Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steyr-Christkindl

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steyr-Christkindl enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte des Steyrer Stadtteils Christkindl.

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Eisenbahnstrecke Datei hochladen Eisenbahnstrecke
ObjektID: 47544
Status: Bescheid

seit 23. März 1987

Christkindl
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: 708/1
Teilstück der Steyrtalbahn, erste auf heutigem österreichischen Staatsgebiet errichtete Schmalspurstrecke in einer Spurweite von 760mm (bosnische Spur). Eröffnung der Teilstrecke Garsten-Grünburg am 20. Aug. 1889. Die Unterschutzstellung bezieht sich u.a. auf die Strecke samt den Gleisanlagen, Durchlässen, Böschungspflasterungen, Stützmauern udgl. nicht jedoch auf die beweglichen Betriebsmittel. Der Streckenteil auf GrstNr. 708/1 ist aufwendig trassiert. Vom Bahnhof Steyr Lokalbahnhof zuerst zur Steyrniederung stark fallend, beidseitig aufwendige Stützmauern in diesem Bereich. Überquerung des Steinbruchweges mittels kleinerer Brücke. Fachwerkbrücke über den Himmlitzer Bach. Westlich anschließend die neuerrichtete Haltestelle Unterhimmel-Christkindl.
Eisenbahnstrecke Datei hochladen Eisenbahnstrecke
ObjektID: 47545
Status: Bescheid

seit 23. März 1987

Christkindl
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: 708/4
Teilstück der Steyrtalbahn, erste auf heutigem österreichischen Staatsgebiet errichtete Schmalspurstrecke in einer Spurweite von 760mm (bosnische Spur). Eröffnung der Teilstrecke Garsten-Grünburg am 20. Aug. 1889. Die Unterschutzstellung bezieht sich u.a. auf die Strecke samt den Gleisanlagen, Durchlässen, Bahndämmen, Brücken udgl. nicht jedoch auf die beweglichen Betriebsmittel. Der Streckenteil auf GrstNr. 708/4 in der Unterhimmler Au weist keine bautechnischen Besonderheiten auf. Lediglich im äußersten Westen befndet sich ein höherer Bahndamm der zur Brücke über den Himmlitzer Bach führt. Diese Brücke befindet sich zum Teil bereits auf Garstner Gemeindegebiet. Im Osten befand sich die heute aufgelassene Halte- und Ladestelle Unterhimmel-Christkindl.
Kapelle hl. Johannes Nepomuk-Kapelle Datei hochladen Kapelle hl. Johannes Nepomuk-Kapelle
ObjektID: 114349
Status: § 2a

seit 31. Dezember 2009

Christkindlweg
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: 163/2
Östlich der Wallfahrtskirche situierte kleine, um 1740 errichtete Kapelle. Das heutige Erscheinungsbild ist der gegenüber gelegenen Loreto-Kapelle angeglichen. Lisenen auf hohem Sockel gliedern die Fassaden. Oberer Fassadenabschluss durch Architravzone und reich profiliertes Traufgesims. An der Schauseite weite Bogenöffnung mit schulterbogigen Ansätzen. Schlichtes einfaches Gitter. Im Inneren Steinfigur des Heiligen Johannes Nepomuk, aus der Zeit um 1720/40, farbig gefasst. An den beiden Seitenfassaden rundbogige Öffnungen. Kapellenabschluss durch leicht aufgeschwungenes Mansarddach.
Wallfahrtskirche Zum göttlichen Christuskind
Datei hochladen
Wallfahrtskirche Zum göttlichen Christuskind
ObjektID: 58152
Status: § 2a

seit 31. Dezember 2009

Christkindlweg
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: .47
Bedeutender auf der Hochterrasse des Steyrufers situierter, weithin sichtbarer, barocker Kirchenbau. Baubeginn 1702 nach Plänen von Carlo Antonio Carlone. Ab 1708 durch Jakob Prandtauer vollendet. 1877 Erhöhung der beiden Osttürme. Nach Westen orientierter Rundbau mit vier Konchen, über denen der hohe Tambour, der durch große Doppelfenster belichtet wird und die etwas gedrückte Kuppel emporsteigen. Vorbild des Baues, die Kirche Sta. Maria Rotonda in Rom. Im Südwesten zweigeschossiger zweiachsiger Sakristeianbau, hier im Obergeschoß einachsiger Verbindungsgang zum Pfarrhof. Dreiachsige Ostfassade mit zwei Türmen und Attika. Mittig über Stufen erreichbares rechteckiges Portal. Über dem darüber situiertem Doppelfenster in barock geschwungenem Aufbau in rundbogiger Nische Christuskindstatue. Dreigeschossige Türme mit barock wirkenden, erst 1877 geschaffenen Abschluss mit geschwungener Haube und Laterne. Im Inneren Kuppelfresko Himmelfahrt Mariä, am Rand in fünf Gruppen die Verwandtschaft Christi, von Carl von Reslfeld. Der um 1710 geschaffene Hochaltar ist ein Gebilde von Wolken und Engeln, oben abschließend die Figur Gottvater. Zwei Seitenaltäre, das Abschlussgitter aus dem 2.V.d.18.Jh.
Pfarrhof samt Wirtschaftsgebäude Datei hochladen Pfarrhof samt Wirtschaftsgebäude
ObjektID: 60315
Status: § 2a

seit 31. Dezember 2009

Christkindlweg 69
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: .48/1; .48/2; .48/4
Südlich der Wallfahrtskirche situierter mächtiger 1710-1715 nach Plänen von Jakob Prandtauer errichteter geländebedingt zwei- bis viergeschossiger Pfarrhof über rechteckigem Grundriss mit zweigeschossigen Giebeln. Schlichte Fassadengestaltung, regelmäßige Fensterachsen mit Fenstergewänden aus Stein. Fünfachsige der Kirche zugewandte Hauptfassade mit dominanter mittig situierter über zwei Geschosse reichender rundbogiger Öffnung mit Rotmarmorgewände. Im Inneren der um 1720 geschaffene sogenannte Gnadenbrunnen. Die darüberliegenden Achsen durch Doppelfenster betont. In der äußerst rechten Achse im Obergeschoß einachsiger Verbindungsgang zur Kirche. Das reich profilierte Traufgesims der jeweils vierachsigen Querfassaden an der Nordfassade fortgeführt. Die beiden Geschosse des Giebels je dreiachsig, zwei rundbogige Belichtungsöffnungen im Giebelobergeschoß. An der schmucklosen dreiachsigen Südfassade vier "Stützpfeiler", die wohl einer möglichen Verlängerung des Gebäudes gedient hätten. Gebäudeabschluss durch mächtiges Krüppelwalmdach. Im Süden anschließend zweigeschossiges hakenförmiges Wirtschaftsgebäude, aus dem 18./19.Jh. stammend. Im Norden achtachsiger Speicherbau mit querrechteckigen Belichtungsöffnungen. Im Süden siebenachsiger Quertrakt mit schlichter Gliederung, großen Fensteröffnungen, geschosstrenenden Gesimsband und abschließendem Walmdach. In der dritten Achse von rechts außermittig versetztes Rundbogenportal. Hofseitig Stiegenhausanbau
Ehem. Papiermühle Datei hochladen Ehem. Papiermühle
ObjektID: 38222
Status: Bescheid

seit 17. Februar 1984

Rosenegger Straße 3
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: .71
Urkundlich 1644 als „Papiermüll“ erwähnt. Schmaler langgestreckter Bau, im Kern aus der 2. Hälfte des 16./Anfang des 17. Jahrhunderts stammend. Zweigeschoßiger Bau mit sieben Achsen an der Längsfassade, wobei die beiden westlichen Achsen risalitartig vorspringen, dreiachsige Querfassade. Zweigeschoßiger Giebel mit je zwei Achsen. Hohes und steiles Krüppelwalmdach. Josefinischer Fassadendekor vom Ende des 18. Jahrhunderts. Glatte Simsbänder zwischen den Geschoßen und an den Gebäudekanten, Pilaster zwischen den Fensterachsen. Volkstümlicher Schabrackendekor über und unter den Fenstern des ersten Obergeschoßes. Schmiedeeiserne Fensterkörbe. Wappenkartusche mit steirischem Panther an der Querfassade im ersten Obergeschoß.
Friedhof mit Mauer und Friedhofskapelle Datei hochladen Friedhof mit Mauer und Friedhofskapelle
ObjektID: 114350
Status: § 2a

seit 31. Dezember 2009

Schwamminger Straße
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: 171; 170
Fabriksanlage mit Wasserkraft
Datei hochladen
Fabriksanlage mit Wasserkraft
ObjektID: 38291
Status: Bescheid

seit 1. Dezember 1986

Unterhimmler Straße 1-2
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: .117/1; .117/3; .117/4
Unterhimmler Straße 1: Hauptgebäude des ehemaligen Drahtzuges, 1874 neu errichtet. Mächtiger zweigeschossiger Bau mit fünfachsiger Giebelfront, Längsfassaden neunachsig. Gliederung der Fassade durch riesige Segmentbogenfenster mit massiv vorgemauerten Sturzverdachungen. Die westliche Giebelfront mit monumentalen Eckpfeilern, die mit auskragenden Konsolabschlüssen den Giebel hochstelzen. Giebel von einer gestaffelten zinnenartigen Rechteckspitze bekrönt. Auf den Giebelschrägen je ein Scheinkamin. Giebel bezeichnet mit 1874, mit zwei Segmentbogen- und einer Rundbogenöffnung. Firstgesims als Zahnfries mit Tropfenkonsolen ausgebildet. Das Traufgesims der Längsfassaden ist ein Kranzgesims mit kräftigen Konsolen. Vom ehemaligen Anbau im Osten nur die wasserseitige Erdgeschoßmauer erhalten. Fluder und außerordentlich breites unterschächtiges Wasserrad von enormer Größe. Eisenkonstruktion mit abgerundeten hölzernen Schaufelbrettern.

Unterhimmler Straße 2: Hakenförmiges zweigeschossiges Nebengebäude mit Satteldach und schlichten Fassaden, errichtet um 1874. Ost-, Süd- und die nach Westen gerichtete Giebelfassade mit horizontalen Faschen zwischen den Geschossen und vertikalen Faschen zur Betonung der Gebäudekanten. Die Fenster mit schlichten genuteten Umrahmungen. Ostfassade siebenachsig, im Erdgeschoß vier rundbogige Fensteröffnungen, im Obergeschoß eckige Fenster. Im Südosten eingeschossiger Anbau mit Sheddach. Südfassade sieben- , die westliche Giebelfassade zweiachsig. Hofseitig im Erdgeschoß rundbogige, im Obergeschoß eckige Fensteröffnungen. An der nach Westen orientierten Fassade im Obergeschoß ein gedeckter Gang vorgelagert, der über eine Freitreppe erreicht wird.

Christkindlweg-Brücke
Datei hochladen
Christkindlweg-Brücke
ObjektID: 114351
Status: § 2a

seit 31. Dezember 2009


Standort
KG: Christkindl
GstNr.: 673
Kleine gemauerte Brücke östlich der Wallfahrtskirche am ehemaligen Wallfahrtsweg von der Stadt Steyr nach Christkindl gelegen. Wahrscheinlich im 19.Jh. errichtet, möglicherweise älter. Rundbogige Öffnung über dem Pufferweg. Seitlich ursprünglich gemauerte Brüstungen, diese 2012 bei der Generalsanierung aus statischen Gründen abgetragen und durch Beton ersetzt.
Loretokapelle
Datei hochladen
Loretokapelle
ObjektID: 114348
Status: § 2a

seit 31. Dezember 2009

Christkindl
Standort
KG: Christkindl
GstNr.: .48/3
Östlich der Wallfahrtskirche situierte 1876 nach Entwürfen und unter Leitung des Steyrer Kunsttischlers Johann Jaunisch erbaute Kapelle. Eingeschossiger zweiachsiger Rechteckbau mit abschließendem Satteldach. In der rechten Achse der Längsfassade rechteckiges Eingangsportal mit Steingewände, links verputzte Scheinöffnung ebenfalls mit Steingewände. Über den beiden Öffnungen etwas abgesetzt je ein Dreiecksgiebel. Die Gebäudekanten durch Lisenen akzentuiert, eine weitere Lisene zwischen den Öffnungen. Über der Architravzone weit vorkragendes Traufgesims. An der Giebelseite schlecht erhaltene Wandmalerei Maria mit Kind von Engeln angebetet mit profilierter Umrahmung. Im Osten kleiner metallener vierseitiger Dachreiter.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[2] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Einzelnachweise

  1. Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing