Liste von Austriazismen

In dieser Liste von Austriazismen sind alphabetisch geordnet jene Wörter angeführt, die für das österreichische Deutsch charakteristisch sind. Diese Wörter werden in Deutschland oft als dialektal missverstanden; sie sind gemäß einem plurizentrischen Sprachkonzept ebenso standardsprachlich wie die in Deutschland verwendeten Varianten. Wenn ein Wort eher der Umgangssprache angehört, in seiner verschriftlichten Form, etwa in der österreichischen Literatur, aber gebräuchlich ist, ist das Wort entsprechend gekennzeichnet (ugs., mda.).

Die Anführung eines Austriazismus in dieser Liste bedeutet nicht unbedingt, dass sich der Gebrauch dieses Worts ausschließlich auf Österreich beschränkt, auch nicht, dass dieses Wort überall in Österreich gleich üblich ist. Außerdem kann teilweise auch die bundesdeutsche Entsprechung in Österreich synonym gebräuchlich sein.

Viele Austriazismen sind wegen der dialektalen Nähe auch in Bayern in Verwendung. Andere, wie beispielsweise die zahlreichen kulinarischen Spezifika, sind auf die historische Verbindung mit Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien und anderen Ländern innerhalb der Habsburgermonarchie zurückzuführen. Für die Definition von österreichischer Standardsprache ist das Österreichische Wörterbuch (ÖWB) maßgeblich.

Von Sprachwissenschaftlern wurde 2012 festgestellt, dass trotz Schutzmaßnahmen in Österreich immer mehr deutsche Worte verwendet werden.[1] So verwendet die junge Generation bereits zu einem Drittel Bezeichnungen, die bundesdeutsch sind. Austriazismen werden von ihnen, wenn überhaupt, nur mündlich verwendet. Auch würden sich Präpositionen ändern.[2]

Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

  • abeisen → abtauen[Duden 1]
  • Abfertigung → Abfindung[Duden 1]
  • abfieseln → abnagen[ÖWB 1]
  • abgehen (auch in Deutschland) → fehlen, vermisst werden
  • abpaschen ugs. → weglaufen, abhauen[Duden 1]
  • Abschneider (m) → Abkürzung[ÖWB 1]
  • Abwasch (f) → Geschirrspülbecken, Spüle[ÖWB 1]
  • Achtel (n) Achterl/Achtele → Achtelliterglas Wein[ÖWB 1]
  • Adabei (m) auch bayr. → jemand, der bei allem auch dabei sein will, neugieriger Mensch, Wichtigtuer, Promi
  • adaptieren → üblicherweise: anpassen; in Österreich auch: eine Wohnung einrichten, herrichten
  • Adjunkt (m) → Beamtentitel [ÖWB 1]
  • Adjustierung → Uniform (z. B. „in Sommeradjustierung“); scherzhaft: Aufmachung[Duden 1]
  • Adventkalender, Adventkranz etc. → Adventskalender, etc.[Duden 1]
  • affichieren auch schweiz. → anheften, ein Plakat anbringen[Duden 1]
  • Agentie (f) veraltet → eine Geschäftsstelle[ÖWB 1]
  • agnoszieren → üblicherweise: anerkennen; in Österreich auch: identifizieren (einen Toten), feststellen[Duden 1]
  • Agrasel ostöst. mda. → Stachelbeere[Duden 1]
  • Ahndl/Ahnl/Ähnl (f) veraltet mda. → Großmutter oder Großvater[ÖWB 1]
  • à jour frz.,auch schweiz. → auf dem Laufenden[ÖWB 1]
  • ajourieren → aktualisieren
  • Akt (m) → die Akte[ÖWB 1]
  • aliquot → anteilmäßig[Duden 1]
  • allfällig auch schweiz. → etwaig, gegebenenfalls[Duden 1]
  • alleweil ugs. → immer[Duden 1]
  • Almer/-in westöst. → Senner/in, Almhirt/-in
  • Altjahrstag (m) → Silvester[ÖWB 1]
  • Alumnat (n) → Ausbildungsstätte für Priester[ÖWB 1]
  • am teilw. auch schweiz. → auf dem (z. B. „etwas liegt am Tisch“, „ich spiele am Klavier“)[Duden 1]
  • Ananaserdbeere (f) veraltend → Gartenerdbeere[ÖWB 1]
  • Anbot → Angebot, Offerte[Duden 1]
  • andere in den Formen: jemand/niemand/wer anderer[ÖWB 1]
  • anfahren → jemanden heftig und unfreundlich anreden[ÖWB 1]
  • angreifen → auch: berühren, anfassen[Duden 1]
  • Ankick (m) → Anstoß[3]
  • anloben → vereidigen (von Politikern)
  • Ansuchen (n) → Gesuch[Duden 1]
  • antauchen ugs. → anschieben, Schwung geben, sich anstrengen[ÖWB 1]
  • anverwahrt Amtssprache → beiliegend[Duden 1]
  • Anwert (m) → Wertschätzung[ÖWB 1]
  • anzipfen → verärgern[ÖWB 1]
  • aper(n) auch schweiz. → schneefrei[ÖWB 1]
  • Arena (f) → auch: Freilichttheater[ÖWB 1]
  • Aschanti (f) veraltet → Erdnuss[ÖWB 1]
  • auflassen → stilllegen, abschaffen, auflösen[ÖWB 1]
  • aufmascherln ugs.→ sich herausputzen, aufpeppen[ÖWB 1]
  • Aufsitzer (m) ugs. → Reinfall, dummer Fehler[ÖWB 1]
  • ausfassen → (eine Strafe etc.) erhalten[ÖWB 1]
  • sich ausgehen → ausreichen oder passen (zeitlich, räumlich, finanziell …)[Duden 1]
  • ausfolgen Amtssprache → aushändigen[ÖWB 1]
  • ausforschen Amtssprache → ermitteln, ausfindig machen
  • sich ausrasten → ausruhen[ÖWB 1]
  • ausreiben → aufwischen, scheuern[ÖWB 1]
  • ausschroten veraltet → Fleisch aushacken, ein Ergebnis ausschlachten[ÖWB 1]
  • äußerln ugs. → Gassi gehen[ÖWB 1]
  • Autodrom (n) → Autoscooter[ÖWB 1]
  • Aviso (n) → Avis, Wink, Ankündigung[ÖWB 1]

B

Ein Geschäft für Sanitätswaren
  • baba! → tschüss!, leb wohl![ÖWB 1]
  • Backhendl (n) → Backhuhn[ÖWB 1]
  • Ballschani (m) → Balljunge[3]
  • Bandagist → Orthopädietechniker
  • Bankomat auch in anderen mitteleuropäischen Ländern → Geldautomat
  • Bankomatkarte → Debitkarte
  • Batterl (n) → Lätzchen[ÖWB 1]
  • Bartwisch (m) → Handbesen[ÖWB 1]
  • Bassena (f) → Wasserstelle in einem Mietshaus
  • Bauschen (m) auch bayr. → Bausch[Duden 1]
  • Bauxerl (n) mda. → kleines, reizendes Kind[ÖWB 1]
  • Bazi (m) mda. scherzhaft → Schlingel, insbesondere: „Wiener Bazi“[ÖWB 1]
  • Bedienerin (f) → Zugehfrau[ÖWB 1]
  • bedingt auch schweiz. → auf Bewährung[Duden 1]
  • beflegeln → beschimpfen, anpöbeln[Duden 1]
  • befürsorgen → betreuen[Duden 1]
  • beiläufig → auch: ungefähr, etwa[ÖWB 1]
  • Beiried (n/f) → Rippenstück vom Rind, Roastbeef
  • Beisl/Beisel (n) → Lokal, Kneipe
  • Beistrich (m) → Komma[ÖWB 1]
  • Benützer (m), benützen auch süddt. und schweiz. → Benutzer, benutzen
  • Best (n) auch süddt. → höchster Preis bei einem Wettbewerb
  • Beuschel (n) → obere Eingeweide, Lunge und Herz
  • Beuschelreißer ugs. → starke Zigarette
Blunzengröstl, Backhendlsalat, dann Palatschinken mit Marmelade oder doch lieber Kaiserschmarren mit Zwetschkenröster?
  • Bewerb (m) → Wettbewerb[Duden 1]
  • Bim ugs. → Straßenbahn[ÖWB 1]
  • Binkel (m) ugs. → Bündel, liebevoll: Kind[ÖWB 1]
  • blad ugs. derb → dick[ÖWB 1]
  • Blasbalg (m) → Blasebalg[ÖWB 1]
  • Blunze auch: Blunzen (f) → Blutwurst; derb: dumme Frau
  • blunzen („ist mir blunzen“) → egal, schnuppe[ÖWB 1]
  • Bramburi (aus dem Tschechischen) scherzhaft → Erdäpfel, Kartoffeln[ÖWB 1]
  • brandeln ugs. → nach Brand riechen[ÖWB 1]
  • Branntweiner (m) veraltet → Branntweinschenker, ugs. Säufer[Duden 1]
  • brenzeln/brenzlig auch in Altbayern → nach Brand riechen(d), prekär, gefährlich
  • brocken → pflücken (Beeren)[ÖWB 1]
  • Brösel (f) → Krümel[Duden 1]
  • Bub (m) auch süddt. und schweiz. → männliches Kind, Junge
  • Budel (f) auch bayr. → Ladentisch[Duden 1]
  • Bummerl (n) → Verlustpartie (besonders beim Schnapsen), „das Bummerl haben“ → der Gefoppte sein[ÖWB 1]
  • Bure (f), Burenwurst, ugs. auch Burenhäutel → eine Brühwurst
  • Buschenschenke/-schank siehe Heuriger
  • Bussi, Busserl auch süddt.; familiär → Kuss, Küsschen (vgl. tschechisch und kroatisch pusa)
  • Butte (f) auch süddt. und schweiz. → hölzernes Gefäß

C

D

E

F

In der Fleischerei gibt es Putengeselchtes, Wurstknödel, Leberkäse, faschierte Laibchen und natürlich Schnitzel
Debreziner, Frankfurter und Burenwurst

G

H

Kaffee trinkt man aus Häferln

I

  • i-Tüpferl (n) → i-Punkt, i-Tüpfelchen
  • i-Tüpfel-Reiter (m) → Pedant
  • Itaker (m) ugs., abw. → Italiener[ÖWB 1]

J

K

Kipferl und Kolatschen

L

Leintücher

M

Mehlspeis
Die Reifeprüfung heißt wie in vielen europäischen Ländern Matura.
Wiener Mistkübel mit Angabe eines „Misttelefons“

N

O

P

Polster
Das Gewand bringt man in die Putzerei

R

Neujahrswünsche vom Rauchfangkehrer

S

Stiege
  • Sackerl (n) → Tüte
  • Sacktuch (n) auch schweiz.Taschentuch
  • Sager (m) → bemerkenswerter (pointierter, lustiger, umstrittener) Ausspruch
  • Sauce tartare (f) → Remouladensoße, Tatarensauce
  • Salettel, Salettl (n) auch in Altbayern → Gartenpavillon
  • Sandler (m) auch in Altbayern → Obdachloser
  • Schaff (n) → Fass, Bütte
  • Schale auch in AltbayernTasse
  • Schanigarten (m) → Gastgarten auf öffentlichem Grund
  • Schas (m) ugs.Flatulenz; übertragen Unsinn, Mist
  • schätzomativ → ungefähr, circa, rund
  • Scheibtruhe (f) → Schubkarre
  • Scherzel (n) → Brotanschnitt, Brotkanten
  • schiech (Aussprache „schiach“) auch in Altbayern → hässlich, abscheulich; zornig, wütend[Duden 1]
  • Schlagobers (n), Schlagrahm, Schlag (m) → Schlagsahne
  • Schlapfen (m) → Pantoffel
  • Schlegel, Schlögel (m) auch in Altbayern → Hinterschenkel (z. B. des Kalbs); schwerer Hammer
  • schlichten → sortieren; einschlichten → einräumen
  • Schlier (m) nur Singular, auch in AltbayernMergel
  • Schmankerl (n) auch in Altbayern → Leckerbissen; erheiternde Geschichte
  • Schmäh (m) → besonderer Wiener Humor, Wiener Mentalität; Wortwitz; Unsinn; witzige Unterhaltung
  • Schmafu (m) → Blödsinn, Schwachsinn
  • Schmatt, Schmattes (m) → Trinkgeld
  • Schmus (m) → Gerücht; Blödsinn (aus dem Jiddischen)
  • Schnackerl (n) → Schluckauf
  • Schnapsen → Sechsundsechzig (Kartenspiel)
  • Schnäuztuch (n) auch in AltbayernTaschentuch
  • Schnürlsamt (m) → Cord, Cordsamt
  • Schrick (m) → Sprung (z. B. im Geschirr oder in einer Mauer)
  • Schuhband (n) auch in AltbayernSchnürsenkel
  • Schwammerl (n) auch in AltbayernPilz
  • Schwarzbeere (f) in Kärnten, Steiermark, Osttirol → Heidelbeere
  • Seidel, Seidl (n) → nördlich des Semmerings 0,354 l offenes Bier; südlich des Semmerings 1 Glas Bier; vgl. Krügerl[7]
  • sekkieren (von italienisch seccare) → belästigen, quälen, hänseln, necken
  • selchen → räuchern; Geselchtes → Geräuchertes
  • Semmel (f) auch in Altbayern → Brötchen
  • Sessel (m) auch in AltbayernStuhl (nicht Polstersessel)
  • Sesselleiste (f) → Fußleiste
  • Servus (n) (abgeleitet von lat. servus „Diener“) auch in Altbayern, Schwaben, Frankenhallo; auf Wiedersehen, tschüss
  • siedeln → umziehen, den Wohnungsort wechseln
  • Soletti (n) → sehr dünne Salzstange; ugs. dünner Mensch
  • Souterrain (n) → Tiefparterre, Halbkeller
  • Spagat (m) auch in Altbayern → Bindfaden
  • speiben ugs. → sich übergeben
Speibsackerl einer österr. Airline
  • Spengler auch in SüddeutschlandKlempner
  • Spital (n) auch in Altbayern, SchweizKrankenhaus
  • Spompernadeln → Dummheiten, Faxen
  • Sprossenkohl (m), Kohlsprossen → Rosenkohl
  • Stanglpass (m) → Querpass[3]
  • Stanitzel (n) → Tüte; Eisstanitzel (n) → Eistüte
  • stanzen → stehlen
  • Staubzucker → Puderzucker
  • Staunzen (f) vor allem in AltbayernMücke
  • Steckerlfisch → am Spieß gebratener Fisch
  • Stelze oder Haxen (f) auch in AltbayernEisbein
  • Stefanitag[8] (m) auch in Altbayern → 2. Weihnachtsfeiertag
  • Sternspritzer → Wunderkerze
  • Stiege (f) auch in AltbayernTreppe
  • Stockerlplatz (m) → Podestplatz[Duden 1]
  • Stoppel (m) → Korken; Stoppelzieher → Korkenzieher
  • Striezel (m) auch in AltbayernHefezopf
  • Sturm → teilvergorener Traubenmost, Federweißer
  • sudern → sich (pausenlos) beklagen
  • Szepter (n) → Zepter

T

Tafelspitz, Meisel und Scherzel

  • tachinieren → faulenzen, sich vor der Arbeit drücken; Tachinierer → Faulenzer
  • Tagsatzung → Gerichtstermin in Zivilsachen
  • Tasse (f) oft für flache Gefäßeauch Untertasse; Duschtasse → Duschwanne
  • Taxilenker → Taxifahrer
  • Taxler (m) auch in Altbayern → Taxifahrer
  • Teebutter → hochwertige Butter, nur aus Milch oder Milchrahm
  • terisch → schwerhörig
  • Teamchef (m) → Bundestrainer[3]
  • Tixo → Klebeband
  • Topfen (m) auch in AltbayernQuark, im Dialekt auch Unsinn
  • Torte → Torte, Kuchen, Mehlspeise (allgemeinere Bedeutung als in Deutschland)
  • Trafik (f), eigentlich Tabaktrafik, Betonung auf der letzten Silbe → Verkaufsstelle für Tabakwaren und Zeitungen, Kiosk
  • Tram, Tramway → Straßenbahn; siehe Bim
  • Treff → Kreuz (beim Kartenspiel)
  • Trennwart (m) veraltetFU-Schalter, Schutzschalter
  • trenzen → sabbern; Flüssigkeit verspritzen; weinen
  • Treppelweg → Leinpfad
  • Trum, Trumm (n) auch in Altbayern → großes Stück
  • Tschick teilweise auch in Altbayern → Zigarette
  • Tuchent (f) auch in Ostbayern → Bettdecke (von tschechisch duchna)
  • tummeln auch in Altbayern sich tummeln → sich beeilen
  • Tunell (n) Betonung auf der zweiten SilbeTunnel
  • Türken (m) auch in der SchweizMais
  • Türschnalle (f) auch in AltbayernTürklinke

U

  • Überling (m) → übersteigender Teil (Betrag etc.)
  • Übersiedelung (f) → Umzug
  • urassen auch in Altbayern → verschwenden
  • Urgenz (f) → Dringlichkeit
  • Urgenzschreiben (n) → Schreiben, mit dem auf Dringlichkeit hingewiesen wird
  • urgieren im Geschäftsverkehr → nachfragen, einfordern, auf Erledigung drängen
  • Untam (m) → unbeholfener Mensch; unhandlicher Gegenstand
  • unterfertigen → unterschreiben

V

  • Veigerl (n) auch in Altbayern → Veilchen; „blaues Auge“ (Hämatom)
  • vergessen auch in Altbayern auf etwas vergessen → etwas vergessen
  • Verkühlung (f) auch in AltbayernErkältung
  • sich verkutzen → husten, wenn man sich verschluckt hat
  • Verlassenschaft (f) → Erbschaft
  • Verschub (m) → Rangierdienst
  • Verschleißstelle (f) → Verkaufsstelle
  • Vogerlsalat auch in AltbayernFeldsalat, Rapunzelsalat
  • vorferten auch in Altbayern, Fränkische Schweiz → vor zwei Jahren
  • Vorrang (m) → Vorfahrt

W

Weckerl sind kleine Wecken
  • wacheln → etwas andauernd schwenken (z. B. eine Fahne)
  • Waschmuschel → Waschbecken
  • Watschen (f) auch in Altbayern, Tätschen, Dätschen (von tatschen „klatschen“) → Ohrfeige
  • Weckerl (n), jede Form von Brötchen die keine Semmel, Semmerl oder Flesserl ist, kleiner Wecken
  • weggehen → ausgehen
  • Weichsel (f) auch in AltbayernSauerkirsche[9]
  • Weinberl (n) Wienerisch → Rosine
  • weiters[Duden 1] → darüber hinaus, außerdem
  • Werkzeugkiste (f) → Werkzeugkasten
  • Wiederschaun (n), auf Wiederschaun → auf Wiedersehen
  • Wimmerl (n) auch in Altbayern → Pickel auf der Haut; kleine Bauchtasche
  • Wuchtl (f) → Fußball[3]
  • wuzeln → zwischen den Fingern drehen (zum Beispiel eine Zigarette selber drehen); Tischfußball spielen
  • Wuzerl → kleine, von Hand geformte Röllchen aus Kartoffelteig (ähnlich wie Schupfnudeln)
  • Wuzler (m) → Tischfußball; Personen, die sich ihre Zigarette selbst drehen[10]

Z

Zigaretten (Tschick) kauft man in der Trafik
  • zach auch in Altbayern → zäh; langweilig
  • zausig → zerzaust
  • zeitlich → die Zeit betreffend; irdisch, vergänglich; auch zeitig, früh
  • zensurieren → zensieren
  • Zentner in Österreich, der Schweiz und Altbayern → 100 Kilogramm (= 2 Zentner in Deutschland)
  • Zeremonie (f) Betonung auf dem o → Zeremonie (Betonung in Deutschland meist auf der letzten Silbe)
  • Zibebe → Rosine
  • Ziffernsturz → Zahlendreher
  • Ziment (n) auch in Altbayern → metallenes, zylindrisches Hohlmaß bei Gastwirten
  • zimentieren auch in Altbayern → mit dem Ziment abmessen
  • Zimmerfrau (f) → (Unter-)Vermieterin eines Zimmers
  • Zippverschluss (m) → Reißverschluss
  • Zivildiener (m) → Zivildienstleistender[Duden 1]
  • Zniachterl (n) auch in Altbayern → schwächlicher Mensch, halbe Portion
  • Zores → Ärger, Probleme (aus dem Jiddischen)
  • Zuckerl (n) auch in AltbayernBonbon; Belohnung
  • Zugehör (n) juristische Fachsprache, auch in der Schweiz → Zubehör
  • Zugförderung (f) → Bahnbetriebswerk; Traktion
  • Zugsführer (m) → (Ober-)Stabsgefreiter (militärischer Dienstgrad)
  • Zugsverkehr (m) → Zugverkehr
  • zuhause übliche Schreibung, auch in der Schweiz → zu Hause, zuhause (Schreibungen in Deutschland)
  • zuhausegehen → nach Hause gehen
  • zum Fleiß → mit Absicht; ihn zum Fleiß stören → ihn absichtlich stören
  • zurückschieben (mit dem Auto) → zurücksetzen
  • Zuseher (m) → Zuschauer
  • zusperren auch in Altbayern → abschließen
  • Zuwaage (f) auch in Altbayern → Knochenzugabe (beim Fleisch)
  • zuzeln, zutzeln auch in Altbayern → saugen, lutschen
  • Zuzzi (m) → Schnuller
  • Zwetschke (f) → Zwetschge (in Süddeutschland und der Schweiz), Zwetsche (Unterart der Pflaume)
  • Zwickeltag → Brückentag
  • Zwutschkerl (n) auch in Altbayern → kleines Stück; kleinwüchsiger Mensch

Siehe auch

Mundart, Regionale Küchenbegriffe

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck cl cm cn co cp cq cr cs ct cu cv cw cx cy cz da db dc dd de df dg dh di dj dk dl dm dn do dp dq dr ds dt du dv dw dx dy dz ea eb ec ed ee ef eg eh ei ej
  1. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck cl cm cn co cp cq cr cs ct cu cv cw cx cy cz da db dc dd de df dg dh di dj dk dl dm dn do dp dq dr
  • Andere:
  1. Konrad Putzier: Das Österreichische wird immer bundesdeutscher. In: Die Welt, 24. Juli 2012. Abgerufen am 25. August 2012.
  2. Veronika Schmidt: Der Jugend ist das österreichische Deutsch powidl. In: Die Presse, 7. Juli 2012. Abgerufen am 25. August 2012.
  3. a b c d e Lexikon zum Spiel des Jahres, in: Kleine Zeitung vom 11. September 2012, S.1
  4. Stephan Elspaß, Robert Möller: Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA) – Vierte Runde: Ergebnisse, Behältnis für Schreibutensilien, 21. Dezember 2007.
  5. Gregor Retti: Datenbank zur deutschen Sprache in Österreich: Federpennal, das, Substantiv, Kompositum, Bedeutung: Etui für Schreibzeug. Abgerufen am 22. März 2008.
  6. Nachzipf. Eintrag auf ostarrichi.org.
  7. Eintrag zu Liste von Austriazismen in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online  (auf AEIOU)
  8. Stefanitag in Österreich: Gesetzliche Feiertage. In: bmf.gv.at.
  9. Weichsel ist verwandt mit lat. viscum, das „Mistel“ und „Vogelleim“ bedeuten kann. Der Vogelleim wurde aus Mistelbeeren, später aus Kirschbaumharz gewonnen.
  10. Das Rauchen wird teurer. Auch die „Selbstgestopfte“ soll jetzt mehr kosten.. In: Wiener Sonn- und Montags-Zeitung, 20. April 1931, S. 3 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wsz
  11. a b Das österreichische Deutsch! Die Website von Robert Sedlaczek zum Buch.