Ludwig von Sobbe

Ludwig Karl Heinrich von Sobbe (* 9. März 1835 in Trier; † 7. November 1918 in Berlin-Charlottenburg), war ein deutscher General der Infanterie.

Leben und Wirken

Nach Besuch des Gymnasiums in Bonn und der Kadettenausbildung in Wahlstatt und Berlin trat er als Sekondeleutnant in das Garde-Schützenbataillon ein. 1858 wurde er zur Kriegsschule kommandiert und 1860 als Premierleutnant im Jägerbataillon Nr. 2 eingesetzt. 1865 wurde er als Hauptmann und Kompaniechef zum Jägerbataillon Nr. 5 versetzt. Beim Feldzug 1866 war er an den Gefechten bei Nachod und Skalitz sowie an der Schlacht bei Königgrätz beteiligt. 1870 erfolgte sein Einsatz als Major beim Generalstab des XI.Armeekorps in Kassel. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 nahm er an den Schlachten von Weissenburg, Wörth und Sedan sowie an der Belagerung von Paris teil. Nachdem er 1873 in den Großen Generalstab aufgenommen und 1875 zum Oberstleutnant ernannt worden war, wurde er 1875 Chef des Generalstabes des XIII. Armeekorps in Stuttgart und 1878 zum Oberst befördert. 1883 wechselte er als Chef des Generalstabes zum VIII. Armeekorps in Koblenz und stieg dort ein Jahr später zum Generalmajor auf. 1888 übernahm er als Generalleutnant und Kommandeur die 1. Garde-Infanteriedivision in Berlin. Mit seinem Einsatz als Gouverneur von Straßburg endete 1890 seine militärische Laufbahn. 1892 wurde er zur Disposition gestellt und am Sedantage dieses Jahres mit dem Charakter eines Generals der Infanterie versehen. Während seiner militärischen Wirksamkeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Roten Adlerorden II. Klasse (1884), den Kronenorden I. Klasse mit Schwertern (1891) und den Roten Adlerorden I. Klasse mit Eichenlaub (1892).

Familie

Sein Vater war der Generalmajor Diedrich Karl Heinrich von Sobbe (1796–1877), der ab 1828 mit Johanna von Gaertner (1803–1843) verheiratet war. Ludwig von Sobbe war ab 1866 mit Pauline Dietz (1844–1904) verehelicht. Aus der Ehe ging als Sohn Generalmajor Diedrich Friedrich Gustav Heinrich von Sobbe (* 1868) hervor. Seine letzte Ruhestätte befindet sich nach Umbettung auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Literatur

  • Berlin und die Berliner, Karlsruhe 1905.
  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum, Bd.10, Hamburg 1942, S. 384–386 (Nr.3283).