Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hollenegg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hollenegg enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Hollenegg im steirischen Bezirk Deutschlandsberg, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Schloss Hollenegg
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Schloss Hollenegg
ObjektID: 3948
Status: Bescheid
Hollenegg 1
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: .43
Das Schloss war Stammsitz der 1163 erwähnten Familie, die 1654 ausstarb. Die ältesten Bauteile werden in das 14. Jahrhundert datiert, es wird angenommen, dass damals die Übersiedlung von der nördlich im Tal gelegenen Altburg Hollenegg an den neuen Standort erfolgte.[2] Das Aussehen der mittelalterlichen Burg ist durch spätere Umbauten nicht mehr erkennbar, sichtbare Befestigungen (Kanonenrundtürme) stammen aus dem 16. Jahrhundert. Das Schloss hat zwei Innenhöfe, im Ostflügel mit Arkaden, die dem Grazer Landhaus nachgebildet sind. Die Innenausstattung stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, weitgehend aus den Schlössern Limberg und Riegersburg.
Das Gebäude steht in Privatbesitz eines Zweiges der Familie Liechtenstein, es ist nur bei Führungen bzw. im Rahmen von Gottesdiensten in der darin befindlichen Kirche zugänglich und liegt auf einem Grundstück der EZ 102 KG 61024 Hollenegg.
Katholische Pfarrkirche, Schlosskirche Hl. Ägydius
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Katholische Pfarrkirche, Schlosskirche Hl. Ägydius
ObjektID: 3949
Status: Bescheid
Hollenegg 1
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: .43
Die Kirche befindet sich in der Anlage des Schlosses Hollenegg und ist in dessen Bau eingebunden. Sie ist nicht allgemein zugänglich, sondern nur zu Zeiten der Messen an Sonntagsvormittagen in den Sommermonaten[3] (das Schloss ist Privatbesitz). Sie ist urkundlich um 1165 erwähnt, Pfarrkirche wurde sie 1445. Ein Neubau erfolgte 1778. Die Kirche hat ein elliptisches Kirchenschiff, ihre Einrichtung stammt aus dem Rokoko, mehrere Grabsteine an der Außenseite aus der Renaissance.
Die Kirche liegt auf einem Grundstück der EZ 102 KG 61024 Hollenegg.
Ehemaliger Pferdestall des Schlosses
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Ehemaliger Pferdestall des Schlosses
ObjektID: 3950
Status: Bescheid
Hollenegg 1
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: .42
Das Gebäude wird als Veranstaltungs- und Informationszentrum des Schlosses Hollenegg und der Pfarre Hollenegg verwendet.
Das Objekt liegt im Nordwesten des Schlosses auf einem Grundstück der EZ 102 KG 61024 Hollenegg.
Figurenbildstock Hl. Johannes von Nepomuk Datei hochladen Figurenbildstock Hl. Johannes von Nepomuk
ObjektID: 3951
Status: Bescheid
Hollenegg 1
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: 193/1
Die Statue wird in das 18. Jahrhundert datiert.
Sie steht westlich der Zugangsstraße zum Schloss Hollenegg im Eingangsbereich zum Schlossgelände im Nordwesten des Schlosses auf einem Grundstück der EZ 102 KG 61024 Hollenegg.
Zwei Brunnenbecken und Gartenmauer
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Zwei Brunnenbecken und Gartenmauer
ObjektID: 3952
Status: Bescheid
Hollenegg 1
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: 332; 316
Die Objekte werden in das 18. Jahrhundert datiert.
Sie liegen an der nordwestlichen und nordöstlichen Seite des Schlosses in der Parkanlage vor den Schlossmauern auf Grundstücken der EZ 102 KG 61024 Hollenegg.
Katholische Filialkirche Hl. Patrizius
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Katholische Filialkirche Hl. Patrizius
ObjektID: 3953
Status: § 2a
Hollenegg 19a
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: .3
Die Kirche liegt ungefähr einen Kilometer nordwestlich des Schlosses Hollenegg (die über ihr am Bergrücken sichtbare Kirche ist die ebenfalls denkmalgeschützte St. Wolfgang-Kirche). Sie wurde 1777 unter Einbeziehung einer älteren Apsis errichtet, besitzt einen Rokoko-Tabernakel und eine Kanzel aus dieser Zeit. Die Seitenaltäre sind aus dem 19. Jahrhundert.
Die Kirche liegt inmitten ihres Friedhofes auf einem Grundstück der EZ 34 KG 61024 Hollenegg.
Friedhof samt Torbau, Einfriedungsmauer und Torbogen Datei hochladen Friedhof samt Torbau, Einfriedungsmauer und Torbogen
ObjektID: 128340
Status: § 2a
Hollenegg
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: 25; 26/3; 23/3
Es handelt sich um den Friedhof bei der Patrizius-Kirche, der der Friedhof des Ortes Hollenegg ist
Der Friedhof liegt um die Kirche auf Grundstücken der EZ 34 KG 61024 Hollenegg.
Mittelalterliche Turmburg Alt-Hollenegg Datei hochladen Mittelalterliche Turmburg Alt-Hollenegg
ObjektID: ArD-6-073
Status: Bescheid
Hollenegg
Standort
KG: Hollenegg
GstNr.: 334
Die Fundstelle liegt auf dem Grundstück nördlich des Schlosses in unwegsamem Gelände. Sie ist mit Bäumen und Gebüsch bewachsen. Im 12. Jahrhundert wird die Familie der Hollenecker urkundlich erwähnt, es wird angenommen, dass sie damals die Altburg Hollenegg an diesem Standort besaß. Da die ältesten Teile des Schlosses Hollenegg in das 14. Jahrhundert datiert werden, wird angenommen, dass die Altburg damals verlassen wurde. Im Unterschied zum Entwicklungsprinzip mittelalterlicher Burgstellen, nach dem die älteste Burg am höchsten lag und die jüngeren Anlagen stets mehr Richtung Tal errichtet werden, ist es bei den Hollenegger Burgen umgekehrt: Es wird angenommen, dass die Tallage der Altburg durch ihre sumpfige und wasserreiche Lage anfangs besser zur Verteidigung nutzbar war. An Resten sind noch einige Gräben und Hügel erkennbar, Details sind nicht sichtbar, es stehen keine Mauern mehr.[4] Ob Bodenunebenheiten auf die alte Anlage, auf spätere menschliche Eingriffe (z. B. das Entstehen von Hohlwegen, Suchgräben von Ausgrabungen, Steinraub, Raubgrabungen usw.) oder auf natürliche Entwicklungen (Erosion) zurückzuführen sind, ist ohne fachkundige Führung nicht zu unterscheiden. Einige Veränderungen können auch darauf zurückzuführen sein, dass der Hügel der Turmburg als Aussichtspunkt verwendet wurde.[2]
Die Fundstelle liegt auf einem Grundstück der EZ 102 KG 61024 Hollenegg. Eine andere Turmburg befand sich weiter nordwestlich des Schlosses am Neuberg, ihr Standort ist ebenfalls denkmalgeschützt.
Grabhügel in Kresbach Datei hochladen Grabhügel in Kresbach
ObjektID: ArD-6-074
Status: Bescheid
Kresbach
Standort
KG: Kresbach
GstNr.: 195/1
Es handelt sich um eine archäologische Fundstelle, von der an der Oberfläche keine Hinweises erkennbar sind.
Die Fundstelle liegt im Osten der Radlpass-Straße B 76 gegenüber der Abzweigung der Straße nach Hollenegg auf einem Grundstück der EZ 102 KG 61030 Kresbach.
Ehemaliger Pfarrhof Datei hochladen Ehemaliger Pfarrhof
ObjektID: 4004
Status: Bescheid
Neuberg 19
Standort
KG: Neuberg
GstNr.: .3
Das Gebäude war der Pfarrhof der Patriziuskirche.
Das Haus liegt auf einem Geländevorsprung auf einem Grundstück der EZ 117 KG 61043 Neuberg.
Katholische Filialkirche Hl. Wolfgang
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Katholische Filialkirche Hl. Wolfgang
ObjektID: 4003
Status: § 2a
Neuberg
Standort
KG: Neuberg
GstNr.: .124
Die Kirche liegt auf dem Bergrücken im Nordwesten von Hollenegg, südlich von Deutschlandsberg. Sie ist (neben einem schmalen, kurvenreichen und stark ansteigenden Fahrweg von Hollenegg aus) über eine Abzweigung von der ebenfalls steilen, aber besser ausgebauten Straße nach Trahütten von Deutschlandsberg (Weinebenstraße) erreichbar. Die Kirche ist Rest einer 1496 erbaute, gotischen Anlage. Nur mehr der dreijochige Chor ist erhalten, die Fenster sind verkürzt, die Gewölberippen entfernt. Ein schulterbogiges Sakristeitor ist erhalten. Im Westjoch ist eine Empore aus der Barockzeit eingebaut. Der Hochaltar wird in das zweite Viertel des 17. Jahrhunderts datiert, die 1765 datierte Wappenkartusche wird als nachträglich angebracht beschrieben. Die Orgel stammt aus 1780.
Das Gebäude liegt auf einem Grundstück der EZ 111 KG 61043 Neuberg.
Mittelalterliche Turmburg Neuberg Datei hochladen Mittelalterliche Turmburg Neuberg
ObjektID: ArD-6-075
Status: Bescheid
Neuberg
Standort
KG: Neuberg
GstNr.: 530/10
Es handelt sich um die archäologische Fundstelle einer Wehranlage aus dem Mittelalter. Die Anlage im oberen Berghang im Nordwesten von Hollenegg ist in der Natur nur mehr durch Bodenunebenheiten erkennbar, die vom ehemaligen Burghügel, dessen Wall, Graben und Bermen gebildet werden. Details sind nicht sichtbar, es stehen keine Mauern mehr. Ob Unregelmäßigkeiten an der Erdoberfläche auf die alte Anlage, auf spätere menschliche Eingriffe (z. B. das Entstehen von Hohlwegen, Gräben früherer Ausgrabungen oder auf Raubgräber) oder auf natürliche Entwicklungen (Erosion) zurückzuführen sind, ist ohne fachkundige Führung nicht zu unterscheiden. Nördlich der Anlage liegt ein System von Hohlwegen, die als Wege zur Kirche St. Wolfgang interpretiert werden. Die Burgstelle wird als Sicherung dieser Wege angenommen.[5]
Die Fundstelle liegt auf einem Grundstück der EZ 110 KG 61043 Neuberg. Eine andere, ebenfalls denkmalgeschützte Turmburg befand sich weiter südöstlich beim Schloss Hollenegg.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[6] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seiten 183–184 (Schloss, Pfarrkirche etc.) und 494–495 (St. Wolfgang).

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Hollenegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. a b Werner Murgg, Bernhard Hebert: Mittelalterliche und Frühneuzeitliche Wehrbauten im Bezirk Deutschlandsberg: Aufnahme der Bodendenkmale. Mit Zeichnungen von Stefan Karl. Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich BMÖ. Band 10, Jahrgang 1994. Hrsg: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie ÖGM, Wien. ISSN 1011-0062. S. 56–57, Lageskizze S. 78.
  3. Pfarrkirche Hollenegg.
  4. Christoph Gutjahr, Georg Tiefengraber: Die mittelalterliche Motte Alt-Hollenegg. Eine abgekommene Burganlage bei Deutschlandsberg, Steiermark. Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie, Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich, Beiheft 4. Wien 2003. ISBN 3-9500851-2-2.
  5. Werner Murgg, Bernhard Hebert: Wehrbauten. S. 54–55. Lageskizze S. 74.
  6. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
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