Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hieflau

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hieflau enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Hieflau im steirischen Bezirk Leoben, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Volksschule mit straßenseitigem Zaun Datei hochladen Volksschule mit straßenseitigem Zaun
ObjektID: 88386
Status: § 2a
Hauptstraße 21
Standort
KG: Hieflau
GstNr.: .39
Scheunenreihe Datei hochladen Scheunenreihe
ObjektID: 101729
Status: § 2a
bei Hauptstraße 55
Standort
KG: Hieflau
GstNr.: .97/5
Ruine der Zeugschmiede des Hieflauer Konglomeratsteinbruchs Datei hochladen Ruine der Zeugschmiede des Hieflauer Konglomeratsteinbruchs
ObjektID: 49449
Status: Bescheid
Waag
Standort
KG: Hieflau
GstNr.: 200/1
Straßenbrücke Datei hochladen Straßenbrücke
ObjektID: 88400
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: 517; 486/3
Friedhof und Aufbahrungshalle Datei hochladen Friedhof und Aufbahrungshalle
ObjektID: 88404
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: 440/10; .20/2
Kruzifix Datei hochladen Kruzifix
ObjektID: 88405
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: 482/1
Kriegerdenkmal und Freiplastik Maria Immaculata Datei hochladen Kriegerdenkmal und Freiplastik Maria Immaculata
ObjektID: 87812
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: .168
Die Immaculatastatue ist mit der Jahreszahl 1748 bezeichnet.
Reste des sog. Hieflauer Rechens Datei hochladen Reste des sog. Hieflauer Rechens
ObjektID: 101733
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: 517
Der Hieflauer Rechen wurde erstmals 1502 auf Anordnung Kaiser Maximilians gebaut, um auf der Enns abwärtstriftende geschlägerte Baumstämme aufzufangen. Nach mehreren Hochwässern, die den alten Rechen zerstört hatten, erteilte Erzherzog Karl 1574 den Auftrag, einen neuen Rechen zu bauen. Dieser war 252 Meter lang und 11 Meter breit, und es war ihm ein 25 Meter langer Nebenrechen vorgelagert. Mit Wasseraufzügen, die man mittels Wasserrad bzw. in wasserarmen Zeiten durch ein Drehkreuz betrieb, hob man die Hölzer an Land, zerkleinerte sie und baute daraus Holzkohlenmeiler - bis ins Jahr 1800 liegende, sog. Langmeiler, später stehende, sog. Rundmeiler. Die Holzkohle wurde in den Eisenerzer Blähhäusern und Radwerken zur Roheisenerzeugung genutzt, später auch in Hieflauer Hochöfen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verlor die Holzkohle durch die Umstellung auf Koks an Bedeutung, im Jahr 1908 wurde der Oberbau des Holztriftrechens entfernt.
Meilenstein Datei hochladen Meilenstein
ObjektID: 101736
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: 1/27
Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
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Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
ObjektID: 57196
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: .20/1
Die Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer wurde vor 1545 erbaut, 1616 geweiht und 1747 neu gebaut. Hieflau ist eine eigenständige Pfarre seit 1748, davor war sie eine Filiale von Eisenerz. Der Bau ist vierjochig mit Halbkreisschluss, innen Stichkappengewölbe auf Gurten. Die dreiachsige Westempore ruht auf Pfeilern und der Mittelteil schwingt nach vorne, die Brüstungsfelder mit klassizistischen Girlanden von Ende des 18. Jahrhunderts. Die Westfassade hat einen Giebel, Nischen und Schmiedeeisengitter aus dem Ende des 18. Jahrhunderts, die Tür ziert reiches Barockornament. Fassadenturm mit Zwiebelhelm.

Der Hochaltar stammt aus der Zeit 1720/30, die Statuen der hll. Florian und Sebastian aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, der Tabernakel aus dem Jahre 1893. Die barocken Statuen Immaculata, Schmerzhafte Maria, Ecce homo, Hll. Joseph und Johannes Nepomuk stammen aus dem 18. Jahrhundert, die barocken Bilder Mariä Verkündigung und hl. Johannes Cantius stammen aus der 2. Hälfte des 17. bzw. vom Ende des 18. Jahrhunderts. Der Kreuzweg ist in barocker Tradition gehalten, wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert angefertigt. Die Glocke stammt aus dem Jahre 1545. Außen eine barocke Gruppe mit dem taufenden hl. Johannes und ein Rotmarmorwappengrabstein von Stephanus Weidinger (†1639).

Flur-/Wegkapelle Wandau Datei hochladen Flur-/Wegkapelle Wandau
ObjektID: 57197
Status: § 2a

Standort
KG: Hieflau
GstNr.: .2/5
Die Wandau-Kapelle wurde 1854 erbaut, Flachtonnengewölbe mit einem Halbkreisschluss und im Westen einem Dachreiter. Der Altar folgt barocken Traditionen und die Statuen stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Glocke stammt aus dem Jahr 1639.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[2] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Hieflau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing