Magnuskirche (Tobadill)

Die Pfarrkirche von Tobadill

Die Pfarrkirche hl. Magnus ist eine römisch-katholische Kirche im Weiler Feld in der Gemeinde Tobadill in Tirol.

Urkundlich wird hier 1705 eine Kapelle genannt. 1735 bis 1737 wurde eine barocke Kirche von Architekt Kassian Grießer erbaut und 1751 geweiht. Der Turm wurde 1768 errichtet, die Kirche 1792 erweitert.

Der schlichte Außenbau mit einem eingezogenen, rund schließenden Chor hat Korbbogenfenster. Das Süd- und das Westportal haben einen Rundbogen, die Holztür vom Ende des 19. Jahrhunderts ist geschnitzt. Der Turm hat rundbogige Schallfenster und einen Giebelspitzhelm. Das vierjochige Langhaus und der Chor haben ein Tonnengewölbe mit Stichkappen auf Pilastergliederung und werden durch einen rundbogigen Triumphbogen miteinander verbunden. Die Westempore ist eine Holzkonstruktion. Die Deckenmalerei von Johann Georg Witwer aus dem Jahr 1793 zeigt im Chor Glorie des Magnus, im Langhaus Magnus besiegt den Drachen und Magnus heilt Besessene und seitlich die vier Evangelisten. Die Glasmalerei ist vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Der Hochaltar von 1740 wurde 1749 gefasst und am Ende des 18. Jahrhunderts verändert. Das Altarblatt „Rosenkranzspende" zeigt die Heiligen Dominikus zwischen Magnus und Gallus und ist bezeichnet mit S. P. aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts. Die Figuren der Heiligen Josef und Johannes Evangelist und die Engel im Auszug sind aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und kommen aus der Werkstatt Andreas Kölle. Auf den zwei Seitenaltären (Ende 18. Jahrhundert) stehen Reliquiensärge der Heiligen Vitalis und Clemens. Der linke Seitenaltar zeigt das Bild des betenden Heiligen Isidor, das Oberbild den Heiligen Aloysius. Der rechte Seitenaltar zeigt das Bild Mariahilf aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts in einem geschnitzten Rahmen mit Putten, im Oberbild den Heiligen Josef. An der Kanzel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts sind Ovalbilder der vier Evangelisten. Die Kreuzwegbilder stammen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Die Kreuzigungsgruppe in der Sakristei entstand um 1700.

Die Orgel baute 1860 Franz Weber.

Literatur

  • Dehio Tirol 1980, Tobadill, Pfarrkirche hl. Magnus im Weiler Feld, Seiten 813f

Weblinks

47.12591310.513117Koordinaten: 47° 7′ 33″ N, 10° 30′ 47″ O