Maria Puchheim

Seitenansicht der Basilika

Maria Puchheim ist eine Wallfahrtsbasilika in Puchheim, Gemeinde Attnang-Puchheim und ist der „Mutter von der immerwährenden Hilfe“ geweiht.

Inhaltsverzeichnis

Historischer Hintergrund

Eine Schlosskirche, die dem hl. Georg geweiht war, wurde erstmals in einer Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1242 erwähnt. Bei einer Brandkatastrophe im Jahr 1585 brannte diese mit der „Feste Puchheim“ ab. Anschließend wurde das Schloss Puchheim mit einer Schlosskirche errichtet. Im Jahre 1870 wurde ein Gnadenbild der „Mutter von der immerwährenden Hilfe“ in der Georgskirche aufgestellt und dadurch wurde Puchheim ein Wallfahrtsort. Der neue Wallfahrtsort hatte eine große Ausstrahlung, so dass die St.-Georgs-Schlosskirche bald zu klein war und man baute daher westseitig des Schlosses eine fünfschiffige Wallfahrtskirche dazu.

Die Basilika

Innenansicht der Basilika

Unter Rektor P. Matthias Paprian wurde in den Jahren 1886-1890 nach Plänen des Architekten Richard Jordan die neue Wallfahrtskirche Puchheim errichtet. Sie ist weitgehend im Baustil der Neorenaissance erbaut, jedoch wurden auch andere stilfremde Elemente verwendet.

Die Innenausgestaltung erfolgte dem Zeitgeschmack des zu Ende gehenden 19. Jahrhunderts. Die 90 großen und kleinen Deckengemälde und Wandbilder wurden von dem bayerische Malermönch Max Schmalzl vom Redemptoristenkolleg Gars am Inn entworfen und sind im Nazarenerstil gehalten. Ausgeführt wurden sie von den Tiroler Künstlern Michael Lackner, Thomas Köhle und dem Meister Josef Scherfler von Mauerkirchen in Oberösterreich.

1951 wurde die Wallfahrtskirche von Papst Pius XII. zur "Basilika minor" erhoben. Seit 1. Februar 1968 gibt es die neue Pfarre „MARIA PUCHHEIM“, seitdem ist die Wallfahrtsbasilika zugleich auch Pfarrkirche.

Orgel

Die Orgel stammt aus dem Jahr 1891 und wurde vom Orgelbauer Leopold Breinbauer aus Ottensheim geschaffen. Mit 1647 Pfeifen auf 24 Registern ist sie ein Instrument mittlerer, für die Periode der romantischen Orgeln des 19. Jahrhunderts durchaus großer Bauart. Orgelbau Kuhn aus Männedorf, Schweiz, renovierte das Instrument im Jahr 2006. Das kostbare Instrument kommt auch konzertant zum Einsatz. Zuletzt in einem Großkonzert am 20. Mai 2007. Die Organisten Mag. Geisselbrecht und Mag. Sonnleitner führten in einem österreichweit einzigartigen audio-visuellen Event Werke von Brixi bis Kopetzki auf.

Literatur

  • Martin Stangl: Richard Jordan – Sakralbauten. Diplomarbeit, Universität Wien 1999
  • Redemptoristenkloster Puchheim: Maria Puchheim, Verlag Welsermühl, Wels 1991

Weblinks

 Commons: Maria Puchheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

47.99972222222213.714166666667Koordinaten: 47° 59′ 59″ N, 13° 42′ 51″ O