Ludwig Moritz Hartmann

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Ludwig Moritz Hartmann (* 2. März 1865 in Stuttgart; † 14. November 1924 in Wien) war ein österreichischer Diplomat und sozialdemokratischer Politiker deutscher Herkunft.

Leben

Ludwig Moritz Hartmann wurde als Sohn des jüdischen Dichters Moritz Hartmann in Stuttgart geboren. Nach dem Tod seines Vaters, im Jahr 1872, wurde er von seiner Mutter erzogen. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums Wasagasse in Wien, an welchem er auch maturierte, schrieb sich Hartmann 1883 an der Universität Wien ein. Hier begann er das Studium der Philosophie und Geschichte. 1885 wechselte er an die Universität Berlin, an welcher er 1887 promovierte. Während seines Studiums lernte Hartmann unter anderem Otto Hirschfeld und Harry Bresslau kennen, und besuchte Vorlesungen des späteren Literaturnobelpreisträgers Theodor Mommsen.

Von 1887 bis 1889 lebte Hartmann in Rom und Straßburg ehe er ab 1889 Dozent für Geschichte an der Universität Wien wurde. Zunächst nur spezialisiert auf die Übergangszeit vom Altertum zum Mittelalter, avancierte Hartmann rasch zum Fachmann für die gesamte Geschichte. Hartmann wurde Autor zahlreicher historischer Abhandlungen.

1901 wurde Hartmann Mitglied der sozialdemokratischen SdP. Er gründete den Verein Freie Schule und die Frauenbildungsakademie Athenäum. Er rief die Salzburger Hochschulwochen ebenso ins Leben, wie den Deutschen Hochschultag.

Im Dezember 1918 wurde Hartmann von Karl Renner zum ersten Botschafter der Republik Österreich in Deutschland ernannt. Er blieb es bis November 1920. Von März 1919 bis November 1920 war Hartmann zudem Abgeordneter der Konstituierenden Nationalversanmmlung des Nationalrates. Im Dezember 1920 folgte seine Vereidigung als Mitglied des Bundesrates.

1903 noch außerordentlicher Professor an der Universität Wien, wurde er noch 1924, wenige Monate vor seinem Tod, zum Professor ernannt. Auch wurde er Ehrendoktor an den Universitäten Heidelberg und Bonn.

Weblinks

Vorgänger Amt Nachfolger
Gottfried zu Hohenlohe-Schillingsfürst österreichischer Botschafter in Deutschland
1918–1920
Richard Riedl