Lois Weinberger (Künstler)

Franziska & Lois Weinberger, Home Voodoo II

Lois Weinberger (* 1947 in Stams) ist ein Künstler, der maßgeblich die neue Debatte um "Kunst-Natur" von den 1990er Jahren bis heute mitbestimmt. Seit 2003 arbeitet er für spezielle Projekte im öffentlichen Raum mit seiner Frau Franziska Weinberger zusammen.

Lois Weinberger arbeitet an einem poetisch-politischen Netzwerk, welches den Blick auf Randzonen lenkt und Hierarchien unterschiedlicher Art in Frage stellt. Er versteht sich als Feldarbeiter. Lois Weinberger begann in den 1970er Jahren mit ethnopoetischen Arbeiten wie die „fragmentarische Bestandsaufnahme“ seines Geburtsortes Stams, die eine Basis bildet für die seit Jahrzehnten entwickelte künstlerische Auseinandersetzung mit dem Natur-und Zivilisationsraum. Von den städtischen Großprojekten, über Kartografien bis zu den in den letzten Jahren entstandenen „Home Voodoos“. Ruderal-Pflanzen, die alle Bereiche unseres Lebens tangieren, sind Ausgangs-und Orientierungspunkt für Notizen, Zeichnungen, Fotos, Objekte, Texte, Filme, für sichtbare und unsichtbare Pflanzentransfers im urbanen Raum wie auch im Landschaftsgebiet.

„Belassene Gärten der Vielfalt entsprechen heutigen Dringlichkeiten / dem Bemerken von Zäsuren / Verbindungen und ihren Vibrationen / den Garten als Zeichen des freiwilligen Verzichts / der Gelassenheit / des Nichteingreifens zu sehen. Brachen / Peripherien sind Gärten und Orte / in denen sich die Grenzen als Bewegtes / Unsicheres zeigen.“ L.W. 1990

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Lois Weinberger

Lois Weinberger lebt heute in Wien.

Von 1993 bis 94 hatte er eine Professur an der Akademie Karlsruhe inne. Anschließend folgte von 1994 bis 95 ein Atelierstipendium am Künstlerhaus Bethanien, Berlin. An Preisen hat er bisher etwa den Förderungspreis für Bildende Kunst vom BUMUK (1985), den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst (1998) oder das Große Kunststipendium des Landes Tirol (1999) erhalten. 2005 erhielt er das Ehrenzeichen der Leopold Franzens Universität Innsbruck und den Würdigungspreis für Bildende Kunst BKA Wien, 2006 den Tiroler Landespreis für Kunst (gemeinsam mit seiner Frau).

Franziska Weinberger

Franziska Weinberger wurde 1953 in Innsbruck geboren, sie lebt heute in Wien.

Nach dem Studium der Kunstgeschichte (Promotion 1982) arbeitete sie als Galeristin, Kunstvermittlerin und Künstlerin. Seit 2003 arbeitet sie mit ihrem Ehemann Lois zusammen an Kunstprojekten im öffentlichen Raum.

Auszeichnungen

Einzel – und Gruppenausstellungen

Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen

Projekte / Kunst und Bau / Kunst im öffentlichen Raum

  • 1999 Garten-eine poetische Feldarbeit, Neue Sozial-und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Innsbruck / henke & schreieck architekten.
  • 1999 Hiriya-Dump, Vorschläge zur neuen Nutzung eines Müllberges bei Tel Aviv, Israel.
  • 2000 The Edge of the City, Spacex Gallery, Exeter.
  • 2002 Garten, Neues Landesmuseum St. Pölten / Arch. Hans Hollein.
  • 2002 1a urbane Orte-(Dis)Lokationen, Städtisches Großprojekt Wettbewerb München / zusammen mit plansinn, Wien.
  • 2004 Dachgarten für die Wienbibliothek im Rathaus Wien / Arch. hempel & hempel.
  • 2004 9 Höfe, Neue Justizanstalt Leoben / Arch. Josef Hohensinn.
  • 2005 Kennedy rondpunt – De Bolle, Städtisches Großprojekt, Ostende.
  • 2005 Involution, CAC Centre d’art contemporain, Brétigny.
  • 2005 Kartographien, Landhaus 2, Innsbruck / frank & probst architekten.
  • 2006 Weingut Höfstätter, Tramin / Arch. Walter Angonese.
  • 2006 Neue Justizanstalt West, Innsbruck / Arch. Dieter Mathoi.

Literatur

Weblinks