Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sulmeck-Greith

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sulmeck-Greith enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Sulmeck-Greith im steirischen Bezirk Deutschlandsberg, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Katholische Pfarrkirche St. Ulrich in Greith
Datei hochladen
Katholische Pfarrkirche St. Ulrich in Greith
ObjektID: 3632
Status: § 2a
Kopreinigg
Standort
KG: Kopreinigg
GstNr.: .76/1
Eine Kirche an diesem Standort ist urkundlich 1430 erwähnt, seit 1790 ist sie Pfarrkirche. 1743 wurde das Kirchenschiff neu gebaut, 1838 der gotische Chor abgetragen und neu gebaut, eine Restaurierung erfolgte 1960. Die geringen Fundamentreste des gotischen Chores wurden 1999 archäologisch untersucht.[1] Die Deckenfresken stammen aus dem Jahr 1960. Der Fassadendachreiter wird in das Jahr 1765 datiert, sein Helm auf 1915. Das Nordportal trägt eine Datierung aus 1743.
Das Kirchengebäude liegt auf einem Grundstück der EZ 43 KG 61123 Kopreinig.
Schloss Welsberg
Datei hochladen
Schloss Welsberg
ObjektID: 3634
Status: Bescheid
Dietmannsdorf 1
Standort
KG: Dietmannsdorf
GstNr.: .1/1
Am Standort des Schlosses wird ein festes Haus mit Mauern und Wassergräben vermutet, zu dessen Schutz die versumpften Niederungen des Sulmtals gehörten. Später befand sich an der Stelle ein Lehenhof, der sich wegen der sumpfigen Umgebung nicht gut als Meierhof eignete und seinen Besitzern keine nennenswerten Erträge brachte. 1592 ist ein Burgfried „am Pergl im Sulmtal“ erwähnt, der sich auf eine halbe Stunde (Fuß-)Weg im Umkreis erstreckte. 1679 wurde das „guettl Pergl, anjezo Welspergl genannt“ von Hans Adam Welser zum Fideikommiss der Welser von Welsersheimb bestellt. Ein Schlossbau entstand um 1687. 1745 brannte die Anlage ab und wurde unter Leopold Karl Graf Welsersheimb im Rokokostil wieder aufgebaut, allerdings nicht fertig gestellt. Die Westhälfte ist nicht ausgebaut. Im Erdgeschoß befindet sich eine Kapelle mit Fresken aus der Bauzeit, für die mehrfach Messlizenzen bestanden hatten. Über einige Jahrzehnte verfügte das Schloss über einen eigenen Hauskaplan.[2] [3]
Das Schloss liegt auf einem Grundstück der EZ 190 KG 61152 Dietmannsdorf.
Grabhügelgruppe Hartwald-Graschach Datei hochladen Grabhügelgruppe Hartwald-Graschach
ObjektID: ArD-6-156
Status: Bescheid
Hartwald bei Graschach
Standort
KG: Graschach
GstNr.: 581; 587/1; 587/2; 592
Die Fundstelle dokumentiert ein größeres hallstattzeitliches Siedlungsgebiet.[4] Es wurden neben einer Reihe von Grabhügeln und Keramikgruben [5][6] auch Reste von anderen Anlagen wie z. B. Wölbäckern gefunden, die auf eine frühe Verwendung von Pflügen deuten. Die Anlage dieser Äcker wird als Versuch gedeutet, den im Allgemeinen nassen und dichten Boden dieses Gebietes zu lockern und trockener zu halten.[7] In der Natur sind keine Reste erkennbar. Ob Bodenunebenheiten im Wald auf historische Grabhügel, spätere menschliche Eingriffe oder natürliche Abläufe (Erosion usw.) zurückzuführen sind, ist ohne fachkundige Führung nicht zu unterscheiden.
Die Fundstelle liegt im Hartwald in Graschach, südlich von Dornach auf Grundstücken mehrerer Einlagezahlen: Das Grundstück Nr. 581 auf EZ 26, Nr. 587/1, 587/2 auf EZ 150 und Nr. 592 auf EZ 43, alle KG 61153 Graschach.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[8]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[9] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seite 490 (St. Ulrich) und 614 (Welsberg).
  • Bundesdenkmalamt: Fundberichte aus Österreich. (FÖ) Herausgegeben von der Abteilung des Bundesdenkmalamtes für Bodendenkmale in Wien, Hofburg, Säulenstiege. Die einmal jährlich erscheinenden Bände dieser Reihe enthalten erste kurzgefasste archäologische Fundmeldungen und eingehendere Grabungsberichte aus dem Berichtsjahr sowie wissenschaftliche Beiträge aus den Fachgebieten Ur- und Frühgeschichte, Provinzialrömische Archäologie sowie Mittelalter- und Neuzeitarchäologie und den historischen sowie naturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen. Verlag Berger, Horn. ISSN 0429-8926.

Einzelnachweise

  1. Fundberichte aus Österreich. Band 38, Jahrgang 1999. Wien 2000. Seite 908.
  2. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Eine enzyklopädische Sammlung der steirischen Wehrbauten und Liegenschaften, die mit den verschiedensten Privilegien ausgestattet waren. Graz 1961, Verlag Stiasny. S. 87–88.
  3. Günther Bernhard: Schloss Welsberg in der Weststeiermark. In: Gerhard Pferschy, Gernot P. Obersteiner (Hg.), Meinhard Brunner (Red.): Rutengänge: Studien zur geschichtlichen Landeskunde. Festgabe für Walter Brunner zum 70. Geburtstag. Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, Band 54. Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Sonderband 26. Graz 2010. ISBN 978-3-901251-34-4. S. 364–375.
  4. Andreas Bernhard, Bernhard Hebert: Dritter und abschließender Bericht über die Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamtes im Hartwald der KG Graschach in der Steiermark. Fundberichte aus Österreich. Band 39, Jahrgang 2000. Wien 2001. Seiten 91–99.
  5. Bernhard Hebert, Markus Lehner: Neue Funde zur Hallstattkultur aus der Steiermark. In: Erzsébet Jerem, Andreas Lippert (Hrsg.): Die Osthallstattkultur. Akten des Internationalen Symposiums, Sopron, 10. bis 14. Mai 1994. Archaeolingua Band 7, Budapest 1996. Seiten 137–140.
  6. Fundberichte aus Österreich. Band 35, Jahrgang 1996. Wien 1997. Seiten 48–49.
  7. Fundberichte aus Österreich. Band 41, Jahrgang 2002. Wien 2003. Seiten 727–728.
  8. Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  9. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing