Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Stefan ob Stainz

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Stefan ob Stainz enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Sankt Stefan ob Stainz im steirischen Bezirk Deutschlandsberg, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Katholische Pfarrkirche St. Stefan
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Katholische Pfarrkirche St. Stefan
ObjektID: 3794
Status: § 2a
St. Stefan ob Stainz 12
Standort
KG: St. Stefan
GstNr.: .1/1
Eine Kirche an diesem Ort ist 1203 erwähnt, eine Restaurierung von Pfarrhof und Kirche, auf welche das heutige Erscheinungsbild zurückzuführen ist, erfolgte 1625. Im Fuß des Kreuzes am Turm (der Turmkugel) sind Reliquien von rund 30 Heiligen deponiert.[2] Das Langhaus des Kirchengebäudes ist im Kern romanisch, sein Gewölbe aus der Zeit um 1500. Das Kirchenschiff bildet eine vierjochige dreischiffige Halle mit Stern- und Netzrippengewölben. Der Chor wird in das 14. Jahrhundert datiert. Im Chor befinden sich ein gotischer Taufstein, eine Nische mit Renaissancearchitektur und vermauerte verstäbte Fenstergewände. Die Einrichtung der Kirche ist neugotisch aus den Jahren 1870–1880, einzelne Stücke sind älter (wie die Mariengruppe um 1760/70). Der Grabstein von Hans Lemsitzer stammt aus 1436, eine Glocke aus 1648. St. Stefan war die Stammpfarre des Gebietes und der Burg Lemsitz, sie wurde 1245 dem Stift Stainz inkorporiert und nach dessen Aufhebung 1748 wieder selbstständig. Die letzten Restaurierungen erfolgten (innen) 1973 und (außen) 1978.
Das Kirchengebäude liegt auf einem Grundstück der EZ 110 KG 61237 St. Stefan.
Pfarrhof
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Pfarrhof
ObjektID: 3795
Status: § 2a
St. Stefan ob Stainz 12
Standort
KG: St. Stefan
GstNr.: .2
Es handelt sich um einen barocken Bau mit zweigeschossigen Pfeilerarkaden.
Das Gebäude liegt auf einem Grundstück der EZ 110 KG 61237 St. Stefan.
Ehemalige Friedhofskapelle
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Ehemalige Friedhofskapelle
ObjektID: 3796
Status: § 2a
St. Stefan ob Stainz
Standort
KG: St. Stefan
GstNr.: .1/2
Die Kapelle enthält einen Marienaltar, Gebetbänke und Raum zur Aufbewahrung von Lampen, Kreuzen und anderen Gerätschaften, die bei Begräbnissen verwendet werden. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Der Bau liegt auf einem Grundstück der EZ 110 KG 61237 St. Stefan.
Mittelalterliche Wehranlage (Turmhügel)
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Mittelalterliche Wehranlage (Turmhügel)
ObjektID: ArD-6-145
Status: Bescheid
Lemsitz
Standort
KG: Lemsitz
GstNr.: 600/3
Die Anlage bildete eine der erste Befestigungen im Gebiet. Sie war im Kern romanisch und wird als Turmhügel interpretiert, der von Wassergräben, Wall und Graben umgeben war.[3] Ihr Zentrum bestand aus einem ca. neun mal sieben Meter großen unregelmäßig fünfeckigen Turm, der von einem Wall und einem Wassergraben umgeben war.[4] Er war zumindest in seinen Fundamenten gemauert.[3] Die Lemsitzer waren Dienstmannen der Herren von Wildon und Lehensnehmer des Erzbischofs von Salzburg. Im 17. Jahrhundert wird die Anlage nicht mehr erwähnt.[5] Es sind nur mehr spärliche, schwer erkennbare Reste vorhanden. Die Stelle ist mit Wald und Gebüsch bewachsen, einige nicht öffentliche Fahrwege (nur für Geländefahrzeuge) führen hindurch. Aufgehendes Mauerwerk existiert nicht mehr, sondern nur Bodenunebenheiten und Verebnungen, die ohne fachkundige Führung schwer zu erkennen sind. Im Jahr 1190 sind in den Totenbüchern des Stifts Seckau ein Richter de Lemsnice und ein Niklas erwähnt, in der Kirche St. Stefan ob Stainz befindet sich der Grabstein eines Hans Lemsitzer aus dem Jahr 1436.
Das Gelände liegt im Westen des Ortes St. Stefan auf einem Grundstück der EZ 46 KG 61222 Lemsitz.
Grabhügel Mitterzirknitz
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Grabhügel Mitterzirknitz
ObjektID: ArD-6-146
Status: Bescheid
Mitterzirknitz
Standort
KG: Zirknitz
GstNr.: 730/2; 731/2
Es handelt sich um latènezeitliche oder römische Gräber. Die Fundstelle liegt in einem Waldstück, in der Natur sind keine Details erkennbar. Ob Bodenunebenheiten auf die Grabhügel, auf späteres menschliches Einwirken oder auf natürliche Veränderungen zurückzuführen sind, ist ohne fachkundige Führung nicht unterscheidbar.
Die Stelle liegt in einem Gehölz am Hofererbergweg westlich von Km 5 der Straße L 667 Pirkhofstraße vom Zirknitztal bei St. Stefan über Griggling nach Mooskirchen, einige Hundert Meter nordwestlich der Straßenkreuzung im Zirknitztal auf Grundstücken zweier Grundbuchskörper (Einlagezahlen): Nr. 730/2 in EZ 1 und 731/2 in EZ 228, beide KG 61249 Zirknitz.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[6] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

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Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seiten 489–490

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau, 18. November 2011. 84. Jahrgang Nr. 46. S. 11.
  3. a b Lemsitz. In: Werner Murgg, Bernhard Hebert: Mittelalterliche und Frühneuzeitliche Wehrbauten im Bezirk Deutschlandsberg: Aufnahme der Bodendenkmale. Mit Zeichnungen von Stefan Karl. Beiträge zur Mittelalterarchäologie in Österreich BMÖ. Band 10, Jahrgang 1994. Hrsg: Österreichische Gesellschaft für Mittelalterarchäologie, Wien. ISSN 1011-0062. S. 59–60, Lageskizze (mit alter Grundstückverteilung) S. 81.
  4. Konrad Moser: St. Stefan ob Stainz. Eigenverlag der Gemeinde St. Stefan ob Stainz 1987. S. 32-46, Skizze der Anlage S. 35. Genealogie der Familie der Lemsitzer S. 40–46.
  5. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Eine enzyklopädische Sammlung der steirischen Wehrbauten und Liegenschaften, die mit den verschiedensten Privilegien ausgestattet waren. Graz 1961, Verlag Stiasny. S. 75–76.
  6. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
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