Lodovico Jacobini

Lodovico Jacobini, Lithographie von Adolf Dauthage, 1875
Ludovico Jacobini, Photo mit Unterschrift

Lodovico Jacobini (* 6. Januar 1832 in Genzano di Roma in der Nähe von Rom; † 28. Februar 1887 in Rom) war Kardinal und päpstlicher Staatssekretär.

Leben

Mit 22 Jahren empfing Jacobini nach seiner Ausbildung im Seminar von Albano am 23. September 1854 die Priesterweihe. Danach erhielt Jacobini schon früh den wichtigen Posten des Sekretärs der Kongregation der orientalischen Riten. Während des vatikanischen Konzils wurde er von Papst Pius IX. zum Untersekretär ernannt. Am 24. März 1874 erhielt er die Würde eines Erzbischofs von Thessaloniki in partibus und wurde am 27. März 1874 als päpstlicher Nuntius an den Wiener Hof gesandt.

Seine gewinnende Persönlichkeit und seine gesellschaftlichen Talente machten ihn hier bald beliebt, und er wusste auch der österreichischen Regierung in den kirchlichen Angelegenheiten so weit entgegenzukommen, dass in Österreich trotz der neuen Kirchengesetze jeder Konflikt zwischen dem Staat und der römischen Kurie vermieden wurde. Deshalb beauftragte ihn Leo XIII. auch mit der Führung der Ausgleichsverhandlungen mit der preußischen Regierung, welche jedoch 1880 aus verschiedenen Gründen abgebrochen wurden.

Am 19. September 1879 wurde Jacobini Kardinalpriester mit der Titelkirche Santa Maria della Vittoria. Am 16. Dezember 1880 nach Ninas Rücktritt erhielt er das wichtige Amt des Staatssekretärs der päpstlichen Kurie, starb aber schon am 28. Februar 1887 in Rom.

Literatur

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Lorenzo Nina Kardinalstaatssekretär
1880–1887
Mariano Rampolla del Tindaro