Lueg (Gemeinde Gries am Brenner)

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Lueg (Rotte)
Lueg (Gemeinde Gries am Brenner) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck Land (IL), Tirol
Pol. Gemeinde Gries am Brenner
Ortschaft Gries am Brenner
Koordinaten 47° 1′ 45″ N, 11° 29′ 31″ O47.02916666666711.4919444444441300Koordinaten: 47° 1′ 45″ N, 11° 29′ 31″ Of1
Höhe 1300 m ü. A.
Postleitzahl A-6156 Gries am Brenner
Statistische Kennzeichnung
Zählbezirk/Zählsprengel Gries am Brenner (70313 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Lueg ist ein Rotte und Ortsteil von Gries am Brenner.

Namenkunde

Der Name wird etymologisch mit luech (‚Loch‘, vergl. Lueg) in Zusammenhang gebracht und beschreibt einprägsam die geographische Beschaffenheit des Geländes, wo sich die beiden Talflanken verengen und der letzte Anstieg zum Brennerpass zu bewältigen ist.

Geschichte

Lueg liegt an der seit alters her bedeutenden Nord-Süd-Verbindung, welche über den Brenner führt. Im Mittelalter führte durch das Gebiet eine der wichtigsten Handels- und Heerstraßen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, die via imperii.

Ursprünglich stand am Lueg eine Höhlenburg, die sich später zu einer Feste entwickelte. Im 13. Jahrhundert befand sie sich im Besitz der Edlen von Tarant und Dornsberg, die treue Gefolgsleute des Tiroler Landesfürsten im Kampf gegen den Bischof von Brixen waren. Aufgrund des Friedensvertrages von 1241 zwischen Graf Albert von Tirol und dem Brixner Bischof Egno von Eppan musste die Anlage abgebrochen werden. Die Engstelle wurde in Folge immer wieder befestigt und erlangte mehrfach strategische Bedeutung.

Am Lueg befand sich auch eine der wichtigsten Zollstätten des mittelalterlichen Tirols. Seit 1287 war sie die ertragreichste Zollstätte Tirols, wurde 1778 sogar zum Oberzollamt erhoben und erst 1815 aufgelassen. Während das schlossartige Zollamtsgebäude bereits 1809 auf Befehl Marschall Lefebvres zerstört wurde, zeugen von der ehemaligen Zollstelle nur mehr eine Kapelle und der Widum. Die Kapelle am Lueg wurde in den 1990er Jahren umfassend restauriert.

Literatur

  • Verein "Rettet die Kirche am Lueg": Die Kapelle zu den Heiligen Christoph und Sigmund am Lueg. Gasslerdruck, Innsbruck 1997(?)