Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steinfeld (Kärnten)

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steinfeld enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Steinfeld in Kärnten.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Kapelle Mariae Heimsuchung Datei hochladen Kapelle Mariae Heimsuchung
ObjektID: 61637
Status: § 2a
Fellbach 56, OG
Standort
KG: Fell
GstNr.: .56
Die Kapelle Mariae Heimsuchung ist ein spätbarocker Bau mit 3/8-Schluss, der jedoch im späten 19. Jahrhundert verändert wurde. Das Gebäude besitzt eine Pfeilervorlaube und einen gemauerten, mit der Jahreszahl 1882 bezeichneten, Dachreiter. Das mit einer Flachdecke versehene Schiff weist seitlich je zwei Kompositbogenfenster auf. Über den runden, auf Wandpfeilern ruhenden, Triumphbogen gelangt man in den innen abgerundeten, mit Stichkappen versehenen Chor. Blumenvasen und der Baldachin über dem Altar sind Teil der spätbarocken Bemalung. Der Säulenaltar zeigt eine neobarocke, volkstümliche Darstellung der Heimsuchung Mariae.[2]
Kath. Filialkirche hl. Andreas Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Andreas
ObjektID: 61744
Status: § 2a
Gajach 77, OG
Standort
KG: Fell
GstNr.: .77
Schloss
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Schloss
ObjektID: 34886
Status: Bescheid
Raggnitz 1
Standort
KG: Fell
GstNr.: .1
Hauptartikel: Schloss Raggnitz
f1
Schloss Neustein (Flattachhof)
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Schloss Neustein (Flattachhof)
ObjektID: 34885
Status: Bescheid
10. Oktoberstraße 27
Standort
KG: Gerlamoos
GstNr.: 886/2
Das Schloss Neustein ist ein zweigeschossiges Renaissanceschloss aus dem 16. Jahrhundert, der im Kern vermutlich älter ist. Die Rundtürme werden von einem Kegeldach bedeckt und sind mit Schlüsselscharten versehen. Über dem Tor befindet sich ein gekuppeltes Fenster, die Dachmansarde ist neueren Ursprungs.

Als Flattachhof war das Gebäude Mitte des 16. Jahrhunderts Sitz des Bergrichters Florian Kriegelstein, ein Protestant, der aufgrund seiner Konfession Kärnten verlassen musste. Der Pfleger der Herrschaft Ortenburg-Porcia, Franz Daniel Novak, wurde 1754 von Kaiserin Maria Theresia als „von Neuenstein“ geadelt.[3]

Kalvarienbergkapelle und Reste der ehem. Einsiedelei
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Kalvarienbergkapelle und Reste der ehem. Einsiedelei
ObjektID: 61690
Status: § 2a
Flattachberg 76, OG
Standort
KG: Gerlamoos
GstNr.: .76; 725/5
Die Kalvarienbergkapelle ist ein 1767 errichteter, spätbarocker genordeter Bau mit geradem Schluss. Die beiden Fassadentürme im Süden sind mit Zwiebelhelmen gekrönt. Die Sakristei und ein Heiliges Grab befinden sich im Norden. Die 1988 erfolgte Außenrestaurierung stellte die Farbigkeit des 19. Jahrhunderts wieder her.

Der Innenraum ist flachgedeckt. Das Deckengemälde im Grabraum zeigt Christus in der Unterwelt. An den Seitenwänden befinden sich weitere Fresken. Im Jahr 1984 wurden barocke Fresken im Chor aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entdeckt, die das Himmlische Jerusalem und die Auferstehung darstellen. Ein weiteres Fresko befindet sich an der Decke mit der Darstellung einer Vera-Icon. An der Altarwand befindet sich eine Kreuzigungsgruppe aus dem 19. Jahrhunderts mit den Schächern, Maria und Johannes. Die Orgelbrüstung zeigt dekorative Malerei aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Vor dem Altar ist eine Steinplatte mit einem Kreuz und der Jahreszahlbezeichnung 1767 eingelassen. Die geschnitzten Betstühle stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.[4]

Kath. Filialkirche hl. Georg mit Friedhof
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Kath. Filialkirche hl. Georg mit Friedhof
ObjektID: 61754
Status: § 2a
Gerlamoos .23, OG
Standort
KG: Gerlamoos
GstNr.: .23; 291
Hauptartikel: Filialkirche Gerlamoos
f1
Kath. Filialkirche hl. Martin mit Friedhof
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Kath. Filialkirche hl. Martin mit Friedhof
ObjektID: 62771
Status: § 2a
Radlach 1
Standort
KG: Radlach
GstNr.: .1; 3/1
BW Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Maria vom guten Rathe
ObjektID: 62871
Status: § 2a
Rottenstein 50, OG
Standort
KG: Rottenstein
GstNr.: .50
Die Kapelle zur Heiligen Maria vom guten Rat ist ein kleiner Bau mit 5/8-Schluss und einem hölzernen Dachreiter im Westen. Das Gebäude wurde erstmals 1845 urkundlich erwähnt. Der Aufgang zur Empore befindet sich im Norden. Der Chorschluss im Inneren ist abgerundet. Der kleine Altar stammt vom Ende des 18. Jahrhunderts und zeigt ein Marienbild aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.[5]
BW Datei hochladen Wohnhaus, ehem. Knappenhaus
ObjektID: 34882
Status: Bescheid
Dolomitenstraße 5
Standort
KG: Steinfeld
GstNr.: .66/2
Gasthof Ertl Datei hochladen Gasthof Ertl
ObjektID: 34883
Status: Bescheid
Dolomitenstraße 8
Standort
KG: Steinfeld
GstNr.: .53/1
Das zweigeschossige, mit einem Eckerker versehene, Gebäude ist im Kern aus dem 15. Jahrhundert. Im Jahr 1995 wurde die Farbigkeit der Fassade aus dem 19. Jahrhundert wiederhergestellt.[3]
Veranstaltungs- und Kulturzentrum Jordanhof, ehem. Volksschule Datei hochladen Veranstaltungs- und Kulturzentrum Jordanhof, ehem. Volksschule
ObjektID: 63387
Status: § 2a
Dolomitenstraße 11
Standort
KG: Steinfeld
GstNr.: .54; 1534
Der Jordanhof, in dem von 1860 bis 1977 die Volksschule untergebracht war, ist ein zweigeschossiges ehemaliges Gewerkenhaus aus dem 15. Jahrhundert mit spätgotischer und frühbarocker Bausubstanz. Das Gebäude weist Steingewändefenster und innen Gewölbe auf.[3][6]
BW Datei hochladen Wohnhaus
ObjektID: 34884
Status: Bescheid
Friedrich Marxstraße 4
Standort
KG: Steinfeld
GstNr.: .42
BW Datei hochladen Ehem. Berggerichtshaus, Singerhof, auch: Porciahaus oder Plazottahaus
ObjektID: 63389
Status: § 2a
Singerhofstraße 1
Standort
KG: Steinfeld
GstNr.: .82; 581
BW Datei hochladen Kapelle Mariahilf
ObjektID: 63391
Status: § 2a
Steinfeld
Standort
KG: Steinfeld
GstNr.: .273
Bei der Kapelle Mariahilf handelt es sich um einen kleinen, spätbarocken Bau mit 5/8-Schluss. Das Gebäude besitzt eine Vorlaube, einen hölzernen Dachreiter mit Spitzhelm, sowie eine angebaute Sakristei im Süden. Das Langhaus ist flachgedeckt und zeigt im Stuckrahmenfeld ein Gemälde mit zwei Engel auf einer Wolkenkrone, die das Herz und den Namen Mariä verehren. Außerdem befindet sich in der Kirche ein gemalter Altarbaldachin mit Engel und in den Gewölbefeldern die Verkündigung und Verzückung einer Heiligen. Im Jahr 1989 wurde die Bemalung der Bauzeit freigelegt.[3]
Kath. Pfarrkirche hl. Johannes Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Johannes
ObjektID: 63393
Status: § 2a
Steinfeld
Standort
KG: Steinfeld
GstNr.: .34

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[7] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

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Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Steinfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Kärnten – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 135.
  3. a b c d Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 910.
  4. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 909.
  5. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 694.
  6. Jordanhof. Förderverein Schönfeld. Abgerufen am 10. Oktober 2012.
  7. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


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