Ludwig Schmid-Reutte

Das Werk „Ruhende Flüchtlinge“ von Schmid-Reutte zeigt die für ihn typischen männlichen Akte.

Ludwig Schmid-Reutte (* 13. Januar 1863 in Lechaschau; † 13. November 1909 in der Heilanstalt Illenau) war ein Künstler des Naturalismus.[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Der Maler war der Sohn des Maurers und Bauern Franz Anton Schmid. Ab 1878 war Schmid-Reutte der Schüler von Franz von Defregger und Ludwig von Löfftz an der Münchner Kunstakademie.[2] Zu Beginn des Jahres 1890 gründete und leitete er gemeinsam mit Friedrich Fehr eine Spezialschule mit der Fachrichtung künstlerische Anatomie in München, die einen guten Ruf gehabt haben soll. Von 1899 bis 1907 war der Maler Professor an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.[2][3]

Zu seinem Lebenswerk gehören unter anderem die Gemälde „Am Scheideweg“, „Ringer“, „Flagellanten“ und „Schäfer“. Schmid-Reutte wählte für seine Gemälde vor allem männliche Akte: Ihm erschienen der straffe Rhythmus der Muskulatur, der Gelenke und des Knochenbaus am wichtigsten.[3]

Einzelnachweise

  1. Dr. J. A. Beringer: Ludwig Schmid-Reutte In: Deutsche Kunst und Dekoration. 1913. S. 216ff.
  2. a b Schmid-Reutte, Ludwig. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 30, E. A. Seemann, Leipzig 1936, S. 169f.
  3. a b Schmid-Reutte, Ludwig (1862-1909). In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950, Band 10. Lieferung 49, 1993, S. 308.

Veröffentlichungen und Literatur

  • Uwe Fleckner: Carl Einstein und sein Jahrhundert: Fragmente einer Intellektuellen Biographie. Akademie Verlag, 2006. S. 18, 23ff.
  • Carl Friedrich Schmitt-Spahn, Hans Thoma: Ludwig Schmid-Reutte: 32 Wiedergaben von Zeichnungen und Gemälden des Meisters, 1913.

Weblinks

 Commons: Ludwig Schmid-Reutte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien