zweiten Burganlage oberhalb der Pfarrkirche. Vorburg und Untere Burg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bastionsartig zusammengebaut. Erweiterung des ehemaligen Burghofes und Ausbau der Burg zu einem Schloss, Eingang auf die Süd-Seite verlegt. Mächtiger Bau 1676 unter Krüppelwalmdach und Türmchenerker. Inschrift 1676 des Grafen Georg Niklas von Rosenberg und seine Gemahlin Sidonia. Anfang des 19. Jahrhunderts Ausbau des obersten Geschoßes und neue Fassadengestaltung, Anlage eines Gartens vor der Hauptburg. Haupttor mit Inschrift Fürst Franz Orsini Rosenberg Anfang des 19. Jahrhunderts Verwendung als Gerichtsgebäude. Vorburg, hakenförmiger Nebentrakt im Norden teilweise abgebrochen. Neuadaptierung seit 1972, 1983 teilweise Freilegung des östlichen Abschnittes der Basteimauer und gequaderter Ost-Ecke (Gesamtbereich mit unterirdischen Räumen). In den letzten Jahren rustizierte Fenstergewände des 17. Jahrhunderts an der Nord-Seite des Schlosses freigelegt, Gesamtrestaurierung 1980-84, 1998 Anbau.
Aufnahmsgebäude und Stellwerk
Datei hochladen
Aufnahmsgebäude und Stellwerk
ObjektID: 61838
Status: Bescheid
Greifenburg
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: 548/1
Das Aufnahmegebäude des Bahnhofs Greifenburg wurde 1871 errichtet und besteht aus einem zweigeschossigem Quertrakt über einem rechteckigem Grundriss. Der Quertrakt ist von einem Satteldach gedeckt und weist holzverschalte Giebel auf. Die Steinfassade wird durch glatte Fensterumrahmungen akzentuiert.

Das Stellwerk befindet sich westlich des Aufnahmegebäudes und wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Der eingeschossige. von einem Satteldach gedeckte, Holzriegelbau ruht auf einem Steinsockel. Die Fenster sind großflächig und kleingesproßt.[4]

Kath. Pfarrkirche hl. Katharina mit ehem. Kirchhof Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Katharina mit ehem. Kirchhof
ObjektID: 61846
Status: § 2a
Greifenburg 171, OG
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: .171; 1267/8
BW Datei hochladen Friedhofskirche hl. Veit mit Friedhofsmauer
ObjektID: 67971
Status: § 2a
Gries 3, OG
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: .3
Die dem Heiligen Veit geweihte Friedhofskirche wurde urkundlich erstmals 1267/1268 erwähnt. Der Bau ist spätgotisch, wurde jedoch barock verändert. Im Westen ist eine offene Pfeilervorhalle angebaut. Nördlich vom Chor befindet sich die gotische Sakristei und über ihr der hölzerne Kirchturm, der von einem Zwiebelhelm bekrönt wird. Das zweiachsige, mit barocken Rundbogenfenster versehene, Langhaus ist flachgedeckt und gleich breit, aber etwas niedriger, als der Chor. Letzterer ist zweijochig und weist einen 4/6-Schluss auf. Sein Netzrippengewölbe ruht auf abgefasten Wandvorlagen. Das Maßwerk der zwei Chorfenster ist ursprünglich. Das Sakristei und Chor verbindende Portal ist spitzbogig und profiliert. Langhaus und Chor sind über einen eingezogenen, gekehlten, spitzbogigen Triumphbogen verbunden. Das spätgotische Westportal ist rundbogig und abgefast.

Der Hochaltar stammt aus dem späten 17. Jahrhundert (die Bilder und Skulpturen wurden leider 1973 entwendet). Die Grabsteine in der Vorhalle stammen vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die westlichen Vorhallenpfeiler zeigen zwei eingemauerte, römerzeitliche Inschriftensteine. Die Grabinschrift der einheimischen Familie der Antestii ist fragmentarisch erhalten (Gaius Antestius Ambudsuilus war Bürgermeister von Teurnia).[5]

BW Datei hochladen Mauthaus
ObjektID: 108212
Status: § 2a
Hauptstraße 106
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: .129
BW Datei hochladen Figur Bronzegreif
ObjektID: 108211
Status: § 2a
Hauptstraße 240
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: 420/1
Der Bronzegreif, mit A.D. Hafner bezeichnet wurde um 1900 hergestellt und stammt ursprünglich von der Salztorbrücke in Wien.[4]
BW Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 108210
Status: § 2a
Pfarrhofgasse 41
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: .184
Der Pfarrhof ist ein zweigeschossiger, im Kern barocker, Bau mit einem Schopfwalmdach. Die Fassade wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erneuert.[5]
BW Datei hochladen Fleischbankl
ObjektID: 108213
Status: § 2a
Schlossgasse
Standort
KG: Greifenburg
GstNr.: .136
BW Datei hochladen Kath. Filialkirche Seligste Jungfrau Maria (Maria Krönung)
ObjektID: 61796
Status: § 2a
Gnoppnitz
Standort
KG: Kerschbaum
GstNr.: .113/1
Die im Jahr 1892 errichtete Kirche zur Seligsten Jungfrau Maria wird von einem Dachreiter mit Spitzhelm bekrönt. Das Gebäude wurde 1963 nach Westen hin erweitert. Bei Restaurierungsarbeiten wurden Malereien in der Apsis und spätklassizistischer Pilasterdekor freigelegt. Der barockisierende Hochaltar mit einem Bild, das die Krönung Mariae darstellt, stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.[6]

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[7] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Einzelnachweise

  1. a b Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 18.
  3. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 1046.
  4. a b Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 244.
  5. a b Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 243.
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 213.
  7. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing