Liste der denkmalgeschützten Objekte in Keutschach am See

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Keutschach am See enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Keutschach am See.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Schloss Keutschach, Gemeindeamt Datei hochladen Schloss Keutschach, Gemeindeamt
ObjektID: 6848
Status: Bescheid
Keutschach 1
Standort
KG: Keutschach
GstNr.: .1
Südwestlich der Kirche. Um 1679 von Georg Nikolaus Graf Rosenberg errichtet, unter Vinzenz Graf Orsini-Rosenberg 1778 renoviert. Urkundlich 1688 als neuer Bau bei Valvasor; der burgartige und wehrhafte Vorgängerbau (westlich seewärts) in der Nähe, Reste der alten Ringmauer vorhanden. Stein und Bauinschrift und Wappen heute in Schloss Grafenstein. Die Herrschaft von Erzbischof Leonhard von Keutschach (gestorben 1519) für seinen Vetter erworben. Ab 1659 im Besitz der Grafen Rosenberg; heute Gemeinde Keutschach. Umbau 1972-1974. 1996 Wiederherstellung der barocken Architekturpolychromie an der Fassade. - Stein mit Bauinschrift und Wappen heute in Schloss Grafenstein. Viergeschoßiger kubischer Bau, vier- beziehungsweise fünfachsig mit Walmdach; Fassadengliederung mit Pilastern, eingezogenen Segment- und Dreiecksgiebeln; Fensterbekrönungen aus dem 18. Jahrhundert. An der Nord-Seite entstellende Stützpfeiler 19. Jahrhundert.[2]
Pfarrhof Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 6819
Status: § 2a
Keutschach 2
Standort
KG: Keutschach
GstNr.: .10
Nordwestlich der Pfarrkirche, zweigeschoßiger 7:3achsiger Barock-Bau mit Walmdach, durchgängigem Mittleflur mit rundbogigen Portalen im Erdgeschoß un Fensterverdachungen des 18. Jahrhunderts im Obergeschoß.[3]
Kath. Pfarrkirche hll. Georg und Bartholomäus Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hll. Georg und Bartholomäus
ObjektID: 6820
Status: § 2a
Keutschach 2
Standort
KG: Keutschach
GstNr.: .14/1
Von einer Friedhofsmauer umgeben (ehemalige Wehranlage?). Urkundlich 1242; ursprünglich Eigenkirche der Traberg-Trixener, 1336 dem Kloster Viktring inkorporiert. Vogteirechte der Herren von Schloss Keutschach (Wildenstein und Orsini-Rosenberg). Restaurierung 1970. 1994 Innenrestaurierung. - Dreischiffige, romanische Pfeilerbasilika errichtet 1237-1242, spätgotisch und spätbarock erweitert; der (nachträglich angebaute?) Chorturm im Süden und Norden mit spitzbogigen Zwillingsfenstern mit gotischen Kleeblattbögen im dritten Geschoß; Giebeln und steinplattlgedecktem Spitzhelm. Polygonaler spätgotischer Chorschluss mit gestuften Strebepfeilern, barocke Fenster. Romanische Hochfenster an der Nord-Wand des Mittelschiffs sichtbar; südseitig barocke Lünettenfenster. Spätgotischer südlicher Kapellenanbau (heute Sakristei), errichtet zwischen 1525 und 1534. Um 1730 nord- und südseitig barocke Kapellenanbauten sowie westlich offene Vorhalle, darin gotisches (?) Weihwasserbecken. Profiliertes gotisches West-Portal mit stumpfem Spitzbogen. - An der südlichen Außenwand zwei bemerkenswerte Steine: romanische Grabplatte mit Inschrift ?WLVERVS und vorromanischem Ritzstein (Auferstehungssymbol?) mit Weihekreuzchen.[4]
Feuchtbodensiedlung Keutschacher SeeBW Datei hochladen Feuchtbodensiedlung Keutschacher See
ObjektID: ArD-2-022
Status: Bescheid
Keutschacher See
Standort
KG: Keutschach
GstNr.: 805/1
Der kupferzeitliche Pfahlbau in der Mitte des Keutschacher Sees auf einer inselartig aufragenden 45 x 25 Meter umfassenden ovalen Untiefe; erhalten sind unter Wasser noch vorhandene Überreste hölzerner Hauskonstruktionsteile einer Feuchtbodensiedlung. Zahlreiche Kleinfunde wie Keramik, Holzreste. Forschungen seit 1864 (C 144,76).[5]
Totenleuchte Datei hochladen Totenleuchte
ObjektID: 6822
Status: § 2a
Keutschach
Standort
KG: Keutschach
GstNr.: 21
Im ehemaligen Friedhof errichtete gotische Totenleuchte aus Stein, zweite Hälfte 13. Jahrhundert; eine der insgesamt acht erhaltenen Totenleuchten Kärntens.[6]
Schlossstadel-Erdgeschoß Datei hochladen Schlossstadel-Erdgeschoß
ObjektID: 6824
Status: § 2a
Keutschach Nr. 1
Standort
KG: Keutschach
GstNr.: .6
Westlich des Schlosses errichteter langgestreckter, eingeschoßiger Bau mit ausgebautem Walmdach (Veranstaltungssaal der Gemeinde); im Erdgeschoß bemerkenswerte dreischiffige, kreuzgratgewölbte Halle mit toskanischen Steinsäulen und steinernem Torgewände an der Nord-Seite, 17. Jahrhundert.[7]
Feuchtbodensiedlung HafnerseeBW Datei hochladen Feuchtbodensiedlung Hafnersee
ObjektID: ArD-2-039
Status: Bescheid
Hafnersee
Standort
KG: Plescherken
GstNr.: 898
1974 entdeckter neolithischer Pfahlbau in der Mitte des Hafnersees auf einer 40 x 25 Meter umfassenden Untiefe; erhalten sind unter Wasser noch vorhandene Überreste hölzerner Hauskonstruktionsteile einer Feuchtbodensiedlung; aus der die Balkensubstruktionen umgebenden Kulturschicht wurden jungsteinzeitliche Funde geborgen.[8]
Burgruine Datei hochladen Burgruine
ObjektID: 6844
Status: Bescheid
Sankt Margarethen
Standort
KG: Plescherken
GstNr.: 502/1
In exponierter Lage auf einem zirka 600 Meter hohen Felsplateau am Ost-Hang des Pyramidenkogels. Urkundlich 1195 erwähnt. Ein Hof in Reifnitz kam 977 in den Besitz des Bistums Brixen, nach mehrmaligem Besitzwechsel Ende 15. jahrhundert die Keutschacher als Pfleger beziehungsweise Burggrafen von Reifnitz belegt. Vermutlich als Drillingsburg konzipiert, 12.-14. Jahrhundert; eine der größten frühmittelalterlichen Burganlagen im Großraum Wörthersee. - Hauptburg im Bereich der Filialkirche Sankt Margarethen, Vorburg mit Turmbau und Halsgraben zirka 200 Meter westlich, Reste eines dritten Wehrbaues auf Hügel zirka 300 Meter nördlich der Hauptburg. Die zwei Burghöfe der Hauptburg jeweils durch einen Turm gesichert. Eckturm des unteren Burghofes mit hölzernem, um 1900 errichteten Aussichtsturm ist besterhaltener Teil der Anlage.[9]
Wohnhaus Wornig/Dwornig
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Wohnhaus Wornig/Dwornig
ObjektID: 6845
Status: Bescheid
Sankt Margarethen 8
Standort
KG: Plescherken
GstNr.: .48/1
Vulgo Wernig. Am Ost-Hang des Pyramidenkogels, von ständischem Bauzahlmeister Marx Schiekh errichtet eingeschoßiges Querlabnhau mit Speicher an Nord-Seit; zwei Giebelbalkone an der Stirnseite des Hauptbaues, geschützt, durch auskragende Krüppelwalme. An Süd-Fassade Bauinschrift 1587, Schieckh`sches Wappen und in volkstümlicher Maltradition stehende Andachtsbilder des 18. Jahrhunderts, eine Gnadenmutter, heiliger Florian sowie Marienkrönung. An den Fassaden Reste nachweisbarer Dekorsysteme des 16. sowie 17./18. Jahrhunderts. Bemerkenswerte über zwei Geschoße reichende Labn mit Trambalkendecke. Nahezu unveränderter Baubestand 16. Jahrhundert mit Modifizierung des 17. und 18. Jahrhunderts durch Raum- und Gewölbeformen und Reste unterschiedlicher Fassadendekorsysteme dokumentiert; vielleicht ehemaliger Meierhof der nahegelegenen Burg Reifnitz.[10]
Kath. Filialkirche St. Nikolai in St. Nikolai Datei hochladen Kath. Filialkirche St. Nikolai in St. Nikolai
ObjektID: 6825
Status: § 2a
St. Nikolai
Standort
KG: St. Nikolai
GstNr.: .1/1
Auf felsigem Hügel neben wenigen Häusern. Angeblich 1385 erwähnt. Kleiner, im Kern romanischer Bau (vermauertes romanisches Fenster im Westteil) mit gotischem Chor, 5/8-Schluss und spitzem Dachreiter Gesamtrestaurierung 1979-81. Holzschindeleindeckung. Westlich offene barocke Vorhalle; spitzbogiges, profiliertes gotisches Eingangsportal.[11]

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[12] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

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Einzelnachweise

  1. a b Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 341f.
  3. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 341
  4. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 340
  5. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 342
  6. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 342
  7. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 342
  8. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 626
  9. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 766
  10. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 766
  11. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 786
  12. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Keutschach am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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