Madagassische Botschaft (Falkensee)

Madagassische Botschaft in Falkensee

Die Madagassische Botschaft in Falkensee ist die diplomatische Vertretung von Madagaskar in Deutschland. Außerdem vertritt sie madagassische Interessen in Österreich, Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und Island. Das Botschaftsgebäude befindet sich im Randbereich Berlins außerhalb der Stadtgrenzen an der Seepromenade 92 am Ufer des Falkenhagener Sees in der brandenburgischen Stadt Falkensee.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der diplomatischen Beziehungen

Madagaskar unterhält seit 1961, kurz nachdem der Staat seine Unabhängigkeit von Frankreich erhalten hatte, diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland. Seit Dezember 2001 befindet sich die Botschaft des Landes in Falkensee. Akkreditierter Botschafter Madagaskars ist seit 20. März 2006 Alphonse Ralison.

Architektur

Mit dem Bau des Botschaftsgebäudes Madagaskars sowie der ebenfalls auf dem Grundstück errichteten Residenz des Botschafters wurde der madagassische Architekt Henri Randrianarisoa beauftragt, die Realisierung erfolgte durch die deutsche Fundamenta Baupartner GmbH. Randrianarisoa orientierte sich bei der Konzeption vor allem an dem im 17. Jahrhundert errichteten Königspalast in Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar, und ergänzte Elemente der Kolonialzeit sowie moderner madagassischer Bauart. Der für die Merina-Dynastie zentrale Königspalast stellt das wichtigste weltliche und religiöse Symbol des Landes dar.

Das Botschaftsgebäude besitzt drei Geschosse und eine nahezu quadratische Grundfläche, die durch die vier Risalitelemente an den Ecken betont wird. Das gesamte Haus ist in einem kräftigen roten Erdton gehalten, um die ziegelrote Erde des Landes zu demonstrieren. Die Vorderseite wird durch den zentralen Eingangsbereich bestimmt, über dem eine an das Wappen Madagaskars angelehnte große Plakette angebracht ist. Den Fassadenabschluss bildet eine Balustrade aus kleinen Säulen im europäischen Barockstil. Dahinter erhebt sich ein für die madagassische Bauart typisches steiles und geschindeltes Zeltdach.

Literatur

  • Kerstin Englert, Jürgen Tietz (Hrsg.): Botschaften in Berlin. 2. Auflage; Gebr. Mann Verlag, Berlin 2004; Seite 292, ISBN 3-7861-2494-9.

Weblinks

52.57265113.121098Koordinaten: 52° 34′ 21,5″ N, 13° 7′ 16″ O