Liste der denkmalgeschützten Objekte in Veitsch

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Veitsch enthält die neun denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Veitsch im steirischen Bezirk Mürzzuschlag. Acht Objekte wurden per Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes[1]) unter Schutz gestellt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Schule, Hauptschule Datei hochladen Schule, Hauptschule
ObjektID: 10503
Status: § 2a
Klein Veitsch Straße 6
Standort
KG: Dorf Veitsch
GstNr.: 65/1
Aufbahrungshalle Datei hochladen Aufbahrungshalle
ObjektID: 10500
Status: § 2a
Friedhofweg 2
Standort
KG: Dorf Veitsch
GstNr.: .36
Rathaus/Gemeindeamt, Marktgemeindeamt Datei hochladen Rathaus/Gemeindeamt, Marktgemeindeamt
ObjektID: 12921
Status: § 2a
Obere Hauptstraße 18
Standort
KG: Dorf Veitsch
GstNr.: .17
Kath. Pfarrkirche hl. Veit Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Veit
ObjektID: 10498
Status: § 2a

Standort
KG: Dorf Veitsch
GstNr.: .21; 12
Der spätgotische Kirchenbau wird 1206 erstmals urkundlich erwähnt. Das dreijochige Langhaus wurde 1456 fertiggestellt und ist mit einem Netzrippengewölbe überdacht, das auf Halbrunddiensten bzw. eingezogenen Strebepfeilern mit Blattkapitellen ruht. Die Innenausstattung umfasst Elemente aus einem Zeitbogen von der Spätgotik bis ins frühe 20. Jahrhundert. Im Mitteljoch befinden sich mit Wappen dekorierte Schlusssteine, die Exemplare beim Heiligen Geist Loch zeigen zwei Köpfe. Der einjochige Chor ist durch einen eingezogenen, spitz zulaufenden Fronbogen vom Langhaus getrennt (5/8 Schlusssteine um je eine Stufe erhöht). Überdacht wird er von einen tief herabgezogenen Kreuzrippengewölbe, das auf Konsolen aufliegt. Einer der rundförmigen Schlusssteine am Chorschluss stellt einen segnenden Bischof dar. Hier sind die Strebepfeiler flach ausgeführt, dazwischen ein schwer beschädigtes spätgotisches Fresko, das Christus als Weltenrichter und die Muttergottes mit dem hl. Johannes darstellt. Im Maßwerk von zwei Chorfenstern haben sich noch gotische Ornamentscheiben erhalten. Südlich des Chores befindet sich die barocke St. Veit Kapelle mit Stichkappentonne, Wandpilastern und einem Altar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, der Johann Michael Eisenschmidt zugeschrieben wird. Hier befindet sich auch eine Wandnische, die durch ein schmiedeeisernes Gitter aus dem 18. Jahrhundert abgeschlossen wird. Die übrigen Seitenaltäre stammen aus dem Rokoko (St. Veit Kapelle spätes 18. Jahrhundert). Die mit einem Christusrelief verzierte Kanzel entstand Mitte des 18. Jahrhunderts, die neugotische Orgel wurde 1894 von A. Mauracher geschaffen. Der Glockenturm am Westende der Kirche ist zweigeschoßig und mit einem hohen Keildach versehen. Die Turmhalle wird durch ein Stichkappentonnengewölbe bedeckt. Ihre Südpforte ist mit einem verstäbten Rundbogenportal dekoriert. Die Glocke wurde 1736 von Theresia Weyrin gestiftet. Die Kirche wurde 1956 umfassend restauriert.[3]
Stiftshof/Gutshof/Lesehof, Pfarrhof Datei hochladen Stiftshof/Gutshof/Lesehof, Pfarrhof
ObjektID: 10499
Status: § 2a

Standort
KG: Dorf Veitsch
GstNr.: .22/1
Der Gebäudekomplex liegt nördlich der Kirche und ist mit ihr durch einen Gang aus der Zeit der Gotik verbunden. Dieser ist wiederum mit einem rundbogigen Durchgang und einem Osterker (mit verstäbtem Fenster) versehen. An seiner Solbank befinden sich zwei Kopfkonsolen. Der Kirchhof ist durch eine hohe Mauer von der Probstei abgetrennt. Die einzelnen Trakte des Gebäudes sind um einen zweigeschoßigen Arkadenhof angeordnet. Der Osttrakt ist mit einem Wirtschaftsgebäude verbunden, in dem sich ein mit Stuckaturen und einem Tonnengewölbe gedeckter Raum befindet, der zwischen 1730 und 1740 – vermutlich – von Johann Cajean Androy geschaffen wurde. Das Gebäude dient seit 1989 als Jugendherberge, Arkadentaverne, Unterkunft für Wallfahrer und Veranstaltungszentrum.[4]
Badeanlage, Hallenbad Datei hochladen Badeanlage, Hallenbad
ObjektID: 10488
Status: § 2a
Badstraße 21
Standort
KG: Großveitsch
GstNr.: .300
Alpengasthof Radwirt Datei hochladen Alpengasthof Radwirt
ObjektID: 10492
Status: Bescheid
Brunnalmstraße 36
Standort
KG: Großveitsch
GstNr.: .123/2
Flur-/Wegkapelle, Heissenberger-Kapelle (Schaffenberger-Kapelle) Datei hochladen Flur-/Wegkapelle, Heissenberger-Kapelle (Schaffenberger-Kapelle)
ObjektID: 10489
Status: § 2a

Standort
KG: Großveitsch
GstNr.: .1/5
Bildstock, sog. Pestkreuz Datei hochladen Bildstock, sog. Pestkreuz
ObjektID: 10490
Status: § 2a

Standort
KG: Großveitsch
GstNr.: .3
Vermutlich um das Jahr 1529 von sechs Veitscher Bauern gestiftet, zwischen 1997 und 1998 mit Hilfe des BDA restauriert.[5]

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[2]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[1] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Veitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
  2. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  3. Infotafel vor Ort
  4. Infotafel vor Ort
  5. Infotafel vor Ort


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