Lobkowitz (Adelsgeschlecht)

Wappen derer von Lobkowicz

Die Familie Lobkowicz (aktuelle deutsche und englische Schreibung) bzw. Lobkovic (tschechisch) bzw. Lobkowitz (Schreibung in Österreich-Ungarn) gehört zu den ältesten hochadeligen böhmischen Adelsgeschlechtern. Ursprünglich hießen sie Popel (deutsch: Asche). Sie waren Grundherren, dienten den Přemysliden und Luxemburgern. Den Namen Herren von Lobkowitz nahmen sie an, als Nicolaus de Ujezd 1408 die Herrschaft Lobkowitz (Lobkovice) mit der gleichnamigen Burg kaufte. [1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1479 wurde das Geschlecht in den böhmischen Freiherrenstand erhoben.

Im 15. Jahrhundert teilte sich das Geschlecht in zwei Linien: Lobkowitz-Hassenstein und die Linie Popel-Lobkowitz, welche den alten Namen des Geschlechts weiterführte. 1624 wurden die Lobkowitz von Kaiser Ferdinand II. in den Reichsfürstenstand erhoben. In der westeuropäischen Literatur ist auch die tschechische Schreibweise Lobkowicz des Geschlechternamens üblich.

Der Zweig Popel-Lobkowitz zerfiel im 16. Jahrhundert durch Teilung und den Erwerb neuer Güter in mehrere Linien, die sich nach ihrem Besitz Herren von Dux, Herren von Bilin und anders nannten.

Die jüngste Linie der Popel-Lobkowitz nannte sich nach dem seit 1474 im Besitz befindlichen Schloss Chlumetz im Kreis Tábor Chlumetzer. Aus dieser Linie gingen die Herren von Neustadt hervor.

Einzelne Familienmitglieder

Das älteste Familienmitglied, das schriftlich erwähnt wurde, war der Ritter Maresch von Aujest (tsch. Mareš z Újezd) auch Martin von Aujest genannt. Er stammte aus dem Dorf Újezd u Jestřebí (deutsch Aujest bei Habstein) unweit von Böhmisch-Leipa (Česká Lípa) und lebte zu Zeiten Karls IV..

Schloss Lobkovice

Sein Sohn Nikolaus (der Arme) (Mikuláš Chudý, auch Hasištejnský z Lobkovic oder Mikuláš I. „Chudý“ z Újezda a z Lobkowic (Nikolaus „der Arme“ von Aujest und Lobkowitz), verheiratet mit Anna z Nechvalic († vor 1411) und Žofka (* 1412) war im Gegensatz zu seinem Beinamen einer der reichsten und einflussreichsten Männer Böhmens. Er wurde 1401 Schreiber in Kuttenberg (Kutná Hora) und erhielt für seine Verdienste von Wenzel IV. mehrere Güter, unter anderen Lobkowitz (Lobkovice nad Labem), die die Grundlage für das weitere Wachstum waren. 1417 wurde er zum obersten Landschreiber Böhmens ernannt, 1418 erhielt er von König Wenzel auch die Herrschaft Hassenstein (Hasištejn) zunächst als Pfand, seit 1419 als erbliches Kronlehen, da der König erst durch seine Unterstützung die Belagerung der dortigen Burg zum Erfolg bringen konnte.

Unter Kaiser Sigismund, bei dem er gleichfalls in hoher Gunst stand, erwarb er die königlichen Burgen Pfraumberg (Přimda) und Brüx (Most) sowie in Mähren das Schloss Fürchtenberg und die Stadt Mährisch Schönberg (Šumperk). Diesen Besitz trat er aber 1421 im Austausch gegen die Kronherrschaft Frauenberg (Schloss Hluboká nad Vltavou) wieder an den König ab. Weiterhin wurde er mit der Burg Leitmeritz, der Burg Platten, Teilen der Herrschaft Klingenberg und der Stadt Komotau (Chomutov) belehnt.

Seine beiden Söhne begründeten zwei Linien der Familie. 1459 wurden die Brüder Lobkowicz durch Kaiser Friedrich III. in den Reichsfreiherrenstand erhoben.

Der ältere Nikolaus II. Lobkowitz von Hassenstein (Mikuláš Hasištej z Lobkovic) erhielt als Erbe die Burg Hassenstein (Hasištejn) und der jüngere Johann I. Popel von Lobkowitz (Jan Popel z Lobkovic) Burg Frauenberg (Hluboká nad Vltavou) bei Budweis (České Budějovice). Beide Familienzweige gehörten zunächst der utraquistischen Partei des böhmischen Adels an. Die Popel von Lobkowitz traten Ende des 16. Jahrhunderts aber zum Katholizismus über.

Linie Lobkowitz von Hassenstein

  • Nikolaus II. Lobkowitz von Hassenstein konnte seine Herrschaft erfolgreich ausweiten. 1446 kaufte er von Alesch von Schönburg auf Pürstein Preßnitz (Přísečnice) und Brunnersdorf Prunéřov. Weiter erhielt er Eidlitz (Údlice), Kaaden (Kadaň) und Komotau (Chomutov). Dies erreichte er vor allem durch das vorsichtige Taktieren und Paktieren mit Hussiten und Katholiken. Er war verheiratet mit Žofie von Žerotín († 1459), starb 1462 und hinterließ vier Söhne.
  • Nikolaus III., Johann und Bohuslaus Lobkowicz von Hassenstein teilten sich 1490 das Vermögen, die Burg Hassenstein blieb aber gemeinschaftlicher Besitz. Bohuslaus Lobkowicz von Hassenstein (1461–1510), wurde ein berühmter Humanist und Dichter.
  • Bohuslav Felix von Lobkowitz und Hassenstein, böhmischer Ständepolitiker, Neu-Utraquist
  • Sigismund Lobkowicz von Hassenstein († 1546), Dichter und Schriftsteller

Linie Popel von Lobkowitz

Christoph Popel von Lobkowitz (1545–1609)
Ladislav III. Baron Lobkowicz (von Hans Krell)
  • Johann Popel von Lobkowitz, ein Getreuer des Königs Georg von Podiebrad verwaltete seit dem 30. November 1464 die von Rosenbergern an ihn verpachtete Burg Rožmberk. Während der Verteilungskämpfe zwischen den Anhängern des Königs und den Rosenbergern eroberte Zdeněk von Sternberg, ein Erzfeind des Johann II. von Rosenberg im Januar 1469 die Festung, nahm Johann und seinen Sohn Depolt gefangen und hielt sie auf der Burg in Krumau fest. Johann erkrankte in der Gefangenschaft und starb. Er wurde in der Kirche des Hl. Veit in Krumau bestattet. Depolt blieb bis 1475 inhaftiert. [2]
  • Depolt Popel von Lobkowitz, ein Sohn Johanns I. Popel übernahm 1502 die Herrschaft Bilin (Bílina) von den Herren von Colditz, 1527 kam noch die Herrschaft Dux (Duchcov) hinzu. Den Besitz erbte Wenzel Popel von Lobkowitz, der Oberleutensdorf (Litvínov) hinzukaufte. Von 1583 bis 1590 herrschte Georg Popel von Lobkowicz, bis er den Besitz an die Herren von Waldstein (Valdštejn) verlor. Bilin (Bílina) blieb weiter in Händen der Herren von Lobkowitz.
  • 1665 bis 1697 herrschte in Bilin (Bílina) Graf Wenzel Ferdinand Lobkowicz, ein bedeutender Diplomat von Kaiser Leopold I. für Bayern, Spanien und Frankreich. 1720 starb der Biliner Zweig der Familie aus und das Eigentum kam in die Hände der Lobkowitz aus Raudnitz (Roudnice nad Labem).
  • Sein erster Sohn war Johann III. (* 1490, † 14. Juni 1569 in Prag, verheiratet mit Anna Žehrovská von Kolowrat). Er stieg bis zum Hofrichter des Königreichs Böhmen auf. Ihm gehörten die Ländereien Zbiroh und Točník.
  • Dessen Sohn Johann der Ältere (* 1521, † 18. Juni 1590, dreimal verheiratet) war Präsident des Appellationsgerichts und Präsident der böhmischen Kammer sowie Hauptmann der deutschen Lehen. Er besaß auch die Feste Opálka.
  • Georg der Ältere, achtes Kind Johanns III., (* 1540, † 28. Mai 1607 als Gefangener in Loket) war ebenfalls in Diensten der böhmischen Krone, als Kämmerer, Richter und Obersthofmeister. Er war an einer Verschwörung gegen Kaiser Rudolf II. beteiligt.
  • Der zweite Sohn Ladislavs I., Ladislav II. (* 1501, † 18. Dezember 1584) war dreimal verheiratet. Ihm gehörten die Ländereien um Chlumec. Er war Mitglied des Geheimen Rats, wurde Hofmarschall und königlicher Hofmeister. Ladislaus II. von Lobkowitz erhielt 1562 von Kaiser Ferdinand das Heidecksche Lehen Neustadt und Sternstein.
  • Der Sohn Ladislavs II., Zdenek Vojtěch (Zdenko Adalbert) (* 15. August 1568, † 16. Juni 1628 in Wien) wurde wie sein Vater Hofrat und 1559 oberster Kanzler der Krone Böhmen. Er heiratete Polyxenia, geborene von Pernstein, Witwe des Wilhelm von Rosenberg. Durch diese Heirat erhielt das Geschlecht Raudnitz. Zdenek Adalbert war maßgeblich an der Rekatholisierung Böhmens beteiligt. 1623 wurde er zum ersten Fürsten von Lobkowicz erhoben (siehe Liste unten).
  • Sein Sohn Wenzel Eusebius von Lobkowicz, 2. Fürst, (* 20. Januar 1609, † 22. April 1677) war Präsident des Hofrats am Hof des Kaisers Leopold I. und häufte weiteres Vermögen für den Raudnitzer Ast der Familie an.
  • August Longin war nicht nur in vielen nationalen und bildenden Vereinen tätig, sondern auch in der Politik aktiv und wurde kaiserlicher Kanzler und unter Kaiser Karl VI. 1734 Präsident der Bergbau- und Münzenkammer am Hofe.
  • Ein bedeutender Politiker seiner Zeit war Georg Christian von Lobkowitz (1835–1908), Marschall der Böhmischen Krone und Abgeordneter des böhmischen Landtages. Er verteidigte das böhmische Recht vehement gegen die gesamtstaatliche, in Wien koordinierte Politik Cisleithaniens.
  • Seine Nachfolger waren sein Sohn Bedřich (Friedrich)[3] sowie, 1923, dessen Sohn Georg Christian, ein bekannter Autorennfahrer, der 1932 auf der AVUS-Rennbahn in Berlin tödlich verunglückte. Diesem folgte Bedřichs Cousin Otakar nach. Vor und nach dem Krieg bekannten sich die Lobkowiczer stets zu ihrer tschechischen Tradition. (Der Adel wurde in der Tschechoslowakei im Dezember 1918 abgeschafft.)
  • Maximilián Lobkowicz aus der Raudnitzer Linie wurde tschechoslowakischer Botschafter in London. Mit der Machtübernahme der Kommunisten wurde die Familie Lobkowitz in der Tschechoslowakei, wie zuvor vom NS-Besatzungsregime, enteignet. Nach 1948 emigrierten Teile der Familie. 1989 kehrten sie in die Heimat zurück und erhielten Teile des Familienbesitzes zurückerstattet.

Fürsten von Lobkowitz (bis 1918)

  • Zdeněk Vojtěch Lobkowicz (1568–1628), 1623 1. Fürst ∞ Polyxena von Pernštejn, Tochter des Vratislav von Pernstein,
  • Wenzel Eusebius, 2. Fürst Lobkowicz (1609–1677), dessen Sohn, 1628 Fürst, 1646 Herzog von Sagan, ∞ I Johana Myšková ze Žlunic; ∞ II Rheingräfin Augusta Sophie von Sulzbach, Tochter von Pfalzgraf August
  • Ferdinand August (1655–1715), dessen Sohn, 3. Fürst Lobkowicz, Herzog von Sagan, ∞ I Gräfin Claudia Franziska von Nassau-Hadamar, Tochter von Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar; ∞ II Maria Anna Markgräfin von Baden-Baden, Tochter von Ferdinand Maximilian; ∞ III Gräfin Marie Philippine von Althann, Tochter von Wenzel Michael Franz; ∞ IV. Prinzessin Louise von Schwarzenberg, Tochter von Ferdinand Wilhelm Eusebius, 2. Fürst zu Schwarzenberg
  • Philipp Hyazinth (1680–1737), dessen Sohn aus erster Ehe, 4. Fürst Lobkowicz, Herzog von Sagan; ∞ I Gräfin Eleonore Caroline Charlotte Popel von Lobkowicz, Tochter von Graf Kryštof Ferdinand, ∞ II Gräfin Anna Maria Wilhelmine von Althann, Tochter von Michael Ferdinand
  • Georg Christian von Lobkowitz (1686–1755), Feldmarschall, reiste in 1745 mit Christoph Willibald Gluck nach London.
  • Wenzel Ferdinand Karl (1723–1739), dessen Sohn, 5. Fürst Lobkowicz, Herzog von Sagan
  • Ferdinand Philipp (1724–1784), dessen Bruder, 6. Fürst Lobkowicz, Herzog von Sagan, ∞ Prinzessin Gabriela Maria von Savoyen-Carignan, Tochter von Luigi Vittorio, 3. Principe di Carignano
  • Joseph Franz Maximilian (1772–1816), dessen Sohn, 7. Fürst Lobkowicz, letzter Herzog von Sagan (1786 an den Herzog von Kurland verkauft), 1786 1. Herzog von Raudnitz, ∞ Prinzessin Maria Karoline zu Schwarzenberg, Tochter von Fürst Johann I.
  • Ferdinand Joseph (1797–1868), dessen Sohn, 8. Fürst Lobkowicz, Herzog von Raudnitz, ∞ Prinzessin Maria von Liechtenstein
  • Moritz (1831–1903), dessen Sohn, 9. Fürst Lobkowicz, Herzog von Raudnitz, ∞ Prinzessin Maria Anna zu Oettingen-Oettingen u. Oettingen-Wallerstein, Tochter von Fürst Friedrich Kraft
  • Ferdinand Zdenko (1858–1938), dessen Sohn, bis 1918 10. und letzter Fürst Lobkowicz, Herzog von Raudnitz, ∞ Gräfin Anna Bertha von Neipperg, Tochter von Graf Erwin[4]

Inhaber des Familienbesitzes seit 1918

Die Tschechoslowakische Republik hob die Adelstitel am 10. Dezember 1918 auf.[5] Nach deutschem Adelsrecht, das entsprechend auch für die früheren Kronländer der Habsburgermonarchie gilt und im Genealogischen Handbuch des Adels offiziell dokumentiert wird, führt der Chef des Hauses jedoch weiterhin den Adelstitel Fürst Lobkowicz, Herzog von Raudnitz und die übrigen Mitglieder des Hauses die Titel Prinz bzw. Prinzessin (mit der Anrede Durchlaucht).

  • Ferdinand Zdenko (zuvor 10. Fürst) Lobkowicz (1858–1938), siehe oben
  • Max(imilian) Lobkowicz (1888–1967), dessen Sohn, ∞ Gillian Margaret Somerville; 1939 vom NS-Regime enteignet, 1945 Restitution, 1948 vom kommunistischen Regime neuerlich enteignet
  • Martin Lobkowicz (geb. 1928), ∞ Margaret Brooks Juett; erhielt nach Restitutionsgesetzen von 1991 Großteil des Eigentums zurück
  • William Lobkowicz, dessen Sohn, Verwalter der Kunstsammlungen, Besitzer von Nelahozeves und Střekov [6]

Chefs des Hauses Lobkowicz

  • Jaroslav Lobkowicz (1877–1953), Vetter des 10. Fürsten, nach Verzicht von Max Lobkowicz, ∞ Maria Theresia Ernestine Gräfin von Beaufort-Spontin
  • Friedrich Lobkowicz (1907–1954), dessen Sohn
  • Jaroslav Lobkowicz (1910–1985), dessen Bruder, ∞ Gabrielle Gräfin von Korff, gen. Schmising-Kerssenbrock
  • Ing. Jaroslav Lobkowicz (* 1942), dessen Sohn, Politiker ∞ Elizabeth de Vienne
Wappen der Lobkowitz-Hassenstein aus dem Scheiblerschen Wappenbuch

Wappen

Das Stammwappen zeigt einen Rot über Silber geteilten Schild. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken steht ein roter Federköcher, aus dem eine silberne Straußenfeder ragt.

Allianz-Wappen Proskau (links) und Lobkowitz (rechts) in Oppeln

Das gemehrte Wappen von 1479 ist gevierteilt. Felder 1 und 4 zeigen das Stammwappen, 2 und 3 einen schräglinks liegenden goldbewehrten schwarzen Adler, dessen Brust mit einer goldenen Leiste belegt ist.

Bekannte Namensträger

Namensträger der Vergangenheit

Namensträger der Gegenwart

  • Erich Prinz von Lobkowicz (* 1955), deutsch-US-amerikanischer Präsident der deutschen Assoziation des Malteserordens
  • František Lobkowicz (* 1948), tschechischer Bischof von Ostrau-Troppau
  • Jaroslav Lobkowicz (* 1942), tschechischer Politiker, Besitzer von Schloss Křimice, Chef des Gesamthauses
  • Jiří Jan Lobkowicz (* 1956), tschechischer Politiker, Winzer, Besitzer von Schloss Mělník
  • Marie-Sophie Lobkowicz (* 1980), Schriftstellerin
  • Michal Lobkowicz (* 1964), Politiker, 1998 kurzzeitig tschechischer Verteidigungsminister
  • Nikolaus Lobkowicz (* 1931), Philosoph und langjähriger Präsident der Universität Eichstätt
  • William Lobkowicz (* 1961), Großgrundbesitzer und Brauereiunternehmer, Besitzer des Palais Lobkowicz auf der Prager Burg sowie der Schlösser Nelahozeves, Roudnice und Střekov

Palais der Familie Lobkowicz

Das Palais Lobkowitz in Wien
Palais Lobkowitz, Prager Kleinseite, Sitz der Deutschen Botschaft

Heute sind folgende Lobkowicz-Schlösser zu besichtigen:

  • Das Palais Lobkowicz in der Prager Burg wurde zuvor von der tschechischen Regierung als Teil des Hradschins und somit als Staatsbesitz betrachtet, schließlich aber an Familie Lobkowicz restituiert, die dort seit 2007 einen Teil ihrer Kunstsammlungen ausstellt und Konzerte veranstaltet. Das Palais befindet sich im östlichsten Teil des Burgareals an der Georgigasse / Jiřská (Zugang von der Kleinseite / Malá Strana: Alte Schlossstiege / Staré zámecké schody).
  • Das dem Hradschin nahe gelegene Palais Lobkowicz neben dem Palais Schönborn an der Vlašská-Straße, mit dem zuvor genannten nicht zu verwechseln, ist Sitz der deutschen Botschaft in Prag. Hier erfolgte 1989 der historische Auftritt von Hans-Dietrich Genscher.
  • Auf dem ca. 25 km nördlich von Prag an der Moldau gelegenen Renaissanceschloss Nelahozeves stellt Familie Lobkowicz einen weiteren Teil ihrer Kunst- und Waffensammlungen und ihrer Familiengeschichte aus[9].
  • Das ebenfalls an die Familie restituierte Schloss Raudnitz in Roudnice nad Labem ist zur Innenbesichtigung nicht zugänglich.
  • In Wien befindet sich im Stadtzentrum, gegenüber der Albertina, ein weiteres Palais Lobkowitz, heute Sitz des Österreichischen Theatermuseums.
  • Schloss Eisenberg (Jezeří) in Nordwestböhmen gehörte lange Zeit zum Besitz der Lobkowitz. Nach 1990 wurde es der Familie zurückgegeben und von ihr dem neu entstandenen Tschechischen Staat übereignet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Nach 1990 an die Familie zurückgegebene Besitzungen in Tschechien

Einzelnachweise

  1. Lobkowicz'sches Archiv in Raudnitz a.d. Elbe
  2. František Palacký: Archiv český
  3. Kleine Chronik. (…) Friedrich Lobkowitz †. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 21051/1923, 19. April 1923, S. 7, Mitte oben. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp.
  4. Liste korrigiert nach: Die Kunstsammlungen des Hauses Lobkowicz, Scala Publishers in Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen des Hauses Lobkowicz, London 2007, ISBN 978-1-85759-525-3, S. 4
  5. Till Janzer: Zeit des Niedergangs – der böhmische Adel im 20. Jahrhundert, Website von Radio Praha, Beitrag vom 27. Dezember 2008
  6. Die Kunstsammlungen, S. 4
  7. Lokales. Prinzessin Caroline Lobkowicz †.. In: Badener Zeitung, 18. Dezember 1929, S. 2 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/bzt
  8. 26. Mai 1868–13. Dezember 1929
  9. Die Kunstsammlungen, S. 65

Literatur

Weblinks

 Commons: Lobkowitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien