Liste der denkmalgeschützten Objekte in Greisdorf

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Greisdorf enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Greisdorf im steirischen Bezirk Deutschlandsberg, wobei die Objekte durch Bescheid unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Waldglashütte Glaserwiese
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Waldglashütte Glaserwiese
ObjektID: ArD-6-206
Status: Bescheid

seit 2012

Glaserwiese
Standort
KG: Greisdorf
GstNr.: 1664
Es handelt sich um die Reste einer um 1640 eingestellten Glashütte, für die eine Betriebsdauer von fünf Jahren angenommen wird.[2] Erhalten sind zwei Schmelztiegel, Feuerungslüftungen, Aschenfall, Mischkoje und Kühlofen, auch die Lage des ursprünglichen Lärchenholzbodens ist zu erkennen. Einer der Schmelztiegel ist ungefähr 35x35 cm groß.[3] Die Anlage wird als besterhaltene Glasofenanlage in Mitteleuropa geschildert.[4][5] Die ergrabenen Fundstücke umfassen mehrere Kubikmeter an Glasresten, die teilweise auf die Mitarbeit italienischer Glasarbeiter deuten, aber auch Werkzeuge zur Glasherstellung. Die Funde lassen den Schluss zu, dass der Hüttenbetrieb plötzlich eingestellt wurde, auch der Fund mehrerer Gewehrkugeln deutet darauf hin.[6] Da das Siegel (Petschaft) des Hüttenmeisters gefunden wurde, wird eine gewaltsame Auseinandersetzung innerhalb des Kreises der Glasmacher vermutet.[7] Eine Publikation der Funde ist für den Band 2011 der Fundberichte aus Österreich in Vorbereitung.
Die Fundstelle befindet sich auf einem Waldgrundstück am Reinischkogel, das zur EZ 132 KG 61214 Greisdorf (Anwesen vlg. Klugbauer) gehört. Es ist nur zu Fuß in ca. einer Viertelstunde vom Klugbauer aus erreichbar.
Bauernhaus
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Bauernhaus
ObjektID: 3717
Status: Bescheid
Rosenhof 69a
Standort
KG: Greisdorf
GstNr.: .28/4
Das Gebäude ist das alte Wohnhaus eines Bauernhofes im Stil der Mitte des 19. Jahrhunderts. Es liegt im Gebiet Rosenhof.
Das Haus steht auf einem Grundstück der EZ 76 KG 61214 Greisdorf

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[8] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.
Buch zu den Glasöfen am Reinischkogel (anklicken und blättern)

Literatur

  • Für diese Gemeinde gibt es keinen Eintrag im Dehio-Handbuch.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Greisdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Karl Dudek: Glasöfen vom Kloster Stainz (Umschlagtitel) Die hochstiftischen Glasöfen vom Augustiner Chorherrenstift Stainz (Innentitel). Eigenverlag Stainz 2011. Keine ISBN. (Broschüre mit CD-ROM, Kataster- und Landkartendarstellungen der Glashüttenruinen und ihrer Umgebung.) S. 12.
  3. Spektakulärer Fund auf dem Reinischkogel: Gut erhaltener Glasofen aus 1635. In: Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. 26. August 2011, 84. Jahrgang Nr. 34. Seite 14.
  4. Einzigartig in Mitteleuropa: Knapp 400 Jahre alter Glasofen in Sommereben. In: Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. 7. Oktober 2011, 84. Jahrgang Nr. 40. Seite 10.
  5. Tageszeitung Kleine Zeitung. 16. September 2011. Teil Süd- und Weststeier. Seite 28–29. (.pdf) Mauerreste führten zu Waldglashütte (website).
  6. Vom Waldglas zum ersten Industrieglas. Ausstellung im Wien Energie-Haus, 7. Dezember 2011 bis 24. Februar 2012. Ausstellungsinformation und Vorträge am 2. Februar 2012.
  7. Dudek: Glasöfen. S. 15
  8. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing