Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wörgl

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wörgl enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Tiroler Gemeinde Wörgl, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch den § 2a des Denkmalschutzgesetzes unter Schutz gestellt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Kriegerdenkmal Datei hochladen Kriegerdenkmal
ObjektID: 121474
Status: § 2a
Andreas Hofer-Platz
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 63
120 Jahre nach der Schlacht bei Wörgl (1809) wurde am 13. Mai 1928 an Stelle des heutigen Stadtamtgebäudes ein Monumentalbrunnen mit dem seine Lanze in den Drachen stoßenden, auf dem gebäumten Streitross sitzenden hl. Ritter Georg und der damaligen Inschrift Den Helden die Heimat zum Gedenken an die Gefallenen des Freiheitskampfes und des Ersten Weltkrieges enthüllt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Namen der im Zuge beider Weltkriege verstorbenen Wörgler in das Denkmal mit der nunmehrigen Inschrift Den Gefallenen der Weltkriege eingearbeitet und das Denkmal wurde an seinen heutigen Standort, südlich der Pfarrkirche neu aufgestellt.[1]
Denkmal für die Schlacht von 1809 Datei hochladen Denkmal für die Schlacht von 1809
ObjektID: 121480
Status: § 2a
Andreas Hofer-Platz
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 63
Wörgls ältestes Denkmal wurde zur 100-jährigen Gedenkfeier der Kämpfe und den Gefallenen von 1809 im Jahre 1909 von Erzherzog Eugen von Habsburg am ehemaligen Friedhof neben der Kirche enthüllt. Seit 1912 steht das Denkmal am Hauptportal der Kirche. Im Volksmund ist der von Christian Plattner geschaffene, um die Gefallenen trauernde Landstürmer als „Wörgler Rearer“ bekannt. Besonders an dem Denkmal ist, dass es keine Pose des Sieges oder Triumphes darstellt, sondern eines der Trauer und der Achtung vor den Gefallenen. Am Sockel sind auch die Wappen der damals gegeneinander zum Kampf ziehenden Länder Tirol und Bayern eingearbeitet.[2]
Taufkapelle und Sakristei Datei hochladen Taufkapelle und Sakristei
ObjektID: 121284
Status: § 2a
Andreas Hofer-Platz 3
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 63
1620 errichtet, stand die Totenkapelle des damaligen Friedhofes neben der Kirche, 1912 wurde die Kapelle aufgestockt und mit der Pfarrkirche verbunden. 1961 ließ Pfarrer Regner sie im Zuge der Renovierung an der Pfarrkirche zur Taufkapelle umbauen und modern gestalten.[3]
Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius und ehem. Friedhof
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Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius und ehem. Friedhof
ObjektID: 71713
Status: § 2a
Andreas Hofer-Platz 3
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 63
Erster Bau als kleine Kapelle auf einer Anhöhe, 1479 im gotischen, 1748 im barocken Stil errichtet. Nach einem verheerenden Brand 1836 spätklassizistisch erneuert und erweitert (1837-1844), 1912 neuerlich erweitert. 1961 einer tiefgreifenden Umgestaltung und Renovierung unterworfen und 2000 erneut renoviert.
BW Datei hochladen Volkshoch-, Musikschule & Heimatmuseum
ObjektID: 113678
Status: § 2a
Brixentaler Straße 1
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: .216
Da aufgrund der Errichtung der Giselabahn durch Wörgl auch ein enormer Anstieg der Schüleranzahl verzeichnet wurde, begann 1875 (140 Schüler) die Errichtung dieses Gebäudes als Volksschule. 1901 (387 Schüler) folgte die Erweiterung durch den Nordtrakt, doch schon 1903 (492 Schüler) wurde der Südtrakt notwendig. Dennoch waren bereits um 1930 unvorstellbare Zustände mit ca. 80 Schülern je Klasse herrschend, wodurch die Hauptschule im Osten der Gemeinde entstand. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Volksschule zur „Schul-Kaserne“, da das Hauptschulgebäude zum Lazarett umfunktioniert wurde. In den 1950er Jahren entstand schließlich eine neue Volksschule neben der Hauptschule, das alte Schulgebäude wurde zur Volkshoch- und Musikschule umgebaut. Das Heimatmuseum befindet sich heute im Erdgeschoß des Gebäudes.
Prähistorisches Gräberfeld im Egerndorfer FeldBW Datei hochladen Prähistorisches Gräberfeld im Egerndorfer Feld
ObjektID: ArD-7-025
Status: Bescheid
Egerndorfer Feld
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 226/1; 227
Ein im 20. Jahrhundert freigerodetes Feldstück östlich von Wörgl, bei welchem - insbesondere während der Bauarbeiten der dortigen Molkerei - etliche prähistorische Funde entdeckt wurden.
Waldfriedhof/ Neuer Friedhof mit Waldfriedhofkapelle Datei hochladen Waldfriedhof/ Neuer Friedhof mit Waldfriedhofkapelle
ObjektID: 113652
Status: § 2a
Friedhofstraße 22
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 275/5
Als um 1890 der alte Friedhof rings um die Pfarrkirche zu klein wurde, startete man südlich des Ortes einen Neubau, welcher 1892 feierlich eingeweiht wurde und sich aufgrund seiner Bepflanzung mittels Laubbäumen als schöner Waldfriedhof präsentiert.[4]
Kunst-am-Bau: Wandmosaike von Wilfried Kirschl an der Volksschule Datei hochladen Kunst-am-Bau: Wandmosaike von Wilfried Kirschl an der Volksschule
ObjektID: 114802
Status: Bescheid
Michael Unterguggenberger-Straße 6
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 271/22
Die bunten, kunstvollen Wandmosaike von Wilfried Kirschl mit dem Thema Dreifache Ehrfurcht vor dem Leben in der Wörgler Volksschule, welche 1958 im Zuge der Kunst-am-Bau-Aktion errichtet wurden, erstrecken sich über mehrere Stockwerke im Hauptstiegenhaus.[5]
Pfarrhof Datei hochladen Pfarrhof
ObjektID: 114340
Status: § 2a
Pfarrgasse 4
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 273/4
Der Pfarrhof wurde 1907 von den beiden Gemeinden Wörgl-Kufstein und Wörgl-Rattenberg in der Pfarrgasse errichtet.
Kapelle St. Maria beim Doagl Datei hochladen Kapelle St. Maria beim Doagl
ObjektID: 47849
Status: Bescheid
Putzweg 19
Standort
KG: Wörgl-Kufstein
GstNr.: 539/1
Die im Jahre 1800 errichtete St. Maria Kapelle bzw. Doaglkapelle (auch Toaglkapelle) ist eine schlichte, einschiffige Kapelle mit halbrunder, eingezogener Apsis. Sie besitzt ein steiles Satteldach, der tonnengewölbte Raum wird durch einen schmalen Triumphbogen mit kräftigen Kapitellstücken gegliedert. Die spätbarocke Deckenmalerei kann bis heute keinem Künstler zugeschrieben werden.[6]
BW Datei hochladen Bundesschulzentrum (BRG, BHAK, BHS)
ObjektID: 85304
Status: Bescheid
Innsbrucker Straße 34
Standort
KG: Wörgl-Rattenberg
GstNr.: 93/1
1970-1973 realisierte der Wiener Architekt Viktor Hufnagl das damals revolutionäre Konzept einer Hallenschule bestehend aus einem naturwissenschaftlichen Bundesrealgymnasium, einer Handelsakademie, einer Handelsschule, zwei Direktionen, zwei Turnsälen, einem Zivilschutzraum und einem Hallenbad für die Stadt Wörgl. Die Gesamtfläche beträgt 20.218 m², wobei auf 8.915 m² ein 105 × 99 m messender Gebäudekomplex errichtet wurde, welcher sich wie eine breit gelagerte Stufenpyramide präsentiert und im Kern ein großes öffentliches Atrium mit Platz für ca. 3500 Personen besitzt. Bei der Eröffnung wurde es als eines der modernsten Schulgebäude Österreichs gelobt, jedoch mussten um 1980 etliche Bauschäden ausgebessert werden und der explodierenden Schülerzahl wurde man mit Umbauarbeiten gerecht. 2001-2003 wurden umfangreiche Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten durchgeführt, wobei das Hallenbad zu einer neuen Turnhalle umgebaut wurde.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[7]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
Weitere Bilder auf Wikimedia Commons Hier finden sich weitere Bilder des Objekts auf Wikimedia Commons.
eigenes Werk hochladen Ein Link zum Upload eines neuen Bildes. Bestimmte Parameter sind dabei schon vorausgefüllt.
Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[8] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Wörgl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Einweihung des Kriegerdenkmales 1928
  2. Enthüllung des Denkmales zur Schlacht von 1809 im Jahre 1909
  3. Beschreibung der Taufkapelle
  4. Eröffnung des Waldfriedhofes
  5. Beschreibung des Wandmosaikes in der Volksschule
  6. Beschreibung der Toaglkapelle mit Bildern der Deckenfresken
  7. Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  8. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.


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