Maria Tusch

Maria Tusch (* 1. Dezember 1868 in Klagenfurt; † 25. Juli 1939 ebenda) war eine österreichische Arbeiterin und Politikerin der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei.

Maria Tusch war das Kind bäuerlicher Dienstboten. Auf zwei Jahre Volksschulbesuch folgten zwei Jahre Kinderarbeit in der Marienanstalt Maria Saal. Danach war sie Lohnarbeiterin der Klagenfurter Fabrik der Tabakregie. Sie engagierte sich hier für bessere Arbeitsbedingungen sowie für eine Besserstellung der Frauen.

Tusch war Vorsitzende des Frauenlandeskomitees für Kärnten, Obfrau der Tabakarbeiterschaft, und Mitglied des Gemeindeausschusses St. Ruprecht bei Klagenfurt. 1919–1920 war sie Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung und danach in allen vier Legislaturperioden der Ersten Republik Abgeordnete zum Nationalrat. Hier vertrat sie vor allem Fraueninteressen.

Durch die Errichtung des Ständestaats endete 1934 ihre politische Laufbahn. Tusch starb am 25. Juli 1939 in Klagenfurt.

Im Jahr 2012 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Maria-Tusch-Straße nach ihr benannt.

Literatur

  • Anton Kreuzer: Kärntner. Biographische Skizzen. Teil 18/20: 18. – 20. Jahrhundert. Kärntner Druck- und Verlagsgesellschaft, Klagenfurt 1996, ISBN 3-85391-139-0, S. 84–87.

Weblinks