Liste der denkmalgeschützten Objekte in Marhof

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Marhof enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Marhof im steirischen Bezirk Deutschlandsberg. Drei Objekte sind nach § 2a des Denkmalschutzgesetzes (DMSG) unter Schutz gestellt. Diese Objekte sind (mit näheren Angaben zu ihrer Lage) in einer Verordnung des Bundesdenkmalamtes kundgemacht. Die näheren Beschreibungen werden beim Bundesdenkmalamt und in der Urkundensammlung zur jeweiligen Grundbuchseinlage aufbewahrt. Die Grundbuchsdaten mit Gerichtsbezirk, Einlagezahl (EZ) und Nummer der Katastralgemeinde sind in der Verordnung genannt. Diese Angaben sind in den Übersichtslisten (siehe Seite 98 der in der Legende zitierten Liste, Stand 22. Juni 2010) nicht enthalten. Für alle, auch für das durch Bescheid geschützte Objekt können die aktuellen Grundbuchsdaten über die öffentlich zugänglichen elektronischen Suchfunktionen des geografischen Informationssystems des Landes Steiermark festgestellt werden. Die Übersichtsliste beruht auf § 3 Abs. 4 DMSG, sie ist jährlich aufzulegen, aber ist nicht rechtsverbindlich.

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Wegkapelle
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Wegkapelle
ObjektID: 3767
Status: § 2a
Ortschaft Rachling, Marhof
Standort
KG: Sierling
GstNr.: .132
Erbaut 1924–1930, Renoviert 1994–1999. Sogenannte „Höllerhansl-Kapelle“. Die Kapelle ist seit 1969 Meßkapelle, keine Filialkirche.[1]
Die Kapelle liegt am Ende des Rachlingweges, an dem sich dieser Weg in den Mörtnerweg und den Hirschkraxnerweg verzweigt, auf einem Grundstück der EZ 151 KG 61238 Sierling. Als Eigentümerin ist im Grundbuch die „Röm. kath. Meßkapelle Maria Lourdes in Rachling der Pfarre St. Stefan ob Stainz“ ausgewiesen. Das Gebäude und das umgebende Grundstück (ein weiteres zugehöriges kleines Grundstück liegt jenseits der Straße nordwestlich des Gebäudes) sind damit als selbständiges Vermögen benannt, nicht als Teil des Pfarrvermögens von St. Stefan ob Stainz. In der Verordnung des BDA ist als Standort das Grundstück 415/2 angegeben, dieses Grundstück bildet die Fläche um die Kirche, nicht jedoch den Standort der Kirche selbst.
Ehemalige Volksschule
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Ehemalige Volksschule
ObjektID: 3749
Status: § 2a
Rainbach 27, Rachling, Marhof
Standort
KG: Sierling
GstNr.: .44/4
Die Schule ist ein Holzbau auf gemauertem Kellerfundament aus dem 19. Jahrhundert.
Die Schule ist geschlossen, das Gebäude liegt am Schulhausweg Rachling auf einem Grundstück der EZ 85 KG 61238 Sierling.
Pestkreuz Datei hochladen Pestkreuz
ObjektID: 3762
Status: Bescheid
Ortschaft Wald, Marhof
Standort
KG: Wald
GstNr.: 600
Das Pestkreuz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach dem benachbarten Bauernhof wird es auch „Nebel-Pestkreuz“ genannt. Es handelt sich um einen Etagenbildstock, im unteren Teil befinden sich drei Rundbogennischen. Der Bildstock wurde 1971 zum Dank für den geglückten Hausbau renoviert, eine weitere Renovierung erfolgte 2004.[2]
Es liegt auf einem Grundstück der EZ 3 KG 61246 Wald rechts (Richtung Westen) an der Landesstraße LH 642 (Sauerbrunnstraße) außerhalb des bebauten Gebietes. Es kann mit einem anderen, nicht unter Denkmalschutz stehenden Bildstock ca. 300 m östlich an der Straßenkreuzung der Sauerbrunnstraße mit dem Angenofenweg und dem Grünbaumweg verwechselt werden.
Wasserreservoir
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Wasserreservoir
ObjektID: 3755
Status: § 2a
Marhof
Standort
KG: Wald
GstNr.: .314
Die Anlage wurde 1909 erbaut, später technisch umgestaltet. Das Portal und dessen Rückseite sind erhalten.
Das Reservoir befindet sich am Grünbaumgartenweg auf einem Grundstück der EZ 379 KG 61246 Wald.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[3]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[4] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • (Zu der Gemeinde bestehen keine Eintragungen im Dehio Handbuch 1982.)
  • Verordnung des Bundesdenkmalamtes vom 20. Februar 2001, GZ 11.337/2/01, mit der 117 unbewegliche Denkmale des politischen Bezirkes Deutschlandsberg, die kraft gesetzlicher Vermutung unter Denkmalschutz stehen, unter die Bestimmungen des § 2a Denkmalschutzgesetz gestellt werden. Verordnungsblatt für den Dienstbereich des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Jahrgang 2001, 5. Stück Nr. 64/2001. Wien 2001. ISSN 1023-6937. Seiten 142–148. Die in § 2a Absatz 4 Denkmalschutzgesetz vorgesehene Zweitveröffentlichung erfolgte im Amtsblatt zur Wiener Zeitung Nr. 055 vom 19. März 2001. Seite 25. In Kraft ab 1. April 2001. Die Nachtrags- und Berichtigungsverordnungen zu dieser Verordnung sind für die Gemeinde nicht relevant.
  • Kulturgüterschutzkarte 1:50.000. Blatt 198 Deutschlandsberg. Laut Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten vom 14. Mai 1954, österreichisches Bundesgesetzblatt Nr. 58/1964, bearbeitet vom Dokumentationszentrum und Konventionsbüro des Bundesdenkmalamtes, Wien 1977.

Einzelnachweise

  1. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. Eigenverlag der Gemeinde St. Stefan ob Stainz 1987. S. 151-152 (Fußnote 123a).
  2. Winfried Bräunlich, Dieter Weiss: Zeichen am Weg. Religiöse Kleindenkmäler in den Gemeinden Greisdorf, Marhof und Stainz. Stainz 2010. ISBN 978-3-9501165-6-4. S. 105.
  3. Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  4. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
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