Ludwig von Buddenbrock

Ludwig Heinrich von Buddenbrock ( * 18. Februar 1720 in Gurnen in Preußen; † 19. April 1782 in Königsberg in Preußen) war ein königlicher-preußischer Generalmajor, Chef des Infanterie-Regiment Nr. 16 und Ritter des Pour le Merite.

Seine Eltern waren Otto Heinrich von Buddenbrock (* 1667; † 1729) und dessen Frau Louise Charlotte von Hülsen († 1744) aus dem Hause Plehnen verwitwete Stach von Golzheim (heiratete später einen Grafen von Dönhoff). Sein Bruder war der Major Wilhelm Ernst von Buddenbrock.

Laufbahn

Er wurde am 4. März 1740 Seconde-Lieutenant im Infanterie-Regiment Nr. 3. Im Ersten Schlesischen Krieg marschierte er mit den Grenadieren nach Schlesien. 1741 war er mit bei der Belagerung und Einnahme von Glogau. Daraufhin kam er zur Schlacht bei Mollwitz und war bei der Einnahme von Breslau dabei. 1742 geriet er in der Schlacht bei Groß-Jägersdorf in Gefangenschaft. Am Ende des Krieges kam er wieder frei und er kehrte zu seinem Regiment nach Halle zurück. Im Zweiten Schlesischen Krieg marschierte er nach Böhmen und war bei der Einnahme von Prag zugegen. Im Dezember 1744 wurde er Premier-Lieutenant und kämpfte im Winter selben Jahres in Schlesien. Im 1745 focht er im Gefecht bei Habelschwerdt sowie bei Hohenfriedberg und Soor.

Am 6. Juni 1751 wurde er Stabshauptmann und im Siebenjährigen Krieg nahm er zunächst an der Schlacht bei Lobositz teil. Am 21. Oktober 1756 erhielt er eine eigene Kompanie. Im nachfolgenden Jahr kämpfte er in Prag und Kolin. Das Regiment wurde danach an die Westfront nach Halberstadt verlegt. Er erkrankte und wollte von Naumburg nach Halle als er in Merseburg von den Österreichern gefangen wurde. Er wurde in Krems interniert und kam nach acht Monaten wieder frei. So kam es, dass er im April 1758 wieder bei seinem Regiment war. Am 18. Februar 1759 wurde er zum Major befördert. Am 8. Mai 1759 war er bei den 400 Mann, die die Österreicher bei Asch angriffen. Anschließend kämpfte er in der Schlacht bei Kay. Am 27. Oktober 1759 erhielt er ein Bataillon von Wiedergenesenen, dass er von Schlesien nach Sachsen führte. 1760 war er bei der Belagerung von Dresden als er bei einem Ausfall gefangen genommen wurde. Er kam wieder nach Krems und wurde nach zehn Monaten ausgetauscht. Danach kam er im Mai 1762 zu seinem Regiment, was zu der Zeit bei Kunzendorf stand. Am 22. Juli 1762 konnte er sich beim Angriff auf die Leutmannsdorfer Höhen auszeichnen und erhielt dafür den Pour le Merite.

Nach dem Krieg am 21. Juni 1765 wurde er zum Oberstleutnant befördert und erhielt zudem eine zusätzliche Pension. Im Mai 1770 wurde er Oberst und Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 30 (Sobeck). Am 20. Januar 1771 wurde er zum Generalmajor ernannt und erhielt 1776 das Infanterie-Regiment Nr. 16 (Borcke). Im Bayrischen Erbfolgekrieg marschierte er wieder nach Schlesien und wurde noch Kommandant der Festung Schweidnitz.

Familie

Er war mit Gräfin Henriette Wilhelmine Juliane Louise von Solms-Sonnenwalde (* 20. Oktober 1731; † 31 Januar 1798) aus dem Haus Schköna verheiratet. Sie hatte zwar 1750 den Freiherrn Johann Christian Freiherr von Ochsenstein († 8. April 1786) geheiratet, was aber 1764 wieder geschieden worden. Ihre Eltern waren Adolph Ludwig zu Solms-Sonnenwalde (* 22. August 1706; † 16. Oktober 1760) und Sabine Louise von Thümen (* 28. Februar 1713; † 12. August 1804). Er hatte mit ihr einen Sohn und eine Tochter. Diese wurden am 25. April 1774 unter dem Namen von Bodenburg legitimiert. Weitere Kinder bekamen am 11. Oktober 1774 die königliche Erlaubnis Namen und Wappen des Vaters zu führen.

Literatur

  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1935–1942 Bd. 2, S. 96, Nr. 618
  •  Anton Balthasar König: Ludwig von Buddenbrock. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band I, Arnold Wever, Berlin 1788, S. 438 (Ludwig von Buddenbrock in der Google Buchsuche).
  • Œuvres de Frédéric le Grand: Œuvres militaires, S. 38, Digitalisat