Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ligist

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ligist enthält die 10 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Ligist im steirischen Bezirk Voitsberg, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
BW Datei hochladen Bauernhaus Leitnerhans
ObjektID: 129233
Status: Bescheid

seit 2012

Dietenberg 85
Standort
KG: Grabenwarth
GstNr.: .8/1
BW Datei hochladen Ortskapelle, Grabenwarth-Kapelle
ObjektID: 119204
Status: § 2a
Grabenwarth 1a
Standort
KG: Grabenwarth
GstNr.: .66/3
Die Kapelle wurde im neobarocken Stil im Jahre 1834 erbaut und hat einen geschwungenen Giebel nebst Dachreiter. Der mit 1625 datierte Steinaltar stammt aus der Schlosskapelle.
BW Datei hochladen (Getreide)Kasten, Gasthaus, Schlosskeller
ObjektID: 119199
Status: § 2a
Ligist
Standort
KG: Ligist
GstNr.: .2
Burgruine Ligist (Altes Schloss, Veste Lubgast) Datei hochladen Burgruine Ligist (Altes Schloss, Veste Lubgast)
ObjektID: 57351
Status: § 2a
Ligist
Standort
KG: Ligist
GstNr.: .3; 31
Die Ruine des alten Schlosses liegt oberhalb des Ortes. 1222 ist hier das Geschlecht der Ligister urkundlich erwähnt. Seit Beginn des 14. Jahrhunderts bis zu ihrem Aussterben Mitte des 19. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Saurau. Der Zugang erfolgt über den Halsgraben über eine Brücke aus dem 17. Jahrhundert. Am besten erhalten ist der ursprüngliche Bergfried.[2]
Kath. Pfarrkirche hl. Katharina und ehem. Friedhof Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Katharina und ehem. Friedhof
ObjektID: 57352
Status: § 2a
Ligist
Standort
KG: Ligist
GstNr.: .30/1
Die Pfarrkirche hl. Katharina wurde bald nach 1283 erbaut, als Pfarre 1359 urkundlich erwähnt, und war bis 1786 dem Stift St. Lambrecht inkorporiert. 1877 wurde die Kirche vergrößert, 1925-29 und 1973 (innen) restauriert.

Der Chor mit Flachtonne und innen gerundetem 3/8-Schluss ist im Kern gotisch, das Langhaus wurde 1877 umgebaut, ist dreischiffig, vierjochig und mit einem Platzlgewölbe auf Achteckpfeilern gedeckt. Im Westjoch des Mittelschiffs ist der im Kern gotische Turm eingestellt, er trägt einen Spitzhelm. Die Westempore geht durch alle drei Schiffe und kragt im Mittelteil vor. An der Nordseite des Chors ist die barocke Sakristei aus dem 17. Jahrhundert angebaut, südlich die Grabkapelle der Saurau aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, die Gruft darunter stammt aus dem Jahre 1861.

Die Einrichtung stammt aus der Zeit um 1877 und von 1925, die Orgel von 1960. Die Wandmalereien über den Seitenaltären nach Entwürfen von Ludwig Kurz-Goldenstein sind bezeichnet mit Franz Mikschowsky 1929. Das Hochaltarbild ist mit L.R. v. Kurz 1925 bezeichnet.

In der Grabkapelle der Saurau befinden sich ein Kreuzaltar aus dem Jahre 1652, ein Kruzifix aus dem 18. Jahrhundert und mehrere Grabsteine der Sauraus: Grabplatte Ottho von Saurau (1. Hälfte 14. Jahrhundert), Rotmarmorwappenstein Wolfgang von Saurau (†1520), Reliefplatte mit dem gerüsteten Erasmus von Saurau (†1532), Marmorrelief Wolf von Saurau (†1592) aus dem Jahre 1603, Wappenstein Carl von Saurau (†1648). Weiters eine Reihe von kupfernen Sargplatten mit gestochenen Inschriften aus dem 17. bis 19. Jahrhundert.

BW Datei hochladen Heimatmuseum, ehem. Malteser-Schloss (Neues Schloss)
ObjektID: 119196
Status: § 2a
Ligist 1
Standort
KG: Ligist
GstNr.: .1/1
Das neue Schloss wurde unterhalb der Burg an der Straße neben dem alten Meierhof erbaut und 1817 fertiggestellt. Es war Sitz der Malteser-Kommende. Der einfache langgestreckte zweigeschoßige Einflügelbau hat hofseitig im Erdgeschoß Arkaden. Im Hof ist auch das Wappen der Saurau-Teuffenbach angebracht. Über dem Eingang befindet sich eine Inschriftentafel mit der Jahreszahl 1600, daneben Statuen der hll. Katharina und Karl Borromäus vom ehemaligen Schlossaltar aus dem Jahre 1625, der sich heute in der Grabenwarth-Kapelle befindet.

Heute dient das Schloss als Heimatmuseum.

Gemeindeamt Datei hochladen Gemeindeamt
ObjektID: 127526
Status: § 2a
Ligist 22
Standort
KG: Ligist
GstNr.: .24/1
Das Haus, in dem sich das jetzige Gemeindeamt befindet, zeigt eine zierliche Putzgliederung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das Seitenportal ist mit 1849 bezeichnet.
Pfarrhof Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 57350
Status: § 2a
Ligist 43
Standort
KG: Ligist
GstNr.: .33
Vermutlich stammt der zweigeschoßige Pfarrhof mit Krüppelwalmdach und gebändertem Erdgeschoß im Kern aus dem 18. Jahrhundert.
BW Datei hochladen Hammerwerk Roob/Roobhammer
ObjektID: 119201
Status: Bescheid

seit 2012

Ligist 54
Standort
KG: Ligist
GstNr.: .61/2
BW Datei hochladen Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 119200
Status: § 2a
bei Ligist 140
Standort
KG: Ligist
GstNr.: 120

Ungefähre Koordinatenangabe, vor Ort nachzuprüfen

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[3] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

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Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1.

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Ruine Ligist (ehem. Burg Lubgast). In: AlteMauern.info. Abgerufen am 23. Dezember 2011.
  3. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


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