Luckenkogel

Luckenkogel
Luckenkogel über dem Luckenkees, rechts das Felshorn des Äußeren Knappentrögers

Luckenkogel über dem Luckenkees, rechts das Felshorn des Äußeren Knappentrögers

Höhe 3100 m ü. A.
Lage Osttirol
Gebirge Granatspitzgruppe
Geographische Lage 47° 5′ 17″ N, 12° 35′ 27″ O47.0881412.590873100Koordinaten: 47° 5′ 17″ N, 12° 35′ 27″ O
Luckenkogel (Tirol)
Luckenkogel
Erstbesteigung 1870 durch Vermesser
Normalweg Vom Kalser Tauernhaus

Der Luckenkogel (3100 m ü. A.) ist ein Berggipfel in der Granatspitzgruppe in Osttirol. Er liegt an der Grenze der Gemeindegebiete von Kals am Großglockner und Matrei in Osttirol. Benachbarte Gipfel sind im Süden der Graue Schimme und im Nordosten der Äußere Knappentröger.

Inhaltsverzeichnis

Gipfelaufbau

Der Luckenkogel liegt über dem Luckenkees zwischen der Knappentrögerscharte (2974 m ü. A.) im Südwesten und der Luckenscharte (2983 m ü. A.) im Südsüdwesten. Im Südosten schließt sich an den Luckenkogel die Luckenwand an, nach Nordwesten besteht eine Gratverbindung zur Goldredlscharte (2680 m ü. A.) an der sich der Brochetkopf (2663 m ü. A.) anschließt. Im Nordosten verläuft der langgezogene Nordostgrat mit dem Inneren und Äußeren Knappentröger bis zur Aderscharte.

Erstbesteigungen

Der Luckenkogel wurde 1870 erstmals von Vermessern über das Nördliche Loameskees bestiegen. Die erste tourenmäßige Besteigung erfolgte 1871 durch V. Hecht und Th. Groder von Südosten über die Luckenwand. Die erste Überschreitung des Luckenkogels gelang Adeline Edwards und T. Trost 1907 vom Nordostgrat über den Südsüdwestgrat. Der erste Gratübergang vom Brochetkogel erfolgte am 28. Juni 1927 durch R. Gerin, G. Hecht und R. Szalay.

Anstiegsmöglichkeiten

Der Normalanstieg auf den Luckenkogel nimmt seinen Anfang am Kalser Tauernhaus und führt zunächst markiert über den Silesia-Höhenweg bis zum Laimesbach (auch Loamesbach). In der Folge verläuft der Anstieg unmarkiert nach Westen und weiter in die Scharte zwischen Grauer Schimme und Luckenkogel, wobei zuvor ein Eisfeld überquert werden muss. Der Schlussanstieg über den Südostgrat weist Klettersteilen im Schwierigkeitsgrad I auf. Neben der Besteigung über den Südgrat kann der Luckenkogel auch über den Nordostgrat leicht erstiegen werden. Hierzu folgt man zunächst dem Silesia-Höhenweg einen Kilometer weiter nach Norden und zweigt dann in die Scharte zwischen Luckenkogel und Äußerem Knappentröger ab. Auch der Nordostgrat weist Kletterstellen der I. Kategorie auf.

Literatur

  • Willi End; Hubert Peterka: Alpenvereinsführer Glocknergruppe und Granatspitzgruppe. Bergverlag Rudolf Rother, München 1990
  • Georg Zlöbl: Die Dreitausender Osttirols im Nationalpark Hohe Tauern. Verlag Grafik Zloebl, Lienz-Tristach 2007, ISBN 3-200-00428-2

Weblinks

 Commons: Luckenkogel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien