Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Oswald-Möderbrugg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Oswald-Möderbrugg enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Sankt Oswald-Möderbrugg im steirischen Bezirk Murtal, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Propstei Zeiring samt Schlosskapelle Datei hochladen Propstei Zeiring samt Schlosskapelle
ObjektID: 36545
Status: Bescheid
Propstei 1
Standort
KG: Möderbrugg
GstNr.: .114
Die Propstei liegt nordwestlich des Ortes auf einem Plateau über der Pöls. Sie wurde 1074 von Erzbischof Gebhard von Salzburg dem Stift Admont geschenkt, 1480 von den Türken verwüstet und ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz.

Um einen großen Rechteckshof gruppieren sich die zwei Wohnflügel, die gotische der hl. Agathe geweihte Kapelle, sowie hohe Wehrmauern mit Schießscharten. An der Südostecke ein markanter Erker (Bretesche) mit Zwiebelhelm. Wohntrakte und Wehrmauern wurden in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts neu errichtet, im 17. Jahrhundert erfolgte ein weiterer Ausbau. Im Westtrakt befindet sich hofseitig eine Stucknische vom Ende des 17. Jahrhunderts mit einer Statue des hl. Josephs, im 1. Obergeschoß eine gleich alte Stuckdecke. Schmiedeisengitter und einige Türen vom Anfang des 17. Jahrhunderts erhalten.

Die Kapelle hl. Agathe wurde urkundlich bereits 1160 erwähnt, der spätgotische Neubau (1424, Wappen von Abt Andreas von Stetthaim) wurde nach dem Türkeneinfall 1480 unter Abt Leonhard von Steinach um das Jahr 1493 erneuert, die Neuweihe erfolgte 1495 durch Bischof Matthais Scheit.

Schloss Hahnfelden
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Schloss Hahnfelden
ObjektID: 36407
Status: Bescheid
Unterzeiring
Standort
KG: Möderbrugg
GstNr.: .115
Das Schloss Hanfelden wurde im späten 15. Jahrhundert begonnen und in der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts vollendet. Der dreigeschoßige Vierflügelbau ist von einem Zwinger umgeben, an dessen Ecken sich Türme und überall Schießscharten befinden. Der Westtrakt tritt nach Norden vor, an der Südseite und am Südosteck Kragsteinerker. Die Fassaden mit Putzfeldergliederung stammen alle aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Arkaden im Hof in den zweiten Obergeschoßen der West- und Ostseite ruhen auf Rund- und Achteckpfeilern. An der Südostecke des zweiten Obergeschoßes befindet sich das, nach einen Aufenthalt des Kaisers Maximilian I. im Jahre 1506 benannte Kaiserzimmer mit einer Leistendecke. Darunter Stuckdecke aus dem 17. Jahrhundert.
BW Datei hochladen Schneebergkapelle
ObjektID: 91941
Status: § 2a

Standort
KG: Möderbrugg
GstNr.: 525
BW Datei hochladen Bauernhaus Schneebergerhof
ObjektID: 91942
Status: § 2a

Standort
KG: Möderbrugg
GstNr.: .50
BW Datei hochladen Bauernhaus Koiner
ObjektID: 91853
Status: Bescheid
Koingraben 1
Standort
KG: St. Oswald
GstNr.: 741/1
BW Datei hochladen Ehem. Pfarrhof
ObjektID: 36546
Status: Bescheid
Sankt Oswald 1
Standort
KG: St. Oswald
GstNr.: .3
BW Datei hochladen Kindergarten
ObjektID: 91821
Status: § 2a
Sankt Oswald 2
Standort
KG: St. Oswald
GstNr.: .4
BW Datei hochladen Ortskapelle
ObjektID: 91841
Status: § 2a

Standort
KG: St. Oswald
GstNr.: .26
Kath. Pfarrkirche hl. Oswald und Friedhof
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Kath. Pfarrkirche hl. Oswald und Friedhof
ObjektID: 91818
Status: § 2a

Standort
KG: St. Oswald
GstNr.: .1; 4/1

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[2] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Kurt Woisentschläger, Peter Krenn: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Steiermark: (ohne Graz). Anton Schroll & Co, Wien, 1982, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, ISBN 3-7031-0532-1

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Sankt Oswald-Möderbrugg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
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