Machländer Volksbote

Der Machländer Volksbote war eine 1895 von Leopold Kordesch gegründete private katholische Wochenzeitung, die in dessen Druckerei in Perg hergestellt wurde.[1] Die Zeitung wurde 1929 mit dem Linzer Wochenblatt des Preßvereins vereinigt.

Lokale Wochenzeitung

Zunächst wurde eine liberale und später eine deutsch-fortschrittliche Linie vertreten. Nach dem Tod von Kordesch führte dessen Witwe den Betrieb zunächst weiter und verkaufte diesen Ende 1895 an Bernhard Blaschök, der Druckerei und Zeitung bis zu seinem Tod 1928 führte. Dessen Witwe führte den Betrieb zunächst weiter und verkaufte diesen 1929 an den Linzer Preßverein.

Als Redakteure waren hauptsächlich die Kooperatoren der Pfarre Perg tätig, die hauptsächlich das christlich-soziale Weltbild von Wiens Bürgermeister Karl Lueger vertraten. Die Blattlinie wurde auch als katholisch-konservativ bezeichnet. Es gab Verbindungen zur Katholischen Volkspartei (später Christlichsoziale Partei). Der Auflagenhöchststand des unabhängigen Organs für den unteren Mühlkreis[2] war 1100 Exemplare.

Die Zeitung trat in zahlreichen Beiträgen für den Bau der Machlandbahn sowie für den Bau der Naarntalstraße ein.

Literatur

  • Helmut W. Lang (Hrsg.): Österreichische Retrospektive Bibliographie (ORBI). Reihe 2: Österreichische Zeitungen 1492–1945. Band 2: Helmut W. Lang, Ladislaus Lang, Wilma Buchinger: Bibliographie der österreichischen Zeitungen 1621–1945. A–M. Bearbeitet an der Österreichischen Nationalbibliothek. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-23384-1, S. 477.

Einzelnachweise

  1. Heimatverein Perg und Stadtgemeinde Perg (Hrsg.): Heimatbuch der Stadt Perg 2009. Heimatverein Perg u. a., Perg 2009, ISBN 978-3-902598-90-5, S. 274.
  2. Online-Abfrage Landeschronik Oberösterreich