Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lend (Salzburg)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Lend enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Lend, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch den § 2a des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
BW Datei hochladen Ölbergkapelle
ObjektID: 75866
Status: § 2a
Embach
Standort
KG: Embach
GstNr.: .267
Auf dem Weg von Embach nach Maria Ellend trifft man die Ölberg- od. Kalvarienbergkapelle. Oberhalb stehen drei Kreuze. Sie ist ziemlich groß und wurde von der Behörde zur 'Beruhigung des Volkes' nach der Vernichtung der Kirche erbaut, aber vom Volke mehr oder weniger ignoriert.[2]
Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius und Friedhof
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Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius und Friedhof
ObjektID: 60419
Status: § 2a
Embach
Standort
KG: Embach
GstNr.: .61
Die Geschichte der Kirche von 'Empach' reicht bis 1344 zurück. 1506 muss zumindest ein Teil der Kirche neu gebaut worden sein, da Erzbischof Leonhard die Einweihung vornahm. Der Hochaltar stammt aus 1903 und hat in der Mitte das ehemalige Gnadenbild von Maria Ellend in Öl auf Holz. Das Laurentiusbild des Kirchenpatrons findet man auf dem linken Seitenaltar.

Die Glocken im Turm sind unterschiedlichen Alters. Die kleine stammt aus 1802, 2 Glocken kamen 1951 in den Turm und eine 1923.[2]

BW Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 60418
Status: § 2a
Embach 7
Standort
KG: Embach
GstNr.: .57
1716 wurde das Marchgütl bei der Kirche mit 4 Joch Grund eingetauscht und als Vikarhaus eingerichtet. Erst 1913/14 wurde ein ganz neuer, geräumiger Pfarrhof errichtet. Hier findet man nun zwei Relieffiguren aus Zirmholz (Zirbenholz), den hl. Laurentius und den hl. Stephanus darstellend sowie den Apostel Johannes mit Kelch.[2]
BW Datei hochladen Wirtschaftsgebäude
ObjektID: 75870
Status: § 2a
Embach 7
Standort
KG: Embach
GstNr.: .57
BW Datei hochladen Ursprungskapelle
ObjektID: 75865
Status: § 2a

Standort
KG: Embach
GstNr.: .266
Die Ursprungskapelle steht unterhalb der Hauptwallfahrtskapelle 'Maria El(l)end' und wurde neben der Quelle erbaut, an der das Peningerdirndl das 'Augenlicht und den Verstand' erhalten hat.[2]
BW Datei hochladen Maria Ellend/Wallfahrtskapelle
ObjektID: 61177
Status: § 2a

Standort
KG: Embach
GstNr.: .262
Die Geschichte der 'Capellen zu Unserer Frau im Elendt' geht auf ein im Jahr 1552 gegebenes Gelöbnis der Ursula Penninger am Penninghof in Taxenbach zurück. Da heißt es, dass sie die 'Capellen' von neuem erbaut und aufgerichtet hat - also muss vorher auch schon Ähnliches gestanden haben. So wird überliefert:

Ursula Penninger hatte eine zwölfjährige, blinde Tochter, die beim Beerenbrocken in Embach drüben verlorenging und nirgends mehr zu finden war. In der Verzweiflung machte die Mutter das Gelübde, wo die Tochter lebend gefunden wird, eine Kapelle zu erbauen. Am dritten Tage fand man wirklich das Kind wohlbehalten und zur größten Überraschung sogar jetzt sehend auf. Die Freude war groß und die Penningerin hielt ihr Gelöbnis.[2]

BW Datei hochladen Brunnen
ObjektID: 75831
Status: § 2a
Hauptplatz
Standort
KG: Lend
GstNr.: 139
BW Datei hochladen Hauptschule
ObjektID: 60538
Status: § 2a
Lend 32
Standort
KG: Lend
GstNr.: .56
Das Schulwesen in Lend reicht bis etwa 1600 zurück. Es ist überliefert, dass ein gewisser Christoph Weitmoser von 1596 bis 1617 "teitscher Schulhalter auf der Lendt" war.[2]
BW Datei hochladen Gemeindeamt, Verwesschloss
ObjektID: 35422
Status: Bescheid
Lend 41
Standort
KG: Lend
GstNr.: .8
Das Schloss wurde um etwa 1600 erbaut. Es war der Amts- und Wohnsitz des obersten Hüttenverwalters, des Oberverwesers und des Bergrichters aber auch Absteigquartier für die Erzbischöfe, wenn sie zur Besichtigung der Bergwerke oder zur Visitation nach Gastein reisten. Um 1879 etablierte sich hier die k.k. Forst- und Domänenverwaltung, ab 1924 war dann die Forstverwaltung untergebracht.[2]
BW Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 75838
Status: § 2a
Lend 47
Standort
KG: Lend
GstNr.: .6
Die Errichtung des Pfarrhofes erfolgte bereits 1671, also vor dem Bau der jetzigen Kirche. Auf der Straßenseite trägt das Gebäude eine Marmortafel mit dem Wappen des Erzbischofs Gandolph und die Jahreszahl 1671.

Da genügend Platz zur Verfügung stand, wurde 1725 der hochfürstliche Traidkasten dorthin verlegt und der Dachraum dazu adaptiert. 1950 bis 1956 erfolgte ein massiver Innenausbau. Fließendes Wasser wurde angeschlossen und eine Zentralheizung installiert, um das Gebäude wohnlicher zu machen.[2]

BW Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Rupert
ObjektID: 60539
Status: § 2a
Lend 47a
Standort
KG: Lend
GstNr.: .1
Der Grundstein der heutigen, in Lend stehenden Kirche wurde 1673 durch den Pfarrer von Taxenbach gelegt. Früher stand schon beim Handlwirt eine hölzerne Kapelle, das genaue Datum der Errichtung ist nicht bekannt. Es ist aber überliefert, dass noch vor 1622 diese Kapelle erneuert wurde.

1674 wurde die neue Kirche von Erzbischof Max Gandolph feierlich eingeweiht und dem Landespatron, dem hl. Rupert geweiht. Die Decke des flachbogigen Gewölbes ist mit reicher Rokokomalerei 1907 geschmückt worden. Das große Deckengemälde zeigt Maria's Himmelfahrt. Der Hochaltar ist aus 1760 und wurde vom Schnitzer und Bildhauer Daniel Mayr aus Saalfelden aufgestellt. Der Tabernakel wurde 1784 aus Embach nach Lend gebracht.
Drei Glocken wurden 1889 für Lend gegossen. 1916 wurden die 'Große' und die 'Kleine' abgenommen, nach Budapest gebracht und eingeschmolzen. Nach dem 1. Weltkrieg erhielt die Kirche auch wieder die fehlenden Glocken (jedoch neue) die aber im 2. Weltkrieg (1942) wieder abgenommen, eingeschmolzen und für Kriegsmaterial verwendet wurden. 1950 kamen 3 neue, aus Zinnbronze gegossene Glocken in den Turm.[2]

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[3] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Lend – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Salzburg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. a b c d e f g h i Josef Lahnsteiner: Unterpinzgau
  3. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


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