Mösern

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Mösern (DorfOrtschaft)
Mösern (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck Land (IL), Tirol
Gerichtsbezirk Telfs
Pol. Gemeinde Telfs  (KG Telfs)
Koordinaten 47° 18′ 39″ N, 11° 8′ 44″ O47.31083333333311.1455555555561206Koordinaten: 47° 18′ 39″ N, 11° 8′ 44″ O
Höhe 1206 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 344 (2001)
Gebäudestand 91 (2001)
Postleitzahl A-6100 Telfs
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16563
Zählbezirk/Zählsprengel Telfs-Umgebung (70357 005)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Mösern ist ein Ort im Mittelinntal in Nordtirol, und Ortschaft und Gemeinde Telfs im Bezirk Innsbruck Land. Der Ort nennt sich Friedensdorf.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Dorf liegt 20 km hinter Innsbruck am Südrand des Seefelder Plateaus auf 1200 m ü. A. über dem Inn, halbwegs an der L36 Möserer Straße von Telfs nach Seefeld.

Die Ortschaft umfasst knapp 100 Gebäude mit etwa 350 Einwohnern.

Nachbarortschaften
Buchen Wildmoos Seefeld i.T. (Gem., Ort Kirchwald)
Bairbach Nachbargemeinden Reith b. Seefeld (Gem.)
Platten Pettnau (Gem.)

Geschichte

Ein Schwaighof am Ort (dauerbesiedelte Alm, die heutige Schmiede) ist 1307 urkundlich, als ihn ein Otto der Karlinger dem Stift Stams „zur Reichung von Brot und Käse an die Armen“ stiftete. Mösern war ein wichtiger Knotenpunkt der Karrenwege in die holzreichen Gegenden um Seefeld und im Leutaschtal, und insbesondere an der Fernroute über Scharnitz in das Bayerische.[1]

Der Ortsname steht zu Moos ‚Feuchtgebiet‘.

Natur, Kultur und Tourismus

Friedensglocke

Der Ort gehört zur Tourismusregion Olympiaregion Seefeld, und tritt zusammen mit Buchen als Mösern-Buchen auf.

In Mösern hängt die Friedensglocke des Alpenraumes, im Jahre 1997 errichtet zum 25-jährigen Jubiläum der ARGE Alp, um den Zusammenhalt des Alpenraumes zu symbolisieren.[2]

Die Kapelle am Kalvarienberg stammt von um 1830, und zeigt ein Kreuzigungsgruppe, mit auf Brettern gemalten Nebenfiguren und Wandmalerei im Hintergrund. Sie wie auch 10 der früher 8, seit 1989 11 bildstockartigen Stationskapellen am Passionsweg stehen unter Denkmalschutz[3] (Kalvarienbergkapelle, 10 Kalvarienbergkapellen). Auf dem Weg von Telfs über Birkenberg herauf finden sich noch etlich weitere Wegkapellen und Flurdenkmale.

Nördlich des Orts liegt der Möserer See. Er ist schon im Jahr 1500 im Fischereibuch Kaiser Maximilians erwähnt.[1] Der Friedensglockenwanderweg führt als Themenweg zum und um den See.

Weitere zahlreiche Wanderwege leiten in die Umgebung des Seefelder Plateaus, zum Lottensee, einem periodischen Moorgewässer, im Nordwesten, und auf die Möserer Höhe (Gipfel 1474 m ü. A.) und Brunschkopf (1410 m ü. A.) im Norden, und weiter zum ebenfalls periodischen Wildmoossee und der Wildmoosalm (Wildmoosgebiet). Nach Nordosten geht es Richtung Seefeld, nach Osten Richtung Auland. Auch führen etliche Wege vom Tal herauf, von Telfs, von Kellertal und Tiefental-Leiblfing, wie auch Eigenhofen und Zirl.

Direkt östlich liegt mit dem Gschwandtkopf (1495 m ü. A.) ein kleiner Schiberg, auf den aber nur von Kirchwald und Auland Lifte führen.
Von Seefeld her gibt es eine drei Kilometer lange, beleuchtete Nachtloipe (kostenpflichtig).[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Geschichte – Wissenswertes über die Geschichte der fünf Orte der Olympiaregion Seefeld, Tourismusverband Olympiaregion Seefeld (pdf, seefeld.com), Abschnitt Mösern, S. 10 ff
  2. Der Alpenraum braucht Zusammenhalt, Helmut Kopp, friedensglocke.at
  3. Geschichte – Wissenswertes über die Geschichte der fünf Orte der Olympiaregion Seefeld, Tourismusverband Olympiaregion Seefeld (pdf, seefeld.com), Abschnitt Der Kalvarienberg, S. 11
  4. Fred Fettner: Langläufer müssen löhnen. in: Die Zeit, 11. Jänner 1991.
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