Mannagetta-Ofen

Mannagetta-Ofen

Der Mannagetta-Ofen ist eine Felsnadel in der Koralpe, Gemeinde Marhof. Er ist Naturdenkmal[1] und nach dem langjährigen Chefgeologen der Geologischen Bundesanstalt in Wien, Peter Beck-Mannagetta, benannt.

Die Benennung „Ofen“ stammt aus dem Sprachgebrauch des Gebietes und hebt die markante, außergewöhnliche Form des Felsens hervor: Der Mannagetta-Ofen bildet einen ungefähr 8 bis 10 m hohen Stapel aus Felsplatten („Plattengneis“). Er ist insgesamt (einschließlich der Basis der Felsnadel) 50 m lang und 30 m breit. In seiner Umgebung befinden sich weitere Öfen.[2] Seine Entstehung ist, wie bei anderen markanten Felsbildungen der Koralpe, auf unterschiedlich starke Verwitterung der Gesteinsschichten zurückzuführen.[3] Seine Freilegung wird auf die Bodenfröste der Eiszeit und das damit verbundene Bodenfließen zurückgeführt.[2]

Der Mannagetta-Ofen liegt auf 685 m Seehöhe im Mausegger Graben, ungefähr 2,2 km Luftlinie nordwestlich von Sauerbrunn an einem alten, nicht erhaltenen und unbezeichneten Karrenweg zu einer heute verfallenen Mühle im Mausegger Graben. Er wurde von Peter Beck-Mannagetta erstmals einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht und auf dessen Betreiben 1966 zum Naturdenkmal erklärt.[4]

Der Mannagetta-Ofen liegt auf einem steilen Berghang. Er ist von Felsblöcken und umgestürzten Bäumen umgeben. Sein Besuch erfordert, obwohl dabei ein alter Weg benutzt wird, Trittsicherheit in ungebahntem Gelände. Der Zugangsweg zweigt etwa 230 Schritte westlich des Waldrandes nach dem Bauernhof vlg. Höller (noch vor der Bachüberquerung) vom markierten Wanderweg Sauerbrunn-Schneebauer-Sporiroaofen nach links ins Tal ab. Neben dem letzten Teil dieses Weges befinden sich steile Hänge mit mehreren Meter hohen Felsabbrüchen.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Mausegger Grabens, auf einem ebenso steilen Berghang befindet sich mit dem Sporiroa-Ofen eine weitere bemerkenswerte Felsformation.

Mannagetta-Ofen

Das Naturdenkmal ist im Grundbuch als „Felssäule Mannagettaofen“ eingetragen, geschützt ist eine Fläche von 149 m² in seinem Umkreis. Grundlage des Schutzes als Naturdenkmal im Jahr 2010 ist ein Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg.[5] Eigentümer ist der Malteser Ritterorden, Großpriorat von Österreich.[6] 46.92916666666715.174444444444Koordinaten: 46° 55′ 45″ N, 15° 10′ 28″ O

Weblinks

 Commons: Mannagetta-Ofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Curt Fossel, Hermann Kühnert: Naturkundliche Besonderheiten in steirischen Gemeinden. Hrsg. Österreichischer Naturschutzbund, Landesgruppe Steiermark. Leopold Stocker Verlag, Graz-Stuttgart 1994. ISBN 3-7020-0692-3. Seiten 227 und 237.
  2. a b Fossel, Kühnert, Besonderheiten, Seite 237.
  3. Hans Peter Cornelius: Zur Deutung der „Steinöfen“ des Kor- und Saualpengebietes (Steiermark-Kärnten). In: Berichte der Geologischen Reichsanstalt Wien, 1943. Seite 49–52.
  4. Andreas Ertl: Nachruf für Peter Beck-Managetta. In: Mitteilungen der Österreichischen Geologischen Gesellschaft ISSN 0251-7493 Nr. 90 (1997). Wien 1999. Seite 208. (PDF).
  5. Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg vom 28. Juli 2008, Geschäftszahl 6.355/2008. Objekt Nr. 439. Digitaler Atlas Steiermark Kartenservice: Flora & Fauna, Naturräumliche Schutzgebiete, Naturdenkmale - bei gehaltener linker Maustaste allenfalls das Gebiet durch Ziehen vergrößern. Die Angaben sind mit „Objekt identifizieren“ (Button „i“) aufrufbar, im dann aufgehenden Fenster ebenfalls „Naturdenkmale“ aufsuchen. Abgerufen 5. März 2011.
  6. Grundbuch Bezirksgericht Stainz, Katastralgemeinde 61244 Trog, Einlagezahl 37 Hausname „Klugbartl“, Grundstücke Nummer 470/1 und 470/2.