Maltaprozession

Die Maltaprozession ist eine vermutlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstandene Wallfahrt in Kärnten, die von St. Peter/Rennweg zur Pfarrkirche Maria Hilf in der Kärntner Gemeinde Malta führt. Sie findet am 2. Sonntag nach Fronleichnam statt. Die 19 Kilometer lange Strecke, die an der Pfarrkirche St. Peter beginnt, wird innerhalb von 6 Stunden zurückgelegt, wobei etwa 900 Höhenmeter zu überwinden sind. Während der Wallfahrt werden drei Rosenkränze, die Allerheiligenlitanei und Fürbitten gebetet. Bei Ankunft an der Pfarrkirche Malta umkreist der Zug einmal die Kirche.

Route

Die Route führt vom Liesertal in das Maltatal, wobei auf dem Weg von St. Peter/Rennweg nach Malta eine landschaftlich reizvolle Berglandschaft durchschritten wird.

Geschichte

Der Ursprung der Maltaprozession geht vermutlich auf die Zeit der Pest, zu Beginn des 16. Jahrhunderts, zurück. Anlass waren Bitt- oder Dankgebete an die Mutter Gottes Maria, woraus sich das Ziel der Wallfahrt, die Pfarrkirche Maria Hilf Assumptio in Malta erklärt.

Quellen

  • Kath. Pfarre St. Peter/Rennweg (J. Brugger)
  • Karl Lax: Aus der Chronik von Gmünd in Kärnten. Verlag Kärntner Universitätsdruckerei Klagenfurt, 4. Auflage, 1987