Ludwig Durek

Ludwig Durek (* 27. Januar 1921 in Wien; † 2000) war ein österreichischer Fußball-Nationalspieler auf der Position eines Stürmers. Während der Zeit des Anschlusses Österreichs war er auch im deutschen Fußball-Nationalteam aktiv.

Inhaltsverzeichnis

Vereinskarriere

Der Wiener begann mit dem vereinsmäßigen Fußballspiel im Alter von zwölf Jahren beim FC Nicholson und blieb seinem Stammverein, der ab 1933 sehr erfolgreich als FC Wien auftrat, bis 1946 treu. In der Spielsaison 1938/39 schaffte er mit dem Favoritner Traditionsklub den Meistertitel in der Bezirksklasse Wien A und mit dem überlegenen ersten Rang in den Aufstiegsspielen (gegen Linzer ASK, WSV BU Neunkirchen und WSV Donawitz) ungeschlagen den Aufstieg in die höchste Liga.

Seinen größten Erfolg auf Vereinsebene feierte er mit dem Gewinn des Vizemeistertitels durch den FC Wien in der Saison 1941/42 hinter der Vienna. 1946 wechselte er nach Graz zum SK Sturm, mit dem er bis 1956 drei Mal die steirische Landesmeisterschaft und ebenso oft den Landespokal gewinnen konnte. Mit 35 Jahren ging er in die Obersteiermark und spielte für den frischgebackenen Landesmeister WSV Donawitz. Nach mehreren Vereinswechseln beendete er 1963 seine aktive Laufbahn beim FC Graz.

Wechsel ins Traineramt

Nach seiner aktiven Karriere als Fußballspieler wechselte Durek ins Traineramt und betreute unter anderem die Mannschaften von Sturm Graz, WSV Donawitz und dem Klagenfurter AC.

Nationalmannschaft

Von 1940 bis 1942 spielte er sechs Länderspiele für Deutschland. In den ersten beiden, jeweils gegen die Slowakei, erzielte er je ein Tor.

Noch im selben Jahr der Wiedererstehung der Republik Österreich feierte der Stürmer am 19. August 1945 unter Teamchef Karl Zankl im ersten Nachkriegsländerspiel (0:2 gegen Ungarn in Budapest) sein Debüt in der Österreichischen Nationalmannschaft. Sein zweites und zugleich letztes Länderspiel für Österreich bestritt er gleich am nächsten Tag beim zweiten Spiel gegen den Erzrivalen, das ebenfalls mit einer Niederlage (2:5) der Österreicher endete. Nach den beiden Niederlagen kam es zu einem Trainerwechsel. Unter dem nachfolgenden Teamchef Edi Bauer fand Ludwig Durek keine Berücksichtigung mehr, womit seine eigentliche Teamkarriere für Österreich bereits nach zwei Länderspielen wieder beendet war. Nach einer dreijährigen Pause wurde der 1948 als Spieler des SK Sturm Graz von Teamchef Edi Frühwirth als einziger Vertreter eines "Provinzvereins" in den Teamkader für die Olympischen Spiele in London einberufen, blieb als Ersatzspieler aber ohne weiteren Einsatz.

Stationen

Erfolge

Dies und Das

Durek war einer von 21 Spielern, die sowohl für Deutschland als auch für Österreich antraten. Von 1960 bis 1981 war er Obmann der Alt-Internationalen der Steiermark. 1995 erhielt er das Ehrenzeichen der Verwaltung Steiermark.