Lokalbahn Rakonitz–Mlatz

Odb. Rakona–Mladotice
Kursbuchstrecke (SŽDC): 162
Streckenlänge: 37,722 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: C3 / A1
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
Strecke – geradeaus
von Lužná u Rakovníka (vorm. BEB)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
von Beroun (vorm. Rakonitz-Protiviner Bahn)
Bahnhof, Station
(0,000) Rakovník früher Rakonitz
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Louny (vorm. EB Rakonitz–Laun)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
1,173 Odbočka Rakona
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Bečov nad Teplou (vorm. LB Rakonitz–Petschau–Buchau)
Bahnhof, Station
4,669 Lubná
Haltepunkt, Haltestelle
6,766 Příčina
Bahnhof, Station
11,165 Zavidov
Haltepunkt, Haltestelle
14,782 Všesulov
Bahnhof, Station
17,442 Čistá
Haltepunkt, Haltestelle
21,531 Strachovice
Haltepunkt, Haltestelle
24,621 Kožlany
   
26,955 Kralovice u Rakovníka
   
31,584 Trojany
   
von (Duchcov–) odb. České Zlatníky (vorm. EPPK)
Bahnhof, Station
38,895 Mladotice früher Mlatz
Strecke – geradeaus
nach Plzeň (vorm. EPPK)

Die Lokalbahn Rakonitz–Mlatz (tschech.: Místní dráha Rakovník–Mladotice) war eine staatlich garantierte Lokalbahn-Aktiengesellschaft im heutigen Tschechien. Die Strecke führt von Rakovník (Rakonitz) nach Mladotice (Mlatz). Die Gesellschaft hatte ihren Sitz in Prag.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 23. Januar 1897 wurde „dem Notar Vinzenz Feierseil in Karolinenthal, im Vereine mit dem Fabriksbesitzer Josef Čermák, Bürgermeister in Rakonitz, dem Baumeister Franz Saller in Prag und dem Großhändler Victor Arnstein in Čistá die Concession zum Baue und Betriebe einer als normalspurige Localbahn auszuführenden Locomotiveisenbahn von der Station Rakonitz der Staatsbahnlinie Rakonitz–Protivin über Petrowitz, Čistá, Kozlan und Kralowitz nach Mlatz zum Anschlusse an die Staatsbahnlinie Pilsen–Dux“ erteilt. Teil der Konzession war die Verpflichtung, den Bau der Strecke sofort zu beginnen und „binnen eines und einen halben Jahres“ fertigzustellen.[1]

Das Aktienkapital der Gesellschaft betrug insgesamt 1.185.400 Kronen. Ausgegeben wurden 4.947 Stück Stammaktien zu je 200 Kronen und 980 Stück Prioritätsaktien zu je 200 Kronen.[2] Am 9. Juli 1897 wurde die Strecke eröffnet. Den Betrieb führten die k.k. Staatsbahnen (kkStB) auf Rechnung der Lokalbahn Rakonitz–Mlatz aus. Nach dem Ersten Weltkrieg traten an Stelle der kkStB die neu gegründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD).

Am 1. Januar 1925 wurde die Lokalbahn Rakonitz–Mlatz per Gesetz verstaatlicht und die Strecke wurde ins Netz der ČSD integriert.[3] Heute ist die Strecke nur noch von Rakovnik bis Kralovice u Rakovníka in Betrieb, die restliche Strecke bis Mladotice wurde am 1. Januar 1997 stillgelegt.

Lokomotiven

Auf Rechnung der Lokalbahn Rakonitz–Mlatz beschaffte die betriebsführende kkStB drei Lokomotiven der kkStB-Reihe 97. Die Lokomotiven besaßen die Betriebsnummern 97.130–132. Die ČSD gab ihnen 1924 die neuen Nummern 310.047–49. Die 310.048 wurde 1947 an einen Industriebetrieb in Králův Dvůr verkauft, die beiden anderen wurden 1961 bzw. 1965 ausgemustert.[4]

Literatur

  • Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky 2006–2007. 2. Auflage. Dopravní vydavatelství Malkus, Praha 2006, ISBN 80-87047-00-1.

Einzelnachweise

  1. Reichsgesetz für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder vom 16. Februar 1897
  2. http://www.geerkens.at/wpdetail.php?katalog=1&id=96
  3. Staatsgesetz der Tschechoslowakei Nr. 156/25
  4. Josef Motyčka: Encyklopedie železnice. Parní lokomotivy ČSD. Band 5. Nakladatelství Corona, Praha 2001, ISBN 80-86116-23-9, S. 21.

Weblinks

 Commons: Railway line 162 (Czech Republic) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien