Liste der denkmalgeschützten Objekte in Salzburg-Aigen


Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Salzburg-Aigen enthält die 25 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Salzburger Katastralgemeinde Aigen I.

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Flederbachschlössl
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Flederbachschlössl
ObjektID: 48943
Status: Bescheid
Aigner Straße 13
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 221/1
Das Gut Flederbach ist urkundlich seit 1360 bezeugt. Der jetzige Bau ist ein typisch spätgotischer Ansitz aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Seit 1912 im Besitz der Familie Habsburg-Toskana.
Hauskapelle Mariä Himmelfahrt Datei hochladen Hauskapelle Mariä Himmelfahrt
ObjektID: 84705
Status: Bescheid
Aigner Straße 27
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 601
Die Kapelle ist an das Haus in der Aigner Straße 27 angebaut.
Aufnahmsgebäude Datei hochladen Aufnahmsgebäude
ObjektID: 70359
Status: Bescheid
Aigner Straße 73
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 750/2
Aufnahmsgebäude des Diakonissenkrankenhauses Salzburg
Abfalterhof oder Villa Preuschen Datei hochladen Abfalterhof oder Villa Preuschen
ObjektID: 48868
Status: Bescheid
Dr.-Petter-Straße 9
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 243/1
Der Abfalterhof geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Der jetzige Bau ist vor Mitte des 19. Jahrhunderts zu datieren. Er erscheint heute als klassizistisch-biedermeierlicher Bau mit zwei Geschoßen und Walmdach sowie vorgebauten, überdachten Veranden. Seit 1973 im Besitz von James Preuschen.
Villa Joachim/Villa Schmerling/Turmhaus Datei hochladen Villa Joachim/Villa Schmerling/Turmhaus
ObjektID: 45080
Status: Bescheid
Ernst-Grein-Straße 6
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 572/3
Diese Villa wurde 1876 an der Stelle des Pambichlstöckls durch den Bauherrn Joseph Joachim (Geiger, Dirigent und Komponist; ab 1868 Direktor der Königliche Hochschule für Musik in Berlin) und seiner Frau Amalia (Hofopernsängerin) vermutlich nach Plänen von Valentin Ceconi errichtet. Sie ist ein dreigeschoßiger Hauptbau mit angeschlossenem vierstöckigen Turmanbau. In dem Haus waren Clara Schumann und Johannes Brahms zu Gast.
Bildungshaus St. Virgil
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Bildungshaus St. Virgil
ObjektID: 61029
Status: § 2a
Ernst-Grein-Straße 14
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 580/1
Der 1976 eröffnete Bau von Wilhelm Holzbauer ist ein herausragendes Beispiel für den Bau von Volksbildungsstätten der jüngeren Architekturgeschichte. Der Name bezieht sich auf den heiligen Virgil, einen Bischof von Salzburg und im 8. Jahrhundert Erbauer des sog. Virgildomes.
Vogelsang- oder Luegermayrschlößl in Parsch Datei hochladen Vogelsang- oder Luegermayrschlößl in Parsch
ObjektID: 49630
Status: Bescheid
Fürbergstraße 65
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 188/2
Der kubische Kern stammt aus dem 16. Jahrhundert und war ein Lustschlössl der Erzbischöfe und weiterer Adeliger. Umbauten im 19. Jahrhundert, veranlasst durch Fürstin Juliane Lobkowitz. Seit 1922 im Besitz der Familie Sockhammer. Die Villa ist ein zweigeschoßiger Bau mit steilem Walmdach. Das Interieur soll noch aus dieser Zeit stammen.
Fondachhof in Parsch Datei hochladen Fondachhof in Parsch
ObjektID: 49605
Status: Bescheid
Gaisbergstraße 46
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 274/2; 274/27
Hier ist seit 1122 ein zum Stift St. Peter gehörender Hof erwähnt. Um 1700 wird ein von Tach namensgebend. Das heutige Erscheinungsbild entspricht einem Umbau von 1792. Ab 1941 bis Ende 1993 war hier ein Fünf-Sterne-Hotel untergebracht. Ab 1997 ließ der Salzburger Bauträger Fürst Developments auf dem Areal des Fondachhofs Wohnbauten errichten.
Villenanlage, Villa Schmederer Datei hochladen Villenanlage, Villa Schmederer
ObjektID: 67686
Status: Bescheid
Gaisbergstraße 50-52
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 274/26; 277/1; 289
Der Münchener Brauereibesitzer Ludwig Schmederer (heute Paulaner- und Thomas Brauerei AG) ließ sich in den Jahren 1887-1889 nach Plänen des Architekten Josef Wessiken von der Baufirma Valentin Ceconi und Jakob Ceconi in unmittelbarer Nähe zum Apothekerhof eine herrschaftliche Villa im Neorenaissancestil errichten. Heute ist die Villa im Besitz der deutschen Milliardäre Helga und Erich Kellerhals.
Ehemalige Feigenkaffeefabrik Hofer Datei hochladen Ehemalige Feigenkaffeefabrik Hofer
ObjektID: 35721
Status: Bescheid
Gaisbergstraße 6
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 204/6
An der Stelle der ehemaligen Eckbäckmühle war hier die bekannte Feigenkaffeefabrik Andre Hofer (später Vereinigte Feigenfabriken Ludwig Zeller und Co) untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das Gebäude dem Borromäum. 1977 wurde das Fabrikgebäude nach Plänen von Wilhelm Holzbauer erweitert und gehört seit 1978 dem Salzburger Residenzverlag.
Bildstock, Gänsbrunnkapelle Datei hochladen Bildstock, Gänsbrunnkapelle
ObjektID: 35707
Status: Bescheid
bei Gänsbrunnstraße 1
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 462/1
Kath. Pfarrkirche Parsch, zum hl. Blut, Pfarrsaal und Pfarrhof
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Kath. Pfarrkirche Parsch, zum hl. Blut, Pfarrsaal und Pfarrhof
ObjektID: 61024
Status: § 2a
Geißmayerstraße 6
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 229/3
Eingebaut wurde die Kirche in einen nach 1866 errichteten Bauernhof, es war die erste Kirche der Moderne in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde 1954 bis 1956 errichtet. Die Planung erfolgte durch die arbeitsgruppe 4, bestehend aus Wilhelm Holzbauer, Friedrich Kurrent und Johannes Spalt. Das Kirchenportal gestaltete Richard Kurt Fischer nach Entwürfen von Oskar Kokoschka.
Umspannwerk Aigen Datei hochladen Umspannwerk Aigen
ObjektID: 40460
Status: Bescheid
Geroldgasse 4
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 640/14
Das Umspannwerk wurde 1911 in der Zeit von Direktor Ferdinand Alber errichtet. Heute wird das Gebäude als Seminarzentrum genutzt.
Bürgerhaus, Haus Birkle Datei hochladen Bürgerhaus, Haus Birkle
ObjektID: 35723
Status: Bescheid
Gersbergweg 23
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 104
Das Haus stammt aus dem Jahr 1933. Bauherren sind Albert Birkle (akademischer Maler) und seine Ehefrau Elisabeth. Der Entwurf stammt vom Architekten Otto Prossinger. Das Haus schließt bewusst an die alpine, bäuerliche Tradition an. Ausstattung durch bodenständiger Handwerkskunst mit wertvollem heimischen Material.
Ansitz, Gasthaus, sog. Doktor-Schlössl Datei hochladen Ansitz, Gasthaus, sog. Doktor-Schlössl
ObjektID: 25661
Status: Bescheid
Glaserstraße 7
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 786
Das Anwesen wird 1116 im Besitz des Klosters Nonnberg stehend erwähnt. Namensgebend für das Schlössl war um 1670 der Eigentümer Franz Mayr, hochfürstlicher Medicus von Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Heute ist darin ein Drei-Sterne-Hotel untergebracht. Das kubisch wirkende Schlössl weist drei Geschoße auf, an den Ecken befinden sich vier kleine sechseckige Türmchen, die von dem 1879 durchgeführten Umbau durch Freiherrn von Fuchs stammen.
Kolleg St. Joseph der Kongregation der Missionare vom kostbaren Blut Datei hochladen Kolleg St. Joseph der Kongregation der Missionare vom kostbaren Blut
ObjektID: 61032
Status: Bescheid
Gyllenstormstraße 8
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 691/1
Das Kolleg St. Josef wurde 1961–1964 im Auftrag der Kongregation der Missionare vom kostbaren Blut von Wilhelm Holzbauer, Friedrich Kurrent und Johannes Spalt errichtet. Der zweigeschoßige Stahlkonstruktionsbau besticht durch eine Verbindung des historischen Konzepts einer Klosteranlage mit der Tradition der österreichischen klassischen Moderne. Im Moment ist hier das International Centers for Culture & Management eingemietet. Der zentrale Kapellenraum wird nun als Vortragssaal genutzt.
Römische Villa Kohlerfeld bei Glasenbach Datei hochladen Römische Villa Kohlerfeld bei Glasenbach
ObjektID: ArD-5-007
Status: Bescheid
Kohlerfeld
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 764; 988
Auf der rechten Straßenseite der Aigner Straße stadtauswärts Richtung Glasenbach, kurz vor der Schule der Ursulinen, wurden 1817 erste Probegrabungen durchgeführt, durch welche ein rund 23,7 x 23,06 m großes römisches Gebäude mit Fußbodenheizungen und Mosaiken freigelegt wurde. 2006 wurde eine Prospektion mittels Bodenradar und Geoelektrik durchgeführt, welche zahlreiche weitere Gebäude und eine Umfassungsmauer der Gesamtanlage zum Vorschein brachte.
Kapelle am Kreuzberg, Waldkapelle in Parsch Datei hochladen Kapelle am Kreuzberg, Waldkapelle in Parsch
ObjektID: 72127
Status: Bescheid
Kreuzbergpromenade 4a
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 324/1
Die Waldkapelle ist eine kleine, gemauerte, spätgotische Kapelle mit einer tiefen Nische und einem barock-schmiedeeisernen Gitter, hinter dem die Figur der schmerzhaften Madonna aus dem 18. Jahrhundert steht. Auf der Kapelle befindet sich ein Kreuz mit Kruzifix aus dem 19. Jahrhundert. Sie befindet sich auf dem Gelände der Villa Schmederer.
Pfarrhof Aigen Datei hochladen Pfarrhof Aigen
ObjektID: 89381
Status: § 2a
Reinholdgasse 14
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 538/5
Landhaus Berger Datei hochladen Landhaus Berger
ObjektID: 24546
Status: Bescheid
Reitgutweg 27
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 408/3
Das Haus stammt aus den Jahren 1909/10; Bauherr war Julius Berger (Haus- und Gerichtsadvokat aus Wien) nach Plänen der Architekten C. Wenz und J. Leiker, ebenfalls Wien. Das Landhaus entspricht der Heimatstilarchitektur der Landhäuser auf dem Semmering um die vorige Jahrhundertwende. Einstöckiger Bau mit hohem Satteldach, das nochmals zwei Stockwerke birgt. Erker an der Nordseite, Eingangsloggia mit breiten Arkadenöffnungen nach Westen und Süden.
Gasthof Schloss Aigen Datei hochladen Gasthof Schloss Aigen
ObjektID: 24120
Status: Bescheid
Schwarzenbergpromenade 37
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 501/14
Der Gasthof befindet sich in einem Nebengebäude von Schloss Aigen, er wurde 1982 von Niki Altenburg übernommen, dieser gestaltete ihn neu; seit 1991 beteiligt sich Hermann Forstner als Partner an dem Gasthof.
Kath. Pfarrkirche Aigen, hl. Johannes der Täufer mit ehem. Friedhof Datei hochladen Kath. Pfarrkirche Aigen, hl. Johannes der Täufer mit ehem. Friedhof
ObjektID: 61034
Status: § 2a
Schwarzenbergpromenade 40
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 531/3
1411 wird erstmals eine eigene Kirche in Aigen erwähnt, 1447 ist ein Aigner Friedhof nachgewiesen. Die Kirche wurde 1852 zu einer selbständigen Pfarre. 1891 wurde der heutige Friedhof angelegt. 2003 wurde von Gaston Kern eine neue Orgel mit 22 Register nach dem Vorbild einer Johann-Andreas-Silbermann-Orgel aus dem 18. Jahrhundert eingebaut.
Schloss Aigen
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Schloss Aigen
ObjektID: 44203
Status: Bescheid
Schwarzenbergpromenade 42
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 524/2
Das Schloss wird erstmals 1402 als „freies Eigen“ im Besitz des Domkapitels erwähnt. Besitzer waren u. a. Levin von Mortaigne (17. Jahrhundert), die Freiherren von Prankh, ab 1673 Johann Josef Graf Kuenburg und später Ernst Fürst Schwarzenberg. Im 18. Jahrhundert Treffpunkt des Illuminatenorden. Seit 1921 im Besitz der Familie Revertera. Das Schloss selbst ist derzeit unbewohnt und renovierungsbedürftig.
Trapp-Villa Datei hochladen Trapp-Villa
ObjektID: 61033
Status: § 2a
Traunstraße 34
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 692/3
Das Grundstück wurde 1863 von Valentin Ceconi gekauft und im darauf folgendem Jahr an Walburga Weinwurm mit darauf erbautem Landhaus verkauft. 1923 übernimmt Baron Georg Trapp den Besitz und lässt ihn nach Plänen der Architekten Spindler & Rehrl (Salzburg) umbauen. Nach 1938 Emigration der Familie Trapp in die USA und Beschlagnahme des Hauses für den Leiter der Waffen-SS Heinrich Himmler. 1953 Ankauf durch die "Missionare vom kostbaren Blut". Zweigeschoßiger Bau mit ausgebautem Mansardendach und einem 1880 angefügten Aussichtsturm.
Friedhof israelitisch Datei hochladen Friedhof israelitisch
ObjektID: 115089
Status: § 2a
Uferstraße 47
Standort
KG: Aigen I
GstNr.: 748/3
Der Jüdische Friedhof dient seit 1893 als Hauptbegräbnisstätte der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburgs. In der Zeit der Nationalsozialisten wurde er schwer beschädigt, 1940 wurde er an die vormalige Friedhofswärterin Maria Frenkenberger verkauft, die das Friedhofsgelände als Weidefläche und die Leichenhalle als Stall für ihre Kühe und Schweine entweihte; sie verkaufte auch 68 der 100 Grabsteine. Nach der Rückgabe durch die US-amerikanische Besatzungsmacht 1946 wurde der Friedhof wieder hergerichtet und erneut in Gebrauch genommen. Hier ist u. a. der in Salzburg wirkende Zukunftsforscher Robert Jungk begraben.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[2] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Einzelnachweise

  1. Salzburg – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing