Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stanz im Mürztal

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Stanz im Mürztal enthält die 8 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Stanz im Mürztal im steirischen Bezirk Mürzzuschlag. 7 Objekte wurden per Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes[1]) unter Schutz gestellt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
BW Datei hochladen Bauernhof vulgo "Gawinner"
ObjektID: 9896
Status: Bescheid
Brandstatt 29
Standort
KG: Brandstattgraben
GstNr.: .1/1
Pfarrhof Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 9889
Status: § 2a
Stanz im Mürztal 1
Standort
KG: Stanz
GstNr.: .2
Bibliothek, Mesnerhaus, Nebengebäude Datei hochladen Bibliothek, Mesnerhaus, Nebengebäude
ObjektID: 9890
Status: § 2a
Stanz im Mürztal 2
Standort
KG: Stanz
GstNr.: .10
Kath. Pfarrkirche hl. Katharina Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Katharina
ObjektID: 9886
Status: § 2a

Standort
KG: Stanz
GstNr.: .1
Zwischen 1232 und 1359 erbaut. 1741 wurde die Kirche fertiggestellt.[3]
Kirchhof/Friedhof ehemaliger, Friedhofsmauer Datei hochladen Kirchhof/Friedhof ehemaliger, Friedhofsmauer
ObjektID: 9887
Status: § 2a

Standort
KG: Stanz
GstNr.: .1
Stiegenanlage Datei hochladen Stiegenanlage
ObjektID: 9888
Status: § 2a

Standort
KG: Stanz
GstNr.: .1
Kath. Filialkirche hl. Ulrich Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Ulrich
ObjektID: 9891
Status: § 2a

Standort
KG: Stanz
GstNr.: .121
Von 1446 bis 1456 - im Auftrag des Otto von Stubenberg - als Eigenkirche erbaut und den Heiligen Ulrich und Lienhart geweiht. Zweischiffige spätgotische Hallenkirche mit zweijochigen Chor mit 5/8 Schluss und umlaufenden Gesims. Das Langhaus ist vierjochig und mit einem breiteren netzrippengewölbten Mittelschiff sowie einem kleineren Südschiff versehen. Arkadennischen im Norden deuten ein weiteres Seitenschiff an. Die Unregelmäßigkeit des Grundrisses und besonders der Westfassade lassen annehmen, dass die Kirche über einen Vorgängerbau errichtet, bzw. mehrmals erweitert wurde. Im Norden befinden sich massive Pfeiler die Gewölbe und Nordfassade abstützen. Der Giebel des Westportals ist markant nach Norden versetzt, auch das große Rundbogenfenster befindet sich nicht exakt über dem Eingangstor. Insgesamt konnten drei Bauphasen festgestellt werden:
  • Phase I: Quadratisches Langhaus, vermutlich der Rest eines damals bereits vorhandenen Kirchenbaues,
  • Phase II: Erweiterung durch ein Presbyterium nach Ost-Süd-Ost und dem Glockenturm,
  • Phase III: Anbau des südlichen Seitenschiffes mit einem Leonhartaltar um 1521.

Der Hochaltar wurde im 17. Jahrhundert im Knorpelwerkstil errichtet, die Predigerkanzel datiert ins frühe 18. Jahrhundert (1716) und wurde 1779 aus Kapfenberg angekauft. Die hölzerne Musikempore ist im Norden etwas ins Schiff vorgezogen. Der Balkon besteht aus gedrechselten Säulen, an der Unterseite befinden sich Intarsienverzierungen die um 1634 entstanden. Die Aufstellung der Orgel erfolgte 1754, 1887 wurde sie von Carl Billich umgebaut. Über der gotischen Sakristei befindet sich der quadratische Glockenturm. Er ist über eine Wendeltreppe zugänglich. Bei deren Errichtung musste ein Kreuzrippengewölbe durchschlagen werden. 1697 wurde der Turm um 2/3 erhöht. Die Fassade von Ostchor und Turm werden in ca. 9 m Höhe durch ein Gesimsband unterteilt. Der Turm ist zusätzlich mit Pilastern, Horizontalbändern, weißen Farbfeldern und einem Zwiebelhelm versehen bzw. abgedeckt. Die Glocke stammt aus dem Jahr 1746. Seit den 1990er Jahren fanden immer wieder durch freiwillige Spenden finanzierte Sanierungsmaßnahmen (Gewölbesicherung, Drainagierungen, Neuverputz, Verlegung Bodenpflaster etc.) statt.[4]

Flur-/Wegkapelle, Url-Kapelle Datei hochladen Flur-/Wegkapelle, Url-Kapelle
ObjektID: 9893
Status: § 2a

Standort
KG: Stanz
GstNr.: .104
Eine der ältesten Kapellen im Mürztal, 1453 erstmals urkundlich erwähnt, ist sie aber wahrscheinlich noch wesentlich früher erbaut worden. Sie befindet sich ca. 230 m nordöstlich der Ulrichskirche auf einem stark bewaldeten Hügel. Offiziell nie eingeweiht, diente sie bis in die späten 1950er Jahre vorwiegend einem örtlichen, bäuerlichen Leonhardikult.[5]

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[2]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[1] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Stanz im Mürztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
  2. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  3. Infotafel am Gemeindeamt Stanz
  4. Franz Krammer: St. Ulrich in Stanz, Broschüre des Vereines z. Erhaltung d. Ulrichskirche, Eigenverlag
  5. Infotafel i.d. Ulrichskirche.


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